Kategoriearchiv: Lesestunden

Was wir brauchen ist eine andere geistige Kultur

Wenn wir uns die politische Landschaft Deutschlands (als perspektivischen Punkt) und der Welt genau anschauen, kommen wir um die Erkenntnis nicht herum, das weltweit unsere zur Zeit gelebten politischen Kulturen sich sehr ineffektiv verhalten und eher schädigend als nützlich wirken. Diese Beobachtung muss nicht einmal mehr bestätigt werden, denn sie ist mehr als offensichtlich. Jeder, der die politischen Aktivitäten in der Welt aus deutscher Perspektive vorurteilsfrei beobachtet, kann mehrere bedeutsame Themenbereiche erkennen, die weltweit zu immer tieferen und weitreichenderen Krisen führen.

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Die Probleme unserer Zeit und Fragen an KI

Wir erleben zur Zeit eine Welt im Wandel, eine Zeit also, wo Altes nicht mehr zeitgemäß und Neues noch nicht machbar erscheint. Wenn wir uns in der Weltgeschichte großer Reiche umsehen, hat diese Phase bisher jeden Hegemon und jedes große Reich erlebt. Die Gründe hierfür sind vielfältig, ja sogar schon intensiv erforscht und liegen bei all den Jahrtausende umfassenden Erfahrungen offen auf dem Tisch. Allerdings sind die Gründe für das Chaos und die Bremser einer Neuausrichtung ebenfalls mehr als bekannt. Die Einen versuchen, ihre Pfründe, erworben in der stabilen Lage der vergangenen Dezennien, zu sichern und verweigern einen Wechsel, weil sie damit die Grundlage ihres Reichtums und ihrer Macht verlieren würden. Die Anderen, die das bestehende System bisher nicht zum Zuge kommen ließ, versuchen mit aller Macht, ihre meist übertrieben moralisierte Vision einer blühenden Zukunft entgegen den Tatsachen umzusetzen.

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Entscheidungssysteme und deren Grundlagen

Der Artikel beschäftigt sich mit den Formen der Entscheidungsfindung, zunächst in Kürze im persönlichem Umfeld, und danach etwas ausführlicher in demokratischen und parlamentarisch geführten Systemen. Dabei werden die Verfahren Kompromiss, Konsens und Win-Win besprochen und mit den Definitionen verglichen, die Wikipedia 1 anbietet. Dann werden drei grundlegende und mit westlichen Vorstellungen verbundene Gesellschaftsanschauungen (Konservatismus, Liberalismus und Sozialismus) kurz beleuchtet. Auch hier werden die Definitionen von Wikipedia hinterfragt und diskutiert. Abschließend behandelt der Artikel die Machtfrage, mit der jeder Bürger konfrontiert ist und der er sich bewusst sein sollte. Zusätzlich beleuchte ich zum Abschluss die Möglichkeiten, die jedem Bürger einer westlichen Demokratie zur Verfügung stehen, um auf die politische Landschaft einzuwirken. Es gibt meiner Ansicht nach deren mehr als gemeinhin gedacht wird.

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  1. Wikipedia ist das im Westen meistgenutzte Nachschlagewerk im Internet. ↩

Zeitgeschehen heute: Modern vs. Postmodern

 
Wir leben heute in einer seltsam ausgeformten Gedankenwelt, die sich durch verschiedenste Misstöne und teilweise falsche Schlussfolgerungen begründet und dieses meist in einer Form, die sich durch Unvollständigkeit und eine auf der Enttäuschung darauf basierender Radikalisierung auszeichnet. Das ist nicht ungewöhnlich, da Massenphänomene immer zu Konzeptionen führen müssen, die auf Kompromissen und dem kleinsten gemeinsamen Nenner beruhen. Das kann letztlich nie als Erfolg, sondern stets nur als Misserfolg verbucht werden. Halbgare politische Richtungsentscheidungen, unscharfe Abgrenzungen und nicht zielführende Kompromisse genannt Reformen sind daher an der Tagesordnung und führen von Krise zu Krise. Worauf diese Phänomene beruhen, ist mit einer auf Materialismus und auf kurzfristige Erfolgserzählungen ausgerichteten Geisteswissenschaft nicht zu erforschen, da für deren Erfolg langfristige Wirkungen in einem geordneten Umfeld erzeugt werden müssten, die aber dem schnellen Zeitgeist sowohl der „Moderne“ als auch der „Postmoderne“ und deren Denkweise widersprechen. Dies will ich in diesem Artikel zu ergründen versuchen.

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Macht- und Größenwahn

Es braucht weder Studien noch sonstige Erkenntnisse, das so manch Schwergewicht der politischen und medialen Sphäre so langsam die Vernunft abhanden gekommen zu sein scheint. Anders kann ich mir die medialen und politischen Entgleisungen von Kriegsfähigkeit bis Stadtbildbetrachtungen nicht erklären. Außerdem sollten diese Menschen doch über genügend Einfluss und Informationen verfügen, um die Folgen ihrer Äußerungen und möglichen Folgen ihrer aggressiven Polemik und Politik absehen zu können. Wer auch nur die Kommentare und Veröffentlichungen von in Westeuropa zugänglichen prorussischen Medien verfolgt -Ich gehe davon aus, das die genannten Personen doch wohl die Äußerungen ihrer erklärten „Feinde“ studieren werden-, muss doch die zunehmende Verhärtung der Meinungen in Russland zur Kenntnis genommen haben. Denn dort fordert man (Karaganow: Es wird kein Deutschland mehr geben) mittlerweile sogar einen Präventivschlag, um vor dem drohenden Nuklearkrieg zu warnen und/oder ein Zeichen zu setzen. Deutschland steht dort wegen seiner aggressiven und feindlichen Haltung ganz oben auf der Liste der möglichen Ziele.

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Aktuelles aus der Qualitätspresse

 

Wenn wir heute auch nur oberflächlich die Zeitungen lesen, werden wir ganz bestimmt mit nachfolgenden Aussagen konfrontiert: Wir werden von Russland aus einer militärischen Bedrohung ausgesetzt, auf die wir reagieren müssen. Wir werden die aktiven Streitkräfte mittels des Wehrdienstes um 80.000 Männer und Frauen auf 260.000 erhöhen, wobei die Bundeswehr dann mit Reservisten insgesamt 460.000 Kämpfer haben wird. Der 2plus4-Vertrag erlaubt der Bundeswehr eine Truppenstärke von 370.000 Männern und Frauen. Wir werden jährlich die Ukraine mit 9 Mrd. Euro unterstützen. Deutschland müsse aufrüsten und wieder kriegstüchtig werden. Der Sozialstaat, den wir heute haben, ist mit dem, was wir volkswirtschaftlich leisten, nicht mehr finanzierbar. Diejenigen, die für 530 Euro im Monat arbeiten, denen muss man mal die Frage stellen: Warum könnt ihr nicht auch für 2200 Euro arbeiten? Der Bundeshaushalt wird mehr als deutlich zusammengestrichen. Wir müssen sparen, so der Finanzminister. Die Bundesregierung möchte Soldaten zu Absicherung einer Friedenslösung in die Ukraine schicken. Sie müsse Verantwortung tragen. Die deutsche Wirtschaft schrumpft weiter. Das bisher Beschlossene (?) reiche nicht. Wichtig wären weitere Strukturreformen. Ich (DIW-Chef) fordere von den Rentnern ein soziales Jahr.

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Vier weitere Jahre verloren…

Innerhalb der letzten Regierung Deutschlands war lange Zeit die Rede von der Zeitenwende, einer ganz neu auftauchenden Herausforderung an das Leben der Bürger. Diese beinhaltete einen Mangel an Sicherheit, einen Mangel an Verteidigungsbereitschaft, einen Mangel an Innovationsbereitschaft und eine zunehmende Anzahl an Krisenherden in Deutschland, die ganz neue Maßnahmen zur Bewältigung erfordern würden. So war es überall in den Medien zu lesen und entsprechend waren auch die Verlautbarungen über neue Strategien ausgelegt. Zumindest wollten uns das die medialen Kämpfer für ein Gutes Leben vermitteln. Unsere regierenden Vordenker haben daraufhin festgestellt, so ginge es wohl nicht weiter und versuchten, mehr Geld in die Hand zu nehmen, um den Krisen ihre Schärfe zu nehmen, aber da waren auf der einen Seite die Gesetzesfundamente früherer Regierungen, auf der anderen Seite die vollkommen unterschiedlichen Vorstellungen innerhalb der regierenden Parteien über neue Wege und die Blockadehaltung der Oppositionsparteien, die zwangsläufig zu einem Scheitern führen mussten. Die alte Koalition musste dabei ein hausgemachtes Trümmerfeld hinterlassen. Und so ist es dann ja auch gekommen.

Das ist die Agenda, die uns 3 lange Jahre aus allen Medienrohren um die Ohren flog, die uns dann eine Neuwahl beschert hat und deren Aussagen und Prognosen auch heute noch unbehindert weiterfliegen. Die Probleme haben sich aber welch Wunder durch die Neuwahl gar nicht entschärft, sondern scheinen sich entgegen der Erwartungen weiter vergrößert zu haben. Viele Wähler haben wohl erwartet, das neue Köpfe aus der gleichen ideologischen Schublade der Gesellschaftsblase irgend etwas an den Zuständen verändern könnten, die genau aus dieser Schublade heraus entstanden sind. So werden wir also jetzt bald weitere vier Jahre vergebliche Versuche beobachten können, mit den gleichen Mitteln und einem mehr Desselben eine Verbesserung herbeiführen zu wollen, obwohl längst klar ist, das es so nicht wird gehen können. Ich kann es nicht anders beschreiben: Ich bin bedenklich erschüttert über diese Naivität. Schauen wir zunächst einmal auf die Veränderungen der Landschaften, in denen wir leben, und zu deren Wandel wir scheinbar keine sinnvollen Antworten finden können/wollen.

Da wären eine Ganze Reihe von Kriterien und Erfahrungen zu erwähnen, um das Ganze mal in einer übersichtlichen Form zu gestalten, wähle ich so etwas wie eine Aufzählung:

Es gibt Veränderungen in den Machtstrukturen der Weltpolitik, die keiner Supermacht mehr das alleinige Herrschen ermöglichen.

Seit der Einführung von Nuklearwaffen ist ein alleiniger Anspruch eines Staates, Führungsmacht in weiten Teilen der Welt zu sein, nicht mehr möglich. Jede Macht, die über solche Waffen verfügt 1, ist nicht besiegbar. Eingesetzte Nuklearwaffen zerstören riesige Lebensräume und machen sie für sehr lange Zeit unbewohnbar. Das sind heute keine Hiroshima-Bomben 2. Heutige Bomben dieser Art enthalten U238, welches eine Halbwertszeit von Milliarden von Jahren aufweist. Und es gibt ja noch Plutonium und Wasserstoff tragende Sprengsysteme. Auch Wasserstoff als Bombe benötigt zumindest zur Zeit noch U238 zur Zündung. Heute verfügen die Staaten China, Russland, USA, Indien, Pakistan, Frankreich, GB und Nord-Korea gesichert über derartige Waffensysteme, da sie diese auch schon getestet haben. Es gilt als sicher, das andere Staaten wie z.B. Israel ebenfalls über solche Atomwaffen verfügen. Nur Staaten, die ihre Waffen testen, können gesichert als Halter gesehen werden. Allerdings könnten auch Waffen in Staaten existieren, die nie getestet wurden und von denen wir nichts wissen.

Die aufstrebenden asiatischen und afrikanischen „kleinen“ Länder, die technologisch, wirtschaftlich und auch gesellschaftlich immer mehr aufholen.

In Zeiten des Internets und der digitalen Kommunikation sind technologische Fortschritte und Entwicklungen nicht mehr auf die sogenannte Erste und Zweite Welt begrenzbar. Auch die sogenannte Dritten Welt 3 verfügt heute über genügend Wissen, um sich zu Selbständigkeit und Unabhängigkeit zu emanzipieren. Diese Staaten beugen sich nicht länger den kolonialen und imperialen Vorstellungen Europas und Amerikas und werden sich über kurz oder lang nicht mehr ausbeuten lassen. Damit verlieren diese entwickelten Staaten ihren Zugriff auf billige Rohstoffe und Ressourcen, was eine machtpolitische Einschränkung ohne Gleichen heraufbeschwören wird. Die USA unter Trump ziehen jetzt schon die Reißleine, GB und Frankreich verlieren zunehmend ihren Einfluss in der Welt und Deutschland, das nur durch seine Wirtschaftskraft punkten konnte, verliert ebenfalls durch sein Schwächeln und seine Krisenanhäufungen. Erstarken könnte Europa durch ein Verhalten, das andere Völker und Staaten auf Augenhöhe begegnen würde. Aber davon sind die herrschenden Eliten mehr als weit entfernt. Da herrscht nach wie vor Realitätsverweigerung, Großmannssucht und die wohl nicht zu tilgende Überlegenheitsagenda westlicher Staaten.

  1. Auch Deutschland verfügt praktisch über Atomwaffen durch seine Teilhabe an der Nato und damit den Kontingenten Frankreichs, GB und der Nato und den gegenseitigen Schutzversprechen ↩
  2. Little Boy enthielt insgesamt 64 kg Uran mit einem Anteil von 80 % U235. Zumindest ein Teil des Urans stammte aus den etwa 1100 Tonnen Uranerz und Uranoxid, das die US-Army in der zweiten Aprilhälfte 1945 in Staßfurt erbeutet hatte. Nach heutigen Schätzungen wurde weniger als ein Kilogramm der Gesamtmasse durch die Kernreaktion gespalten. Wikipedia ↩
  3. Als Dritte Welt werden bestimmte Länder nach politischen oder volkswirtschaftlichen Kriterien zusammengefasst. Der Begriff ist heute veraltet. Ursprünglich wurden als Dritte Welt die blockfreien Staaten bezeichnet, die sich im Ost-West-Konflikt des Kalten Krieges weder der westlichen Ersten Welt noch der Zweiten Welt des Ostblocks zuordnen ließen. Wikipedia ↩

Zwei beliebte Narrative, kurz beleuchtet…

Wir Menschen sind ganz besonders stolz darauf, uns aus der großen Zahl der Säugetiere, zu denen wir ja Entwicklungsgeschichtlich gehören, herausgearbeitet zu haben und uns eine technologische Zivilisation geschaffen zu haben, die viele Annehmlichkeiten und ebenso viele Erweiterungen mit sich bringen. Soweit so gut. Wir Menschen werden heute älter, leben also länger, leiden nicht mehr so viel wie in früheren Zeiten, haben viele kleine Helfer, die uns die Arbeit erleichtern, fühlen uns wohler und müssen nicht mehr so ums Überleben kämpfen wie in vergangenen Zeiten. Haben wir uns aber auch jemals die Frage gestellt, ob das Narrativ mit den vermeintlichen Annehmlichkeiten auch wirklich stimmt? Ist das wirklich so? Stimmt diese Annahme?

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Was ist eigentlich Zeitkritik?

… und was verstehe ich darunter? Der Versuch einer Klärung.

Wie gewohnt, schaue ich dazu zunächst einmal ins Netz, um eine zeitgemäße Definition des Begriffes zu erhalten:

Zeitkritik ist die Kritik am momentanen Zeitalter, dem aktuellen Zeitgeist. Zeitkritik hat im Unterschied zur Kulturkritik kein Geschichtsbewusstsein und wird als Teil der allgemeinen Philosophie auch in Form von Politikwissenschaft betrieben. Moderne Zeitkritik bezieht sich auf die gesamte Neuzeit, insbesondere aber auf das 20. und 21. Jahrhundert.

Hauptgruppen:
Kritik an der politischen Situation und Staatskritik (z. B. Militarismus, Faschismus oder Liberalismus).
Kritik an der ökonomischen Situation wie Wirtschaftskrisen und Arbeitslosigkeit.
ritik an der ökologischen Situation wie globale Erwärmung, Umweltschutz oder Atomenergie.
Wissenschaftskritik und naturwissenschaftliche Weltinterpretation. (z. B. Gehirnforschung) (Wikipedia.DE)

Ich fasse mal kurz zusammen. Zeitkritik beschäftigt sich also mit dem aktuellen Zeitgeist, ohne auf ein Geschichtsbewusstsein zu entwickeln und ist Teil der allgemeinen Philosophie einschließlich der Politikwissenschaft und bezieht sich auf die Neuzeit (1900 bis heute) in nahezu allen wissenschaftlich erfassbaren Bereichen.

Das ist genau genommen ein sehr weiter Zeitraum, den man meiner Ansicht nach so nicht mehr stehen lassen kann. Wir haben spätestens seit den 1980er Jahren mit der digitalen Vernetzung und der Globalisierung eine Entwicklung weltweit, die mit den Jahren vor dieser Zeit nicht mehr viel zu tun hat. Daher mein erstes Resümee: Wir sollten die letzten vierzig Jahren zu unserem Untersuchungs-Objekt machen, wenn wir Zeitkritik üben wollen.

Dann stehen in der Definition die politischen, die ökonomischen, die ökologischen und die wissenschaftlichen Interpretationen der Neuzeit zur Diskussion. Nun sind diese Felder in der Neuzeit ja leider nicht mehr getrennt aufrufbar, denn Politik, Ökonomie und Ökologie haben sich im Geist der Zeit zu einem einheitlichen Feld zusammengeschlossen und die wissenschaftliche Forschung, die in den letzten vierzig Jahren so erfolgreich war wie nie zuvor, lässt sich in solch kleinen Zeiträumen nicht zielgerichtet hinterfragen.

Dann heißt natürlich Zeitkritik auch nicht, das der Kritiker eine Lösung für die Problemstellung anbieten müsse. Seit wann ist das Usus? Kritik betreibt doch ausschließlich die Beschreibung eines Zustandes, der nicht erwünscht ist und der verändert werden sollte. Wenn von allen Kritikern gleich eine Lösung gefordert würde, gäbe es bald keine Kritiker mehr, was ebenfalls keine Verbesserung darstellen würde. Viele große Wissenschaftler waren und sind zu Kritik nicht fähig. Wir brauchen also Menschen, die Problemstellungen hervorheben ebenso notwendig wie Menschen, die diese dann bearbeiten und lösen.

Somit stellt sich hier und jetzt die Frage, wie man das Problem so angehen kann, das einerseits die Neuerungen herausgehoben werden, die die letzten vierzig Jahre ausmachen, und andererseits die Risiken beleuchtet werden, die mit diesen Neuerungen hervorgetreten sind oder hervortreten werden. Natürlich könnte ich jetzt Stichwort für Stichwort abarbeiten und genau das machen, was in der wissenschaftlichen Publizistik Gang und Gebe ist, aber hilft diese Vorgehensweise wirklich? Die Neuerungen sind doch so erheblich, das ein Übersichtsbild schon lange nicht mehr zu erfassen sein wird. Ich habe mich daher dazu entschlossen, ein anderes Verfahren zu wählen. Dazu versuche ich, die drei aktuellen Fragen unserer Zeit in Kurzform an den Anfang eines Abschnittes zu stellen und diese Frage dann tiefer schürfend und nachdenkend zu behandeln.

Was ist Corona und wie erfolgreich wurde diese Herausforderung gemeistert?

Nun denn, über die Herkunft dieser Viruserkrankung und ihres Verursachers gibt es zur Zeit immer noch zwei große Annahmen, die sich widersprechen. Da ist einerseits die Behauptung eines natürlichen Ursprungs, der somit nicht zu verhindern war (Evolution) und es gibt die Behauptung eines künstlich hergestellten Virus, der aus einem Forschungszentrum entwichen sein könnte. Weitere Behauptungen über Urheber, Absichten und Visionen entbehren zur Zeit jeglicher Beweisführung und werden von mir nicht weiter hinterfragt. Eine natürliche Herkunft wäre aus mitmenschlicher Sichtweise die einfachste und eine nicht zu vermeidende Ursache und würde als Naturgewalt gelten. Hier kann nur gefragt werden, ob und wie man solche Erscheinungen rechtzeitig erkennen könne und welche Maßnahmen getroffen werden könnten, um die Schäden in Grenzen zu halten. Anders allerdings stellen sich die Fragen, wenn ein künstlicher Ursprung zugrunde gelegt werden muss. Dann ist einerseits zu fragen, warum man in aller Welt Forschungen betreibt, die solch hohen Risiken bergen? Dann ist zu fragen, welche Absichten der Urheber mit solchen Forschungen bezweckt und warum diese Forschungen im Geheimen stattfinden. Meines Wissens sind Viren die einzige wirkliche Gefahr innerhalb der Lebensbereiche auf der Erde, die uns Menschen und unser Überleben noch gefährden können. Und die Frage stellt sich daraufhin, was mit einem gefährlichen Virus alles angerichtet werden könnte, wenn zum Beispiel nur eine bestimmte Ethnie von ihm betroffen sein würde oder nur ein Staat auf der Welt über eine wirksame Gegenmaßnahme (Medikament, Impfung) verfügen würde. Dann gehen die möglichen Antworten von der Möglichkeit einer Erpressung bis zum beabsichtigten Völkermord.

Nun haben wir unvorbereitet eine Pandemie mit einem Virus erlebt und konnten verfolgen, wie erfolgreich und wirksam Gegenmaßnahmen getroffen werden konnten. Das Bild, das dabei vor meinen Augen erscheint, ist nicht sehr schmeichelhaft. Wir haben massive Eingriffe in die Freiheitsrechte erlebt, die von Kontaktsperren bis zu Hausarresten, von Versammlungsverboten, Demonstrationsverboten gingen. Weiterhin wurden Schließungen von Läden, Gaststätten und Firmen erzwungen, wobei das bei vielen Menschen zusätzlich noch zu wirtschaftlichem Ruin (Arbeitslosigkeit, Insolvenz) geführt hat. Menschen im öffentlichen Raum wurde dabei mit wenig wirksamen Atemschutzmasken eine Vermummung aufgezwungen, es wurden Schutzimpfungen auferlegt und das gesamte Arbeitsumfeld wurde gemaßregelt, was in der Summe eine Spaltung der Gesamtbevölkerung bewirkte, einerseits in die Befürworter, andererseits in die Kritiker der Maßnahmen. Diese Spaltung wirkt bis heute ist ist noch lange nicht überwunden.

Was ist daher heute zu konstatieren, wenn wir uns mögliche Virenpandemien anschauen? Wir sind nach wie vor unvorbereitet. Wir sind weiterhin zwischenmenschlich nicht in der Lage, eine sinnvolle Reglementierung von Maßnahmen diesbezüglich durchzuführen und wir kämpfen noch immer mit dem Egoismus, den uns die Evolution mit auf den Lebensweg gegeben hat. Die Fähigkeiten, ein Gesamtbild einer Notsituation zu erzeugen ist nur in einem kleinen Teil der Bevölkerung anzutreffen. Wir leben sozial gesehen überwiegend immer noch in Horden. Das alles ist keine gute Grundlage für ein zielgerichtetes Vorgehen in lebensbedrohenden Situationen.

Und dann sind da noch die Vorgehensweisen zu besprechen, die anzuwenden sind, wenn eine Pandemie überstanden wurde. Müssen all die Maßnahmen, die zur Bekämpfung der Pandemie eingeführt wurden, nicht auch wieder zurückgenommen werden? Muss also nicht der Vor-Pandemie-Zustand wieder hergestellt werden? Bisher wurden die betreffenden Gesetze noch nicht außer Kraft gesetzt, sondern nur herabgestuft. Und auch die negativen Begleiterscheinungen (Fake-News-Agenturen, Verfolgung von Andersdenkenden, Ausgrenzungen) konnten doch noch lange nicht nicht zurückgefahren werden. Dazu wäre eine medienwirksame Aufklärung notwendig, die nicht einmal im Ansatz erfolgt, im Gegenteil, die Begleiterscheinungen der Notfallmaßnahmen werden institutionalisiert.

Das große Vergessen hat Konjunktur… Der zweite Versuch

Das große Vergessen hat Konjunktur… Der zweite Versuch

Ich wiederhole in diesem Artikel die eine oder andere Aussage des vorherigen Artikel, nur werde ich diesmal eine etwas andere Perspektive (Krisenpolitik, Blockbildung, Sanktionen, Ignoranz) einnehmen und dafür deutlicher aussprechen, was ich zu sehen glaube. Das Vergessen der Geschichte der nahen Vergangenheit sowie die allgemeine Nicht-Bereitschaft, sich umfassend zu informieren, und die Folgen dieses Versagens besonders unserer Eliten für die globale Welt von Morgen sind das Thema dieses Artikels. Was wir gerade beobachten ist das scheinbare Bestreben mächtiger Politiker aus allen machtvollen Staaten, die Welt in möglichst nur zwei Blöcke aufzuspalten, wobei lediglich die ganz Großen der Blöcke (USA, China, Russland) das Vorgehen bestimmen können und alle anderen gezwungen werden, sich einem der drei Akteure (Nato vs. Russland/China) anzuschließen. Ich würde das als ein Zurückkehren zu einer bipolaren Weltordnung mit dem Ziel beschreiben, über Feindbilder und Kontrolle wieder das Element „Teile und Herrsche“ in die Weltpolitik einzufügen, das sich ja schon immer gut bewährt hat. Multikulti und Globalisierung sind gescheitert. Also vorwärts, wir ziehen uns zurück zu bekannten Ufern.

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Der amerikanische Mythos: Freiheit für die Welt?

Um die Frage gleich in meinem Sinne zu beantworten, die in der Überschrift steht: Für US-Amerikaner: ja sicher; für alle Anderen: eher nein!

Der Mythos Amerika, genauer gesagt der USA als Staat beruht aus einer Zeit, in der in Europa immer noch machtverliebte Monarchen ihre Bevölkerungen aussaugten wie Vampire ihre Opfer, und wo es eine bürokratische Elite gab, die ihren Herrschern gerne und willig zu Diensten war. Hier war Amerika und besonders die USA für viele unterdrückte Menschen Europas ein Eldorado der Freiheit.

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Die Weltlage ist auch ohne Corona schwierig, aber nicht hoffnungslos

Es ist nicht gerade einfach zu sagen, was ich gerade und zur aktuellen Stunde von der Welt und ihren Einrichtungen und Zuständen halte. Zu unterschiedlich sind die zu erkennenden Motive und Entwicklungen. Und ich werde dabei Corona mit keinem Wort erwähnen. Trotzdem muss ich leider und zu meinem Bedauern die Niederschrift erst einmal in verschiedene Exkurse aufteilen, bevor, so hoffe ich zumindest, eine fazitäre Gesamtschau möglich wird.

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Feinde, Verschwörer und ein Traum

Der Staat Deutschland ist besonders stolz auf seine Verfassung. Diese Schrift, die jedem Menschen seine Würde garantiert, jedem Menschen eine eigene Meinung zugesteht und in der alle Menschen, gleich welcher Hautfarbe, Religion oder Weltanschauung ein Recht auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit zugesteht, steht in der zweiten großen Krise des 21. JH vor einem Sittenverfall.

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Wir leben eine Demokratie? Ja, aber…

Wir alle, die wir in Mitteleuropa leben, sind stolz auf die größte politische Errungenschaft unserer zivilisierten Welt, die Demokratie. Und wir übersetzen dieses Wort, dessen Herkunft aus dem Griechischen abgeleitet wird, gerne mit der ‚Herrschaft des Volkes über das Volk‘ und bezeichnen diese Herren, also uns alle, dann gerne als den Souverän. Nun ist das Wort Herren durchaus angebracht, denn weltweit betrachtet sind es in Demokratien nach wie vor und überwiegend Männer, die Macht ausüben. Daran haben auch Demokratie-, Frauen-, Freiheits- und Ökologiebewegungen nicht wirklich viel zu ändern vermocht.

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Das Narrativ als Grundlage der Identitätsbildung

Eine neue sozialwissenschaftliche Modellgrundlage für den Blick auf die Gesellschaft

Bevor ich etwas tiefer in die Thematik einsteige möchte ich auf die Definitionen und Beschreibungen in Wikipedia.org hinweisen, die eine zumindest leicht verständliche Beschreibung des Begriffs ermöglichen.

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Ein Versuch zum Narrativ „Arbeit“

Die Erzählung, die zum Lebensentwurf wird… oder (heute) auch nicht (mehr).

In diesem Entwurf möchte ich über das Narrativ (ein soziologischer Begriff: Erzählung) erzählen, das Narrativ, das ein Arbeitsleben begleitet und von der Ausbildung oder sogar der Schule beginnend durch ein Leben führt bis zum Ruhestand. In diesem Narrativ schlägt sich ein Lebensentwurf nieder, der heute, im Gegensatz zu meiner Jugend, die in den siebziger Jahren stattfand, vollkommen verändert erscheint.

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Wahlprogramm CDU/CSU 2017

Wenn ich so zurückdenke, habe ich schon viele Dokumente und Bücher, die sich mit aktueller Politik beschäftigen, gelesen, und ich muss sagen dass ich selten so erschrocken und frustriert die Lektüre zur Seite gelegt habe wie bei diesem Wahlprogramm. Schon der Anfang mit dem Titel „Ein gutes Land in dieser Zeit“ strotzt nur so vor Missachtung der Realität:

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Die Lesestunde: Das Hamburger Programm der SPD

Das Hamburger Programm vom Okt 2007, mit einem Vorwort von Kurt Beck, ist für den aufgeklärten Leser 2017 ein schwerer Brocken, und ich muss sagen, selten hat mich eine Lektüre so frustriert wie dieses an und für sich und in weiten Teilen sehr fortschrittlich und sozial ausformulierte Grundsatzprogramm. Es sind nicht die Inhalte, die hier zum Ärgernis werden, sondern viel mehr der Abgrund, der sich auftut, wenn man vorurteilsfrei die formulierten Absichten vergleicht mit der Lebenswirklichkeit, die durch die regierende Mitverantwortung der SPD über einen Zeitraum von 10 Jahren geschaffen wurden. Die Lesestunde: Das Hamburger Programm der SPD weiterlesen →

Eine erste Lesestunde : Das Grundsatzprogramm der AfD

Die Debatte ist entbrannt, wie mit einer neuen Gruppierung umzugehen sei, die sich zunehmend erfolgreich auf der politischen Bühne etabliert. Das sie Zuspruch bekommt, ist aus den Wahlergebnissen unzweifelhaft ablesbar, und die Reaktionen der etablierten Parteien, die von Totstellen über Aggressivität bis zum Flüchten reichen, zeigt die Hilflosigkeit, mit der ihre maßgebende Vertreter diese der neuen Bewegung gegenüberstehen.
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