Kategoriearchiv: Schlagworte

Schlagworte sind heute in aller Munde, und doch ist nach deren Gebrauch immer mehr Unklarheit darüber zu registrieren, was der Benenner des Wortes wohl gemeint haben könnte. Ich möchte immer mal wieder einen dieser schönen Begriffe etwas genauer anschauen.

Zeitkritik: Woran wir arbeiten müssen und was wichtig ist

Zeitkritik: Woran wir arbeiten müssen und was wichtig ist

Seit den 1970er Jahren findet in der sogenannten „Westlichen Welt“ eine Neuorientierung der politischen und gesellschaftlichen Grundlagen statt. Aus dem festgefügten kulturellen und überlieferten Weltverständnis wurde ein fortschreitender Reformprozess eingeleitet, der sich in Richtung einer Umerziehung der Menschen zu sanftmütigen, friedlichen, kommunikativen und toleranten Umgang mit sich selbst und anderen einschließlich der nicht-menschlichen Mitbewohnern unseres Planeten führen sollte. Heute müssten wir uns erneut klarmachen, um welche Eigenschaften es dabei ging und wie erfolgreich dieser Umschwung bisher gelaufen ist. Um das Ergebnis schon mal plakativ herauszustellen, muss jeder informierte Mitbewohner heute zum Schluss kommen, das dies alles ganz anders gelaufen ist wie angenommen und das sich der westliche Mensch mit seiner Prophezeiung doch ziemlich weit daneben lag.

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Verworren, Abgeflaut, Zukunftsohnmächtig, Lebensgefährlich

Sie haben die Überschrift gelesen, die sich in vier Worten artikuliert? So sehe ich im Moment (14.04.2026) die Weltlage sowohl in geopolitischer, politischer, weltwirtschaftlicher, wirtschaftlicher, post-kultureller, post-demokratischer und auch neo-philosophischer Sichtweisen. Ich folge in der Formulierung den mittlerweile Deutschland-weiten und gerne gepflegten Gewohnheiten der „Neo“-Umdeutungen, der „Un“-Verneinungen und der „Post“-Deklarierungen. Diese in meiner Ansicht nur „Unworte“ zu nennenden Sprachverwirrungen, die ja so in Mode zu sein scheinen, sind meiner Ansicht nach nur dazu da, die seltsamen und logisch unsinnigen bzw. falschen Schlussfolgerungen, die wir aus Krisen und bisher ungewohnten Entwicklungen in der Welt und innerhalb der Nationen beobachten können, zu verschleiern.

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Zeitgeschehen heute: Modern vs. Postmodern

 
Wir leben heute in einer seltsam ausgeformten Gedankenwelt, die sich durch verschiedenste Misstöne und teilweise falsche Schlussfolgerungen begründet und dieses meist in einer Form, die sich durch Unvollständigkeit und eine auf der Enttäuschung darauf basierender Radikalisierung auszeichnet. Das ist nicht ungewöhnlich, da Massenphänomene immer zu Konzeptionen führen müssen, die auf Kompromissen und dem kleinsten gemeinsamen Nenner beruhen. Das kann letztlich nie als Erfolg, sondern stets nur als Misserfolg verbucht werden. Halbgare politische Richtungsentscheidungen, unscharfe Abgrenzungen und nicht zielführende Kompromisse genannt Reformen sind daher an der Tagesordnung und führen von Krise zu Krise. Worauf diese Phänomene beruhen, ist mit einer auf Materialismus und auf kurzfristige Erfolgserzählungen ausgerichteten Geisteswissenschaft nicht zu erforschen, da für deren Erfolg langfristige Wirkungen in einem geordneten Umfeld erzeugt werden müssten, die aber dem schnellen Zeitgeist sowohl der „Moderne“ als auch der „Postmoderne“ und deren Denkweise widersprechen. Dies will ich in diesem Artikel zu ergründen versuchen.

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Miniatur: Die Organisation von Macht

Seit Menschengedenken ist die Ausübung von Macht niemals von Gemeinschaften oder Räten erfolgt, sondern immer gab es einen mächtigen Mann/Frau an der Spitze, auch wenn die offizielle Darlegung sich jeweils anders gestaltete. In einem Rat gibt es meist einen Vorsitzenden, in einem Parlament gibt es einen Präsidenten, in der Regierung einen Präsidenten oder Kanzler, der durch das Gesetz ermächtigt Macht ausübt und, wie in Deutschland, die Richtlinien der Politik bestimmt. Je nach Regierungsform ist diese Machtausübung mehr oder weniger stark, aber sie ist fast immer spürbar. Der US-Präsident hat zum Beispiel mehr Macht als ein deutscher Kanzler. Er kann über Dekrete regieren, was in Deutschland nicht möglich ist. Macht ausüben in einem Parlament oder Räten zum Beispiel kann man mit der Zuteilung von Redezeiten, der Abfolge der zugelassenen Reden oder auch über eine Begrenzung der zugelassenen Sprechenden über ein Partei- oder Fraktionsmitgliedschaft. Und Macht ausüben kann man durch geschickt gestaltete Veröffentlichungen. Kein Medium kann es sich leisten, Regierungsäußerungen nicht zu bringen. Wenn diese dann aber kritisiert werden, könnte es passieren, das das betreffende Medium aus der Informationskette ausgeschlossen wird. Journalisten sind meist akkreditiert. Verlieren sie diesen Vorzug, kommt ihre Meldung zu spät, um als Qualitätsmedium bestehen zu können.

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Miniatur: Nicht-Regierungs-Organisationen

Was ist eine NGO? Und die Antwort lautet: Nicht-Regierungs-Organisation. Nun ist diese Aussage nur halb richtig, denn viele Regierungen des Westens unterstützen auch NGO’s mit Fördergeldern. Gegründet von meist US-amerikanischen Philanthropen 1, die meist sehr wohlklingende Ziele verfolgen wie der Kampf gegen Malaria, AIDS und andere Krankheiten, oder die Förderung der Demokratie, der globalen Märkte und andere.

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  1. Milliardären, die ihr Geld an die Armen der Welt verteilen und dabei immer reicher werden…; wie das Buch von Röper, Inside Corona (ISBN 978-3-96850-008-9) sehr eindrucksvoll belegt hat. ↩

Der aktuelle Disput zu Neuwahlen und Kandidaten

Also ich weiß ja nicht, was so manch ein Nachrichtensprecher in der Schule gelernt hat, wenn er/sie schon jetzt von einem „Kanzler auf Abruf“ redet und sich begierig auf die Nominierung von Kanzlerkandidaten stürzt. Meines Wissens nach ist Olaf Scholz zur Zeit immer noch der Regierungschef der Regierung der Bundesrepublik Deutschland, und das bleibt er auch noch einige Monate, selbst wenn er durch das Scheitern einer Vertrauensfrage wie zwischen CDU und SPD vereinbart und dem Entscheid des Bundespräsidenten zu Neuwahlen kommen sollte, und zwar bis zur Vereidigung eines vom Bundestag gewählten neuen Kanzlers.

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Gibt es die „Goldene Milliarde“ wirklich?

Die Krankheitssymptome der Gesellschaften überall in der Welt sind unverkennbar. Es bildet sich ein Muster ab, den unsere akademisch verbildeten Trendvisionäre in den Universitäten schon längst als überholt, als Aufklärungs-technisch abgeschlossen betrachten wollten: Die Gruppen-, Klassen-, Rassen-, Bildungs-, Meinungs-, Reichtums-, Ideologie, Familien- und Gruppen-Zugehörigkeiten wachsen weltweit und in rasender Geschwindigkeit in einem sein 80 Jahren nicht mehr aufgetretenem Maße. War das weltweit durchaus noch als normal anzusehen, sind gerade jetzt auch die reichen Landstriche der Welt, die sich längst „globalisiert“ glaubten, davon immer stärker werdend betroffen.

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Pipi Langstrumpf lässt grüßen…

Was um alles in der Welt ist eigentlich nicht an dem Wortbegriff Demokratie nicht zu verstehen? Wenn ich mich jeden Morgen durch die Schlagzeilen der „Qualitätspresse“ quäle und lesen muss, das weite Teile der dort Schreibenden und Berichtenden (?) einerseits die Demokratie, also die Staatsform, in der das Volk allein über das Volk regiert 1, kontinuierlich und ohne Zögern versuchen, den regierenden Bundeskanzler in einer Sachfrage vor sich her zu treiben und zum Umdenken zu bringen, obwohl der in genau dieser Sachfrage die Mehrheitsansicht der Bevölkerung, also des Souveräns, vertritt, müssen doch diese Schreiberlinge und Wortkünstler den Begriff „Demokratie“ doch wohl ganz anders verstehen, als er allgemein definiert wird.

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  1. …und das heißt doch wohl, das das Volk bestimmt, was im Staat geschieht und nicht die Eliten, die Medien, die Reichen oder irgendwelche Amtsträger… ↩

Bündnis Sahra Wagenknecht – eine neue Partei, die Hoffnung macht

Die neue Partei, die sich jetzt formiert hat und in den nächsten Wahlen antritt, fordert einige für deutsche Verhältnisse überraschende, aber auch längst überfällige Änderungen der politischen Ausrichtung für Deutschland. Ich werde in den nächsten Zeilen diese in eigener Interpretation aufzuzählen versuchen und hier und da ein paar eigene Sätze anfügen. Wie zu erwarten stößt die Gründung in der Qualitätspresse auf ein großes Echo, wobei der Parteigründerin im besonderen alles vorgeworfen wird, was die woke westliche Wertevorstellung an Negativmotiven zu bieten haben: Das geht von vorsichtig formuliert „Unfairness“ bis zur „Kolonne Putins“. Ich frage mich dabei immer wieder: Was ist eigentlich an Meinungsfreiheit nicht zu verstehen? Es ist doch nicht die zur Zeit „woke“ Freiheit an einer eigenen Meinung, die die regierenden Parteien ständig aufzeigen, sondern im Gegenteil die Freiheit, auch eine vom woken Zeitgeist abweichende Meinung artikulieren zu dürfen, ohne gleich von einem Mehrheits-Mob verfolgt zu werden.

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Hybris und Nemesis, eine Buchempfehlung

Das Buch „Hybris und Nemesis“ von Rainer Mausfeld 1 halte ich nach dem ersten Durchlesen für ein Muss jedes politisch interessierten Bürgers in der westlichen Welt. Es beschreibt die bestehende Ausformung und Unzulänglichkeiten einer demokratischen Regierungsform, besonders der repräsentativen Formen westlicher Prägung, in einer kapitalistisch geprägten Gesellschaft. Und ich sage ganz ohne Umschweife und Übertreibung, das ich selten ein Buch lesen durfte, das mich so frustriert und ernüchtert zurückgelassen hat, wie dieses. Nicht weil ich den Inhalt des Buches nicht glauben, nachvollziehen oder bestätigen könnte, sondern genau im Gegenteil: Vieles was das steht und beschrieben wird wird von mir seit langem schon geglaubt, kann weiterhin von mir in jedem Detail nachvollzogen werden und findet von Tag zu Tag mehr Bestätigung, als mir lieb sein kann. Es wurde aber selbst von mir wohl nie richtig ernst genommen.

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  1. Westend Verlag, ISBN 978-3-86489-407-7 ↩

Strategiedefizite der deutschen Politik 2023

Wer sich jemals mit dem Thema Strategie beschäftigt hat und Herkunft und Prägung eines strategischen Denkens studiert hat, wird in der bundesdeutschen Politiklandschaft ein deutliches und nicht zu übersehendes Strategiedefizit feststellen. Ein Studienberatungsportal definiert Strategie als ein „Zusammenwirken von Gestaltungspotentialen auf dem Weg, ein Ziel zu erreichen“. Wenn wir uns allerdings die Ziele anschauen, die die politischen Strategien der Jetzt-Zeit zu erreichen suchen, stellt man doch erschrocken fest, das wir einerseits von der Erreichung der angestrebten Ziele weiter entfernt sind als je zuvor und wir andererseits sogar das Gegenteil dessen erreicht haben, was angestrebt wurde.

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Die Landtagswahl in Hessen und Bayern

Am kommenden Sonntag (08.10.2023) sind Landtagswahlen in Hessen und Bayern. Ich habe oft gehört, das viele Wähler nicht mehr wissen, wohin sie ihr Kreuz malen sollen. Mir geht es ebenso, und daher habe ich für mich beschlossen, eine Partei zu wählen, die bisher noch nicht in den Parlamenten vertreten ist. Und ich möchte nicht versäumen, eine diesbezügliche Empfehlung auszusprechen.

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Über Mainstream & Co

Wann immer und wo immer man heute in Deutschland Nachrichten oder andere politische Sendungen empfängt, liest, anhört oder andersweilig erhält, muss feststellen, das diese Nachrichten scheinbar alle eingetaucht wurde in die sogenannte Meinungsrinne (Mainstream), die von Medienschaffenden, Politdarstellern oder auf privat finanzierten Organisationen am Laufen gehalten wird. Anders lautende Meinungen gibt es nahezu ausschließlich nur noch auf Blogs und Portalen. Diese sind zumeist Spenden-finanziert und werden von der Qualitätspresse (So nennen sie sich gerne selbst…) entweder mit Abscheu oder Ignoranz belegt, aktiv bekämpft, verleumdet und als Querdenkende, Verschwörungstheoretiker und/oder Propagandisten beschimpft.

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Die wehrhafte Demokratie

In einer Demokratie entscheiden die Voten der Bürger über die zu verfolgende Politik. So zumindest verstehen das die Menschen, die auch heute noch glauben, in einer funktionierenden demokratischen Ordnung zu leben. Tatsächlich haben wir in Deutschland es zugelassen, das wir so etwas wie den „Mainstream“ (Wichtiger Strom ?!) bekommen, wobei Strom die größte Strömungsrinne der Meinungen in unserem Land bezeichnet und „Wichtig“ wohl eher als „Vorherrschend“ übersetzt werden müsste. Die vorherrschende Meinungsrinne beschreibt also einen Vereinheitlichungsprozess, der alles zur Seite drückt, was nicht in die gleiche Richtung fließen möchte. Wenn wir uns jetzt noch das Wort „wehrhaft“ hinzudenken, kommt etwas noch Gewaltigeres dabei heraus. In der wehrhaften Strömungsrinne wird entweder alles mitgerissen oder unbarmherzig und absichtlich zur Seite gespült.

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Geostrategie

Seit dem Krieg in der Ukraine ist der Begriff „Geostrategische Weltlage“ wieder in aller Munde. Es geht dabei letztlich um die Frage, wo die weltweiten Machtzentren angesiedelt sind und wer von dort aus die Weltpolitik bestimmt. Dazu gibt es nur zwei/drei von allen Experten akzeptierte und angestrebte Grundkonstellationen.

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Was ist eigentlich Zeitkritik?

… und was verstehe ich darunter? Der Versuch einer Klärung.

Wie gewohnt, schaue ich dazu zunächst einmal ins Netz, um eine zeitgemäße Definition des Begriffes zu erhalten:

Zeitkritik ist die Kritik am momentanen Zeitalter, dem aktuellen Zeitgeist. Zeitkritik hat im Unterschied zur Kulturkritik kein Geschichtsbewusstsein und wird als Teil der allgemeinen Philosophie auch in Form von Politikwissenschaft betrieben. Moderne Zeitkritik bezieht sich auf die gesamte Neuzeit, insbesondere aber auf das 20. und 21. Jahrhundert.

Hauptgruppen:
Kritik an der politischen Situation und Staatskritik (z. B. Militarismus, Faschismus oder Liberalismus).
Kritik an der ökonomischen Situation wie Wirtschaftskrisen und Arbeitslosigkeit.
ritik an der ökologischen Situation wie globale Erwärmung, Umweltschutz oder Atomenergie.
Wissenschaftskritik und naturwissenschaftliche Weltinterpretation. (z. B. Gehirnforschung) (Wikipedia.DE)

Ich fasse mal kurz zusammen. Zeitkritik beschäftigt sich also mit dem aktuellen Zeitgeist, ohne auf ein Geschichtsbewusstsein zu entwickeln und ist Teil der allgemeinen Philosophie einschließlich der Politikwissenschaft und bezieht sich auf die Neuzeit (1900 bis heute) in nahezu allen wissenschaftlich erfassbaren Bereichen.

Das ist genau genommen ein sehr weiter Zeitraum, den man meiner Ansicht nach so nicht mehr stehen lassen kann. Wir haben spätestens seit den 1980er Jahren mit der digitalen Vernetzung und der Globalisierung eine Entwicklung weltweit, die mit den Jahren vor dieser Zeit nicht mehr viel zu tun hat. Daher mein erstes Resümee: Wir sollten die letzten vierzig Jahren zu unserem Untersuchungs-Objekt machen, wenn wir Zeitkritik üben wollen.

Dann stehen in der Definition die politischen, die ökonomischen, die ökologischen und die wissenschaftlichen Interpretationen der Neuzeit zur Diskussion. Nun sind diese Felder in der Neuzeit ja leider nicht mehr getrennt aufrufbar, denn Politik, Ökonomie und Ökologie haben sich im Geist der Zeit zu einem einheitlichen Feld zusammengeschlossen und die wissenschaftliche Forschung, die in den letzten vierzig Jahren so erfolgreich war wie nie zuvor, lässt sich in solch kleinen Zeiträumen nicht zielgerichtet hinterfragen.

Dann heißt natürlich Zeitkritik auch nicht, das der Kritiker eine Lösung für die Problemstellung anbieten müsse. Seit wann ist das Usus? Kritik betreibt doch ausschließlich die Beschreibung eines Zustandes, der nicht erwünscht ist und der verändert werden sollte. Wenn von allen Kritikern gleich eine Lösung gefordert würde, gäbe es bald keine Kritiker mehr, was ebenfalls keine Verbesserung darstellen würde. Viele große Wissenschaftler waren und sind zu Kritik nicht fähig. Wir brauchen also Menschen, die Problemstellungen hervorheben ebenso notwendig wie Menschen, die diese dann bearbeiten und lösen.

Somit stellt sich hier und jetzt die Frage, wie man das Problem so angehen kann, das einerseits die Neuerungen herausgehoben werden, die die letzten vierzig Jahre ausmachen, und andererseits die Risiken beleuchtet werden, die mit diesen Neuerungen hervorgetreten sind oder hervortreten werden. Natürlich könnte ich jetzt Stichwort für Stichwort abarbeiten und genau das machen, was in der wissenschaftlichen Publizistik Gang und Gebe ist, aber hilft diese Vorgehensweise wirklich? Die Neuerungen sind doch so erheblich, das ein Übersichtsbild schon lange nicht mehr zu erfassen sein wird. Ich habe mich daher dazu entschlossen, ein anderes Verfahren zu wählen. Dazu versuche ich, die drei aktuellen Fragen unserer Zeit in Kurzform an den Anfang eines Abschnittes zu stellen und diese Frage dann tiefer schürfend und nachdenkend zu behandeln.

Was ist Corona und wie erfolgreich wurde diese Herausforderung gemeistert?

Nun denn, über die Herkunft dieser Viruserkrankung und ihres Verursachers gibt es zur Zeit immer noch zwei große Annahmen, die sich widersprechen. Da ist einerseits die Behauptung eines natürlichen Ursprungs, der somit nicht zu verhindern war (Evolution) und es gibt die Behauptung eines künstlich hergestellten Virus, der aus einem Forschungszentrum entwichen sein könnte. Weitere Behauptungen über Urheber, Absichten und Visionen entbehren zur Zeit jeglicher Beweisführung und werden von mir nicht weiter hinterfragt. Eine natürliche Herkunft wäre aus mitmenschlicher Sichtweise die einfachste und eine nicht zu vermeidende Ursache und würde als Naturgewalt gelten. Hier kann nur gefragt werden, ob und wie man solche Erscheinungen rechtzeitig erkennen könne und welche Maßnahmen getroffen werden könnten, um die Schäden in Grenzen zu halten. Anders allerdings stellen sich die Fragen, wenn ein künstlicher Ursprung zugrunde gelegt werden muss. Dann ist einerseits zu fragen, warum man in aller Welt Forschungen betreibt, die solch hohen Risiken bergen? Dann ist zu fragen, welche Absichten der Urheber mit solchen Forschungen bezweckt und warum diese Forschungen im Geheimen stattfinden. Meines Wissens sind Viren die einzige wirkliche Gefahr innerhalb der Lebensbereiche auf der Erde, die uns Menschen und unser Überleben noch gefährden können. Und die Frage stellt sich daraufhin, was mit einem gefährlichen Virus alles angerichtet werden könnte, wenn zum Beispiel nur eine bestimmte Ethnie von ihm betroffen sein würde oder nur ein Staat auf der Welt über eine wirksame Gegenmaßnahme (Medikament, Impfung) verfügen würde. Dann gehen die möglichen Antworten von der Möglichkeit einer Erpressung bis zum beabsichtigten Völkermord.

Nun haben wir unvorbereitet eine Pandemie mit einem Virus erlebt und konnten verfolgen, wie erfolgreich und wirksam Gegenmaßnahmen getroffen werden konnten. Das Bild, das dabei vor meinen Augen erscheint, ist nicht sehr schmeichelhaft. Wir haben massive Eingriffe in die Freiheitsrechte erlebt, die von Kontaktsperren bis zu Hausarresten, von Versammlungsverboten, Demonstrationsverboten gingen. Weiterhin wurden Schließungen von Läden, Gaststätten und Firmen erzwungen, wobei das bei vielen Menschen zusätzlich noch zu wirtschaftlichem Ruin (Arbeitslosigkeit, Insolvenz) geführt hat. Menschen im öffentlichen Raum wurde dabei mit wenig wirksamen Atemschutzmasken eine Vermummung aufgezwungen, es wurden Schutzimpfungen auferlegt und das gesamte Arbeitsumfeld wurde gemaßregelt, was in der Summe eine Spaltung der Gesamtbevölkerung bewirkte, einerseits in die Befürworter, andererseits in die Kritiker der Maßnahmen. Diese Spaltung wirkt bis heute ist ist noch lange nicht überwunden.

Was ist daher heute zu konstatieren, wenn wir uns mögliche Virenpandemien anschauen? Wir sind nach wie vor unvorbereitet. Wir sind weiterhin zwischenmenschlich nicht in der Lage, eine sinnvolle Reglementierung von Maßnahmen diesbezüglich durchzuführen und wir kämpfen noch immer mit dem Egoismus, den uns die Evolution mit auf den Lebensweg gegeben hat. Die Fähigkeiten, ein Gesamtbild einer Notsituation zu erzeugen ist nur in einem kleinen Teil der Bevölkerung anzutreffen. Wir leben sozial gesehen überwiegend immer noch in Horden. Das alles ist keine gute Grundlage für ein zielgerichtetes Vorgehen in lebensbedrohenden Situationen.

Und dann sind da noch die Vorgehensweisen zu besprechen, die anzuwenden sind, wenn eine Pandemie überstanden wurde. Müssen all die Maßnahmen, die zur Bekämpfung der Pandemie eingeführt wurden, nicht auch wieder zurückgenommen werden? Muss also nicht der Vor-Pandemie-Zustand wieder hergestellt werden? Bisher wurden die betreffenden Gesetze noch nicht außer Kraft gesetzt, sondern nur herabgestuft. Und auch die negativen Begleiterscheinungen (Fake-News-Agenturen, Verfolgung von Andersdenkenden, Ausgrenzungen) konnten doch noch lange nicht nicht zurückgefahren werden. Dazu wäre eine medienwirksame Aufklärung notwendig, die nicht einmal im Ansatz erfolgt, im Gegenteil, die Begleiterscheinungen der Notfallmaßnahmen werden institutionalisiert.

Wenn Philosophie bereits im Ansatz scheitert…

über Hohe Luft 4/2022: Reden über den Krieg

Der nachfolgende Artikel beschäftigt sich mit dem unter der Überschrift genannten Artikel, der sich über Begriffe und deren Auslegung durch die Redaktion eines Philosophie-Magazins mit dem Thema Krieg beschäftigt. Der Artikel selbst soll wohl auf die ihm im Heft folgenden Artikel hinarbeiten und erklärt Begriffe, die dort Verwendung finden. Damit aber jeder sich nicht eigene Gedanken machen muss, werden diese Begriffe schon mal vorsorglich uminterpretiert, damit da ja nichts schief geht. Schief wäre es dann, wenn Putin mal nicht als der allein Schuldige dasteht. Er zeigt ein sehr eigenartiges Bild, das immerzu Putin im Mittelpunkt seiner Beschreibungen sieht, mal als Rattenjäger, Geheimdienstgewächs, mal als vom Wahnsinn befallen, als Aggressor, mal als verrückt, mal als kalt-rational. Das ganze Geschreibsel ist ein Musterbeispiel für Verwirrung der allerschlechtesten Art, hat Stammtischniveau und ist einem Philosophie-Magazin unwürdig. Mit Philosophie hat das nichts, gar nichts zu tun, mit Wahrheit auch nicht, auch nicht mit Wahrhaftigkeit und auch nicht mit Vernunft. Es ist ein „dumpf herum-babbelndes“ Geschreibsel der übelsten Stammtisch-Sorte.

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Ein „Dankeschön“ an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in D

Seit Wochen schon tobt im Osten Europas ein Krieg, der, als Bürgerkrieg vor Jahren schon eröffnet, mittlerweile Weltformat angenommen hat. Wie schon zuvor geäußert, habe ich hierbei nicht vor Partei zu ergreifen und mich weder der Nato-Fraktion noch der Russland-Fraktion anzuschließen. Allerdings vermisse ich in unseren Medien eine ausgewogene und richtungsfreie Berichterstattung, da ich mehr und mehr bemerken muss, das nur noch ukrainische, amerikanische und EU-Sichtweisen ausgestrahlt und artikuliert werden. Und mit dem Wahrheitsgehalt scheint es auch niemand mehr so genau zu nehmen.

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Freund-Feind-Denken hat Konjunktur

Obwohl in immer mehr wissenschaftliche Disziplinen die grundsätzliche Dualismus-Idee der Gegensätze 1, in Frage gestellt wird, stellt sich im gesamt-gesellschaftlichen Kontext immer mehr heraus, das in Gegensätzen zu Denken zur Zeit eine unbeschreibliche Hochkonjunktur besitzt. Es ist so einfach, die Welt in Gut oder schlecht, in Freund oder Feind oder Verursacher (Täter) oder Opfer einzuteilen. Und häufig sind „natürlich“ immer die eigenen Interessen oder Sichtweisen die, die gut genannt und somit positiv betrachtet und die der Andersdenkenden als schlecht und negativ gesehen werden.

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  1. Körper-Geist (Medizin, Psychologie), Rechts-Links (Politik), Ursache-Wirkung-Prinzip (Neuroimmunologie) , gut-schlecht (Entscheidungen) ↩