Das Titelbild ist die Abbildung der Erde aus einer Mollweide-Projektion (https://geocanvas.app/en/mollweide). Diese zeigt die Landmassen unserer Welt im richtigen Maßstab bezüglich Größe und Lage an. Die hier gewählte Einstellung setzt Europa in den Mittelpunkt der Karte. Bemerkenswert ist, das vor der Entwicklung dieser Projektion der europäische Kontinent in nahezu allen Karten immer deutlich zu groß dargestellt wurde. Das hat aber scheinbar bisher niemand so richtig interessiert.
Es geht mir in dem folgenden Artikel um das Grundsätzliche, das nahezu alle Bereiche des Lebens auf unserer Welt trägt. Und wir sind uns doch wohl einig, das neben den Religionen die Wissenschaften dabei eine bedeutende Rolle spielen. Hier ist aber, wie ich finde, noch sehr viel im Argen.
Kategoriearchiv: Sinnlose Fragen
Verworren, Abgeflaut, Zukunftsohnmächtig, Lebensgefährlich
Sie haben die Überschrift gelesen, die sich in vier Worten artikuliert? So sehe ich im Moment (14.04.2026) die Weltlage sowohl in geopolitischer, politischer, weltwirtschaftlicher, wirtschaftlicher, post-kultureller, post-demokratischer und auch neo-philosophischer Sichtweisen. Ich folge in der Formulierung den mittlerweile Deutschland-weiten und gerne gepflegten Gewohnheiten der „Neo“-Umdeutungen, der „Un“-Verneinungen und der „Post“-Deklarierungen. Diese in meiner Ansicht nur „Unworte“ zu nennenden Sprachverwirrungen, die ja so in Mode zu sein scheinen, sind meiner Ansicht nach nur dazu da, die seltsamen und logisch unsinnigen bzw. falschen Schlussfolgerungen, die wir aus Krisen und bisher ungewohnten Entwicklungen in der Welt und innerhalb der Nationen beobachten können, zu verschleiern.
Verworren, Abgeflaut, Zukunftsohnmächtig, Lebensgefährlich weiterlesenAktuelles aus der Qualitätspresse
Wenn wir heute auch nur oberflächlich die Zeitungen lesen, werden wir ganz bestimmt mit nachfolgenden Aussagen konfrontiert: Wir werden von Russland aus einer militärischen Bedrohung ausgesetzt, auf die wir reagieren müssen. Wir werden die aktiven Streitkräfte mittels des Wehrdienstes um 80.000 Männer und Frauen auf 260.000 erhöhen, wobei die Bundeswehr dann mit Reservisten insgesamt 460.000 Kämpfer haben wird. Der 2plus4-Vertrag erlaubt der Bundeswehr eine Truppenstärke von 370.000 Männern und Frauen. Wir werden jährlich die Ukraine mit 9 Mrd. Euro unterstützen. Deutschland müsse aufrüsten und wieder kriegstüchtig werden. Der Sozialstaat, den wir heute haben, ist mit dem, was wir volkswirtschaftlich leisten, nicht mehr finanzierbar. Diejenigen, die für 530 Euro im Monat arbeiten, denen muss man mal die Frage stellen: Warum könnt ihr nicht auch für 2200 Euro arbeiten? Der Bundeshaushalt wird mehr als deutlich zusammengestrichen. Wir müssen sparen, so der Finanzminister. Die Bundesregierung möchte Soldaten zu Absicherung einer Friedenslösung in die Ukraine schicken. Sie müsse Verantwortung tragen. Die deutsche Wirtschaft schrumpft weiter. Das bisher Beschlossene (?) reiche nicht. Wichtig wären weitere Strukturreformen. Ich (DIW-Chef) fordere von den Rentnern ein soziales Jahr.
Aktuelles aus der Qualitätspresse weiterlesenHass, Krieg und andere Dummheiten
Seit Generationen scheint es in der westlich geprägten Welt üblich zu sein, an einmal getroffenen Entscheidungen, Prinzipien und Regelungen festzuhalten und sich von jeglicher Überprüfung fernzuhalten. Diese Beobachtung umfasst nahezu alle Bereiche der Wissenschaften einschließlich der politischen und soziologischen Fachbereiche und behindert meiner Ansicht nach sowohl die evolutionäre als als auch die geistigen Entwicklungsmöglichkeiten der Menschheit in einer unverantwortlichen Weise. Die Menschen weltweit haben in nahezu allen Kulturen über Jahrhunderte Hass- und Rachephantasien gepflegt, konnten die Wirkungen und folglich auch die Ursachen dieser Denkweisen hunderte Male beobachten und kommen doch immer wieder auf diese unmenschlichen Denkweisen zurück.
Wir können beobachten, das nahezu alle wissenschaftlichen Entdeckungen aller Zeiten bevorzugt dazu genutzt wurden, kriegerische Auseinandersetzungen immer mehr zu pervertieren. Das ging vom Messer, das wieder eine Hochkonjunktur zu erleben scheint, über andere Schneidwerkzeuge, mit denen man morden kann, zu brennbaren Flüssigkeiten, weiter zum Sprengstoff, schreitet fort zur Kernspaltung, zur Informationstechnologie und macht selbst vor medizinischen Fortschritten nicht halt. Ich frage mich, warum und aus welcher Fehlentwicklung des Geistes heraus diese Missgriffe immer weiter verfeinert und perfidiert (perfide machen) werden. Meist sprechen wir von Habgier, Machtphantasien und psychopathischen Störungen als Ursache, aber auch der Überlebenswille, der Selbsterhaltungstrieb und die Sorge um die Zukunft ist im Gespräch. Und gerade heute in Westeuropa, 85 Jahre nach der letzten Kriegskatastrophe, scheint eine Neuauflage der perfiden Denkweisen sich wie ein Virus auszubreiten. Allerdings bin ich der Überzeugung, das die üblich genannten Ursachen zwar wirksam, aber nicht entscheidend sind. Ich persönlich halte die Dummheit und Beschränktheit weiter Teile der Bevölkerungen und ihrer Sprecher einschließlich der Geschichtenerzähler ihrer Kulturen für maßgeblicher.
Während die Beschränktheit bewusst von machtbesessenen Eliten herbeigeführt werden kann, indem man propagandistische Methoden verwendet oder Halbwahrheiten verbreitet, ist die Dummheit 1 auf diese Weise nicht zu erklären. Jedem denkenden Menschen sollte klar sein, das ein Verkäufer jeder Couleur, und zu diesen gehören nicht nur die für Gebrauchtwagen oder Versicherungen, sondern auch die in Politik und den Meinungsbildungsinstituten, den Käufern das Blaue vom Himmel herunter erzählen, um ihre Ware loszuwerden. Zur Zeit sind es wieder einmal uralte Ressentiments und verunglimpfende Halbwahrheiten in den Erzählungen (Narrativen), die einen überaus breiten Raum einnehmen. Zu nennen wären der Hass auf alles Russische, zu nennen wäre der Glaube an die Freunde USA und Israel für alle Westeuropäer, der fast an Wahnsinn grenzt, zu nennen wäre der erneut keimende Glaube, das Probleme zwischen Staaten durch Krieg und Kapitulationen zu lösen wären und natürlich wäre da noch die Absicht zu nennen, das diese alten Konzepte jeglicher Art zu anderen Ergebnissen führen könnten als bisher.
Viele werden sich an dem von mir verwendeten Begriff Dummheit stören, aber leider kann ich ihn nicht wirklich ersetzen. Denn, um einerseits mit Einstein zu kollaborieren, „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber beim Universum bin ich mir noch nicht sicher.“, möchte ich andererseits auch noch Konfuzius hinzufügen, der meinte: „Dummheit ist nicht, wenig zu wissen oder nur wenig wissen zu wollen, Dummheit ist der Glaube, genug zu wissen.“ Bei der letzten Feststellung von Konfuzius macht sich meine Diagnose fest. Viele Jahrhunderte lang waren die Menschen europäischer Prägung leider nur führend in der Kunst, Kriege zu führen. Alle anderen Sparten des menschlichen Geistes überließen sie gerne den Kulturen, die sie gerne als „sich in Entwicklung befindend“ betrachteten. Die geistigen Hochkulturen dieser Zeit befanden sich in Indien und China, die Medizinischen waren im Orient beheimatet, und Europa schaffte es ja noch nicht einmal, die grundlegenden Schriften seiner Kultur zu erhalten. Das meiste von dem, was heute erhalten ist, von Aristoteles über Platon bis Plotin usw., die zusammen genommen unsere Kulturbasis darstellen, wurden von Arabien erhalten und kamen erst von dort zu uns zurück. Ich finde daher, etwas mehr Demut wäre auf der Seite des sogenannten Westens durchaus angebracht.
Nehmen wir als belegbares Beispiel nur einmal die Kriege des 20. Jahrhunderts. Was haben diese Kriege wirklich eingebracht? Beide Weltkriege haben Europa bis auf die Grundmauern zerstört, und die sich ableitenden Feindschaften aus dem Ersten Weltkrieg, Deutschland/Frankreich, Deutschland/England, Japan/USA haben innerhalb weniger weiterer Jahre zu einen weitaus größeren Kriegsbrand, dem Zweiten Weltkrieg geführt. Wollen wir diese Konzepte, die von Neid über Habgier, weiter von Ressentiments zu Hass und folgend von Hass zu Krieg gehen, immer weiter verfolgen? Ich denke, wir sollte aufhören damit. Der neueste Brand ist der zwischen Israel/USA und dem Iran. Glaubt wirklich irgend jemand, das so die Probleme gelöst werden können, die in dieser Region seit Jahrzehnten schwelen? Wenn es Israel gelingt, den Iran zu unterwerfen, werden andere muslimische Völker den Konflikt aufrechterhalten, wird das überlebende Volk Irans über JH hinweg Rache fordern und weder die USA noch Europa werden daran etwas ändern können. Was hier abläuft ist alter Wahnsinn, alte Überheblichkeit in neuen Gewändern. Und der ältere Krieg im Kernland Europas, der mindestens schon zweimal hätte vermieden bzw. beendet werden können, wurden durch alte Konzepte und Vorurteile, in diesem Fall von der Glaube an die Instabilität und Schwäche Russlands, was sich ja mehr und mehr ins Gegenteil verkehrt, perfide verhindert. Dieser Krieg im Osten ist weiterhin die Ursache für eine umfassende Wirtschaftskrise im gesamten Westen. Hat irgendein Entscheidungsträger aus diesen mittlerweile belegbaren Tatsachen die Konsequenz gezogen und beginnt, über andere Konzepte als Angriff und Sanktionen nachzudenken? Nein, keiner davon, im Gegenteil, sie verfolgen die Konzepte weiter bis zum Totalausfall. Das ist Dummheit in höchster Potenz. Und Dummheit ist es auch, die Vertreter dieser alten Konzepte immer wieder in Entscheidungspositionen zu heben. Was diese Leute heute hier und da absondern, ist schon nicht mal mehr zum Fremdschämen geeignet. Ob Außenministerinnen einer Atommacht den Krieg erklären, ob Europa im Hindukusch verteidigt wird, ob die Ukraine unter keinen Umständen verlieren darf oder ob Israel für uns in Europa die Drecksarbeit macht, von den Stammtischen möchte ich mich bewusst fernhalten, all diese Absonderungen sind an Dummheit nicht zu überbieten. Und die Wähler, die unter 35 Parteien hätten wählen können und doch wieder nur bei den Dreien hängen blieben, die noch jeden Karren tiefer in den Sumpf geschoben haben, als er vor der Wahl schon war, kann ich auch nur zurufen: „Dumm ist, wer Dummen folgt und Dumme regieren lässt.“ Es ist … Ich kann es nicht mehr beschreiben, ohne unsere tierischen Mitbewohner über Gebühr und zu Unrecht zu beleidigen. Die nachfolgenden Zitate aus dem Netz mögen den Begriff Dummheit trotzdem etwas eingrenzen.
André Glucksmann 2 hatte diese einzigartige Form der Dummheit bereits vorausgesehen: „In ihrer höchsten Aktualität erweist sich die Dummheit als die einzig mögliche Ursache für einen Dritten Weltkrieg. Was sonst könnte die atomaren Gegner dazu verführen, aufeinander loszugehen, da die verhängnisvollen Folgen allen gut bekannt sind?“
Die 5 Gesetze menschlicher Dummheit 3
Beispiele für die Dummheit der Menschen gibt es zuhauf. Als der italienische Wirtschaftshistoriker Carlo M. Cipolla die menschliche Natur und dummes Verhalten untersuchte, erkannte er einige Regelmäßigkeiten und formulierte sie als die „5 Gesetze der menschlichen Dummheit“:
1. Jeder unterschätzt die Anzahl dummer Menschen. Es gibt mehr dumme Menschen, als wir meinen. Das liegt das daran, dass wir uns von Aussehen, Status, Prominenz oder Reichtum blenden lassen.
2. Dummheit ist unabhängig von Bildung oder Status. Dummheit kommt in allen sozialen Schichten vor. Sie ist unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Bildung. Selbst Gebildete tragen dumme Charaktereigenschaften in sich oder treffen dumme Entscheidungen.
3. Dumme Menschen schaden anderen und sich selbst. Das Hauptmerkmal dummer Menschen ist, dass sie anderen Schaden zufügen, ohne selbst davon zu profitieren. Ihr Leben gleicht einer Abfolge des Stolperns und freien Falls, bei dem Sie andere mit in den Abgrund reißen.
4. Dumme Menschen sind gefährlicher als Kriminelle. Kriminelle handeln aus egoistischer Berechnung. Dumme Menschen sind völlig unberechenbar und haben keinen Plan. Das macht sie noch gefährlicher und unvorhersehbar.
5. Viele unterschätzen die Gefahr durch Dumme. Wer die Dummheit der Menschen ignoriert, begeht einen schweren Fehler. Zwar kann man sich die Dummheit anderer zunutze machen. Langfristig aber wird das erratische Verhalten dummer Menschen mehr schaden anrichten und kann sogar Gesellschaften destabilisieren.
Gehen wir weiter und schauen uns an, wie sich die allgemein verbreitete Dummheit und die oft zu beobachtenden Hemmnisse, neues Wissen aus den Wissenschaft einer zumindest ansehnlichen Teilmenge der Bevölkerung zu vermitteln, auswirken, kann einem schon Angst und Bange werden. Sie brauchen nur Einkaufen zu gehen und sich anzuschauen, wie groß sich dort die mathematischen Fähigkeiten der Mitmenschen anpreisen. Die Geldrückgabe zu errechnen, ohne elektronische Geräte zu verwenden, ist nahezu ausgestorben. Versuchen Sie einmal, einen ausgewiesenen Rechnungsbetrag um 3% verringern zu lassen oder fragen Sie einmal, wie viel Waschpulver in einem Flüssigprodukt enthalten ist, das 23% desselben in Trockenform ausweist und welche Variante des Waschmittels dann preiswerter ist. Sie werden ihr helles Wunder erleben. Und da sprechen wir über Grundrechenarten und die einfache Prozentrechnung. Schon beim Zinseszins wird es happig, beim Verständnis von relativen Zahlenwerten oder gar Potenzen wird es dann aber schon unwirklich. Trotzdem werden in der gesamten Presse die Ergebnisse beliebiger Studien, die ja auf statistischen Rechenmethoden 4 beruhen und von irgendjemanden in Auftrag gegeben wurden, groß und breit der Bevölkerung übergegossen. Nur sehr wenige verstehen diese Aussagen oder können gar über mitgelieferte Tabellen die sachgerechte Verwendung der Zahlenwerte auch nur ansatzweise überprüfen. Die Ersteller gehen scheinbar davon aus, das ihre Veröffentlichungen einfach ungeprüft geglaubt werden und versuchen auf diese Weise immer mehr, ihre Waren an den Käufer zu bringen, egal, ob es sich dabei um Wahlversprechen, Expertenmeinungen, Gebrauchsprodukte, Gesundheitsversprechen, Meinungen oder wissenschaftliche Erkenntnisse handelt. Sie nennen das Neudeutsch Public Relations, und auf diesen Ausgüssen beruht nahezu unsere gesamte Wirtschafts- und Glaubenskultur. Sie umfasst auch die Bereiche Politik und Verwaltung. Ich nenne das zusammengefasst einfach nur Werbung, und belege diesen Begriff mit einer Wahrscheinlichkeit von 70% als die willentliche Verbreitung von Lügen. Das bedeutet, einfach ausgedrückt: Es relativ egal, ob es sich dabei um Wahlversprechen, die Reparaturfreundlichkeit eines Gerätes, den Kraftstoffverbrauch eines Kfz, die Langlebigkeit von Industrieprodukten, die Haltbarkeit derselben, die Gewinnchancen von Lotterien oder die Wirkung von Statusprodukten handelt, es wird überall gelogen, das sich die Balken biegen.
- Dummheit bezeichnet einen Mangel an Intelligenz oder eine daraus resultierende törichte Handlung. In Wanders Deutschem Sprichwörter-Lexikon von 1866 wird eine weitere Dimension der Dummheit hervorgehoben: In der sehr umfangreichen Sammlung von Sprichwörtern zu dem Thema wird deutlich, dass es auch die Dummen gibt, die sich hindurch mogeln und damit weit kommen. Wikipedia (DE) ↩
- https://science.orf.at/v2/stories/2795167/ ↩
- https://karrierebibel.de/dummheit/ ↩
- Statistik „ist die Lehre von Methoden zum Umgang mit quantitativen Informationen“. Sie ist eine Möglichkeit, „eine systematische Verbindung zwischen Erfahrung und Theorie herzustellen“. Unter Statistik versteht man die Zusammenfassung bestimmter Methoden zur Analyse empirischer Daten. Wikipedia (DE) ↩
Die Weltordnung als Spiel
Manchmal spielt das Leben und die darin enthaltene Alltagskonfiguration einem Menschen wie mir keine Streiche, sondern scheint durch Situations-gegebene Anforderungen auf längst abgehakte und vergessen geglaubte Wahrheiten hinzuweisen. Was war geschehen? Durch eine Catarakt-Operation durfte ich eine gewisse Zeit lang nicht ausdauernd lesen, und so kam mir in den Sinn, meine alten Hörbücher durchzusehen und mir daraus etwas Beschäftigung zu generieren. Was mir schon bald in die Hände fiel, war Watzlawicks „Anleitung zum Unglücklichsein“. Ja, dachte ich, das könnte ich mir nochmal anhören, weil: Gelesen hatte ich es schon zwei Mal, aber nur gehört hatte ich das noch nie. Ich warf also meinen alten Rechner – Die neueren können das Format von 2000 nicht mehr abspielen – an und machte es mir bequem. Es entzückt mich immer wieder, wenn ich durch ein gutes Buch hier und da auf Denkfehler hingewiesen werde. Dieses Buch beschreibt unendlich viele Denkfehler durch die Aufdeckung des Prinzips, dem der Fehler unterliegt, denn nahezu jeder Absatz scheint direkt und sehr klar auf genau das hinzuweisen, was alltäglich in Gedanken, in Nachrichten, Magazinen und Gesprächen wahrgenommen werden kann. Ich würde daher schon jetzt dafür werben wollen, das dieses Buch nicht nur eine größere Reichweite bekommen, sondern Pflichtlektüre für jeden Amtsträger sein sollte, der Entscheidungen in gesellschaftsrelevanten Themen treffen muss.
Wir haben ja gerade eine außergewöhnliche politische Situation. Das muss nicht im Detail genau beschrieben werden, einige Stichworte müssen daher genügen. Mit Donald Trump und seiner Politik verliert unsere heißgeliebte europäische Kultur ihren großen Freund und Beschützer namens USA, also das Land, das unsere Sprache, unsere Musik, unser Denken, unsere Gesellschaftsordnung und unseren Blick auf die Welt in 70 Jahren so maßgebend geprägt hat. Und dabei fällt uns gerade voller Erstaunen auf, das wir ohne diesen großen Freund ja vollkommen schutzlos, vollkommen verloren und ausgeliefert sind. Außerdem bricht uns mit ihm ein großes Vorbild weg, dem wir drei Generationen lang ohne Einschränkung nachgeeifert haben. Wir müssen weiter feststellen, das große Freunde auch schnell zu großen Feinden werden können, wenn sie, wie es gerade geschieht, ihre politische Agenda grundlegend verändern und wir das in unserer wirklichkeitsfremden Bewunderung niemals auch nur im Ansatz bemerken wollen. Der große Freund nämlich scheint bemerkt zu haben, das die Restwelt außerhalb der blühenden Gärten Europas und Nordamerikas, also der „Dschungel“, durch Internet und nicht zu übersehender Habgier sprich „Auslagerung der Produktionen in Billiglohnländer“ nicht nur ihre Arbeitskräfte beschäftigten, sondern sich auch das ganze „Gewusst Wie“ angeeignet haben, das den Länder des Westens über Jahrzehnte hinweg ihre Vormachtstellung gesichert hat(te). Sie produzieren heute nicht mehr nur, sondern sie kopieren, entwickeln weiter, forschen und etablieren neue Techniken und Innovationen deutlich schneller und wirksamer als die Alte Welt. Schauen sie nach China, das ist heute ein Hochtechnologieland mit riesigen Ressourcen, unendlichen Arbeitskräften und einer alles übersteigenden Wirtschaftskraft. Schauen sie nach Indien, ein Land, das in Sachen EDV weltweit Dienstleistungen anbietet und mittlerweile eigene Fluggeräte erfolgreich zum Mond schickt. Schauen sie nach Russland, ein Land, das nach dem Zweiten Weltkrieg am Boden lag und heute sich in Sachen Technologie mit jedem Staat der Welt messen kann. Das Land hat riesige Ressourcen an Bodenschätzen, gebietet über die größte Landmasse der Welt, ist führend in der Raumfahrt und der Militärtechnik und wird nicht umsonst als Supermacht angesehen, in Augenhöhe mit China und den USA, obwohl es nur 180 Mio. Menschen beheimatet. Ach ja, werden sie sagen, das wissen wir alles, aber wo ist denn Europa, wo ist Deutschland in dieser Aufzählung? Ja genau, darüber möchte ich nachfolgend einige Worte verlieren, denn mit der Augenhöhe von drei Supermächten (USA, Russland, China) und erfolgreich sich entwickelnden Staaten in der sogenannten „Dritten Welt“ entfällt der große Vorteil Europas, im Schutz der einzig ernstzunehmenden Weltmacht vergangener Tage dem Rest der Welt diktieren zu können, wie sie sich verhalten müssen, um die Hilfe des Alten Kontinents zu erhalten.
Das Erfolgskonzept Europas war/ist Jahrzehnte lang klar und eindeutig: Im Schutz der Supermacht USA konnte es sich in nahezu der ganzen restlichen Welt bedienen, um Bodenschätze und Dienstleistungen abzugreifen und sich teilweise sogar noch als Schutzmacht aufzuspielen. Europa hat nahezu mit jedem Land der Welt Handelsverträge, die meist nur die Oberschichten dieser Länder bedienen und stets zu Lasten der breiten Bevölkerungen gehen. Unsere Exporte zerstör(t)en die Einkünfte der dort ansässigen Agrarwirtschaften, unsere Firmen plünder(te)n die dort vorkommenden Bodenschätze zu Billigstpreisen, unsere Firmen lassen dort billig produzieren, unsere Militärtechnik bedien(t)en jede Armee einschließlich beliebig vieler Milizen und unsere Touristen besetz(t)en jeden schönen Ort des exotischen Landes. Das alles hat Europa reich gemacht nach dem Zweiten Weltkrieg. Weiterhin besaß Europa eine hoch gebildete Bevölkerung, einen Kontinent, der weitestgehend von Umweltkatastrophen verschont blieb und ein angenehmes Klima vorhielt. Solch abgehobenen Sonderstellungen allerdings bringen stets die gleichen Gefahren mit: Die Menschen glauben auf der höchsten Stufe angekommen zu sein, fahren ihre Bemühungen herunter, richten es sich gemütlich ein und verpassen so tief schlafend den Anschluss, denn: Die Anderen wollen auch nach oben, mühen sich und bekommen mehr und mehr Fahrt, die sie irgendwann in die Lage versetzen, an den Schläfern vorbeizuziehen. Das ist China gelungen, Russland gelungen, Indien gelungen, einigen arabischen Ländern gelungen und viele stehen noch in der langen Schlange. Mir scheint, niemand im sogenannten Westen ist das jemals aufgefallen, und plötzlich, scheinbar aus dem Nichts, erscheint alles anders. Die Afrikaner wollen uns Europäer nicht mehr, auch in Südasien und Lateinamerika sind wir nicht mehr beliebt, selbst die angelsächsischen Länder haben uns ebenfalls mehr als satt und diplomatisch stehen wir mittlerweile nahe der Abstiegszone.
Man kann sich einfach nur noch wundern…
Nun ist es als passiert, was unter keinen Umständen passieren sollte: Donald Trump wird erneut Präsident unser geliebten Führungsmacht und wird wohl die ganze politische Ausrichtung Richtung unbekannt verändern. Und wenn jemand glaubt, das wird genauso unproblematisch wie letztes Mal über die Bühne gehen, als Trump unerwartet gewann, irrt gewaltig. Denn jetzt hat Trump und seine Republikaner auch die Mehrheit des Senats und des Repräsentantenhaus auf ihrer Seite. Wir würden das, was die USA jetzt gewählt haben, als einen Erdrutschsieg bezeichnen. Nun wäre das alles ja nicht so tragisch, hätten unsere politischen und medialen Spitzenkräfte sich nicht so arrogant und realitätsfremd verhalten. Wer sich umfassender informiert hat in den letzten Wochen, wird vom Wahlergebnis nicht überrascht sein, denn alle Spatzen mit Ausnahme des Mainstreams (Meinungsrinne der selbsternannten Qualitätsmedien) pfiffen das schon wochenlang von allen Dächern.
Aber das scheint ja noch nicht alles zu sein, was in West-Europa so an Fehleinschätzungen auf der Tagesordnung und in den Nachrichten steht. Ich weiß ehrlich gar nicht so recht, wo ich da anfangen soll. Gehen wir das mal stichwortartig durch.
Der Krieg in der Ukraine wird wohl schon bald entschieden sein, und zwar auf dem Schlachtfeld. Zur Zeit gelingt es der russischen Armee immer besser und schneller, was niemand hier wohl so auch nur im Mindesten mal gedacht hatte: Sie geht in riesigen Schritten voran, verzeichnet Geländegewinne und besetzt immer größere Teile der russisch bewohnten Gebiete der Ukraine. Dem Westen fehlt es bei der Unterstützung der Ukraine nahezu an allem, was notwendig wäre, um Russland aufzuhalten. Es fehlt an Geld, es fehlen wirksame Waffen, es gibt keine Munition mehr für die noch vorhandenen Waffen. Und nach eigenen Aussagen werden die USA mit Trump als Unterstützer wohl ausfallen. Nun zeichnet sich das doch schon seit Wochen sehr klar ab. Ich weiß nicht, in welchen Wolkenkuckucksheim unsere Medien und Politdarsteller ihren Herbstschlaf verbringen, aber außer einem Ex-Bild-Redakteur scheint das niemand sonst vom Mainstream mitbekommen zu haben. Also meiner Ansicht nach kann die Ukraine nicht mehr gewinnen. Das wird also für den Westen nach Afghanistan, Syrien, Libyen, Mali der nächste verlorene Krieg, bei denen Unmengen Ressourcen und Geld verschwendet wurden und das Gegenteil von dem eintritt, was wohl als ganz selbstverständlich angenommen wurde. Wie sagten unsere super-intelligenten Politiker noch vor zwei Jahren: Russland soll geschwächt werden, an die Grenzen seiner Wirtschaft geführt und so dauerhaft ausgeblutet werden, das die Menschen dort aufbegehren und erneut einen Politikwechsel nach dem Muster des Kalten Krieges einleiten. Das Problem, das hier im Westen niemand sah, zumal der Präsident dort heute Putin heißt und nicht mehr Gorbatschow, ist doch, das man in Russland nicht vergessen hat, was Jelzin und Gorbatschow in Russland mit westlicher Hilfe angerichtet haben. Dahin will niemand zurück. Unsere Vorstellung in Sachen Freiheit (nur für die wohlhabenden Bevölkerungsschichten) wird in Russland nicht geteilt. Das Land ist heute ein moderner Staat mit einer mächtigen Armee, einer leistungsfähigen Wirtschaft und einem Staatsapparat, dem seine Bürger wichtig sind. Das kann sich im westlichen Europa/USA wohl noch immer kein Politiker vorstellen.
Den Krieg Israel/Palästina/Libanon/Iran möchte ich ehrlich gesagt nicht kommentieren. Die Gründe für den Krieg liegen tief verschüttet in der Vergangenheit. Frieden wird es erst geben, wenn die traditionellen Feindschaften, die Blutrache-Ambitionen und die Religions-gesteuerten Antipathien der Staaten dort aufgegeben werden. Das wir in Deutschland den Juden gegenüber zu einer toleranteren Haltung verpflichtet sind, heißt in meinem Verständnis trotzdem nicht, das wir der Regierung Israels und ihren militärischen Abenteuern immer nur zustimmend gegenüber stehen müssen. Auch der Staat Israel ist Mitglied der UN und hat sich daher verpflichtet, sich aus anderen Ländern und deren Verwaltungen herauszuhalten. Das macht aber dieser Staat gegenüber Palästina, Syrien, Libanon und Iran schon seit Jahrzehnten ohne gerügt zu werden. Ich denke, wir sollten uns aus Kriegen in der Levante heraushalten und keine einseitigen Positionen unterstützen. Dort kann kein Fremder irgendetwas bewirken. Das gilt auch für die Lieferungen von Waffen und Munition.
Ich würde keinen Krieg, egal wer irgendwo gegen irgendwen kämpft, unterstützen: Meine Einstellung dazu kann so beschrieben werden: Angemessene Selbstverteidigung: ja; Angriffe auf fremdes Staatsgebiet: nein! Das mag man gerne als Träumerei ansehen, aber so werde ich es auch in Zukunft halten. Krieg ist immer eine scheußliche Angelegenheit, denn: Es trifft immer nur die einfachen Menschen und selten die Treiber und Förderer der Kriegsspiele.
Trump wird sich wohl in seiner Präsidentschaft mehr um das Wohlergehen seiner Wirtschaft als um Unterstützung seiner Verbündeten bemühen. Für alle Exportnationen brechen daher wohl im amerikanischen Markt bald schwierige Zeiten an. Wie weit Europa davon betroffen sein wird, ist bisher zumindest unklar. Nun ist Trump ja nicht dafür bekannt, besonders großzügig und vergesslich zu sein. Das ganz Europa ihn als eine „schwerwiegende Belastung“, um das mal vorsichtig zu formulieren, ansieht und gesehen hat, wird ihm wohl in sehr guter Erinnerung bleiben. Ich weiß nicht, welche Gefühle unsere Regierungschefs und Außenminister bei ihren Antrittsbesuch in Washington beim „Häuptling“ begleiten werden. Ich will mir das auch gar nicht vorstellen. Der Händedruck Macron/Trump bei den letzten Malen spricht da wohl Bände.
Das Verhältnis Europa/China ist auch nicht gerade unbelastet, auch wenn das chinesische Politiker nicht so offen aussprechen. Allein der Empfang westlicher Politiker in Peking sagt viel darüber aus. Wenn ein ausländischer Diplomat in Peking nicht von Regierungsvertretern der gleichen Ebene empfangen wird, ist das für chinesische Verhältnisse schon eine sehr unfreundliche Geste. Jetzt kommt wohl noch hinzu, das die USA unter Trump sich wohl mehr an China als wie bisher an Russland abarbeiten werden. Auch diese zu erwartenden Auseinandersetzungen werden die Märkte in aller Welt wahrscheinlich nicht wenig belasten. Die zusätzlichen Zölle der EU auf E-Auto aus China werden nach chinesischen Aussagen auch nicht unbeantwortet bleiben. Hier wird Europa noch mit Schwierigkeiten zu rechnen haben. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie diese Entscheidung zustande kam, ist doch sowohl Europa als auch die USA gerade auf dem Markt für Akkus und deren Bestandteile noch lange von China abhängig. Reicht es nicht, ungewisse Beziehungen zu den USA und Russland zu haben. Muss die EU sich jetzt auch noch mit China anlegen? Ist das jetzt ungeschickt zu nennen oder sollte man da doch eher stärkere Worte finden.
Ein Verhältnis Russland/Europa ist zur Zeit wohl als nicht vorhanden anzusehen, denn in Moskau wird man wohl nicht so schnell vergessen, wer die Ukraine im Krieg mit Russland ausgerüstet hat. Aber Russland ist der einzige Staat, der uns ausreichend und günstig mit Energie versorgen kann. Ich sehe da für die nächsten Jahrzehnte keine Veränderung am Horizont. Auch ist die Verteufelung des russischen Präsidenten da sicherlich ein Hemmschuh, der die notwendige Annäherung nicht leichter werden lässt. Wenn selbst Diplomaten nicht mehr miteinander reden können, ist ein Bruch schon sehr ausgeprägt. Ist es nicht auffällig, das nach offiziellen Angaben Putin wohl mit Trump reden wird, aber das Angebot von Scholz sinngemäß mit „Da gäbe es nichts zu besprechen“ nicht einmal in Betracht gezogen wurde? Die Freundschaft zu Deutschland war Putin mal wichtig. Das ihn Merkel über die Minsk-Vereinbarungen angelogen und vorgeführt hat, wird er uns so schnell nicht vergeben. Und Baerbocks Reisen in die Ukraine samt ihren Äußerungen zu Russland verschärfen das immer weiter. Da ist für Jahre und Jahrzehnte Hopfen und Malz verloren. Auch das ist mit „Dummheit“ nicht ausreichend einzuordnen. Es bleibt ein Schaden für Generationen.
Fassen wir mal zusammen. Unsere politische Elite ist im Clinch mit vielen Mächten auf der Welt, aber das sie sich ausgerechnet die Führer der drei größten davon bevorzugt zu Feinden macht/gemacht hat, ist für ein kleines Land wie Deutschland doch wohl eher ungeschickt zu nennen, um das Wort „dumm“ wie oben nicht gebrauchen zu müssen. Ich bin gespannt, wie sie sich da jetzt, wo alle Felle davon schwimmen, einkriegen. Und ich fürchte, das Deutschland wohl eine schwierige politische und wirtschaftliche Zeit bevorsteht. Daran werden auch die nächsten Wahlen nichts ändern können, denn die etablierten Parteien sind sich alle in ihrer außenpolitischen Richtung wohl mehr als einig. Sollte aber in naher Zukunft auch die Ampel noch fallen, kommt mit Merz ja der nächste unkalkulierbare Kandidat zu Amt und Würden. Wie kann man die Vorstellungen unserer Eliten neu und besser zu beschreiben? Am Beispiel Fachkräftemangel lässt sich sehr gut ausführen. Ja, wir haben einen Fachkräftemangel, aber nicht nur im Industrie-Management, sondern viel stärker in den Medien und in politischen Ämtern. Ich finde, hier mit einem Wechsel anzufangen wäre ratsam.
Wie deutsche Medien den Wahlsieg von Trump berichten, wird nachfolgend kurz angedeutet: Die Zukunft wird schwarz gesehen, die Demokratie habe verloren und es beginnen harte Zeiten. Der Spiegel schreibt:
„Mit Trumps Comeback beginnen harte Zeiten, zumindest für die Hälfte des Landes. Trump ist ein notorischer Lügner, ein Verbreiter von Verschwörungserzählungen, ein Freund von Autokraten, mehrfach angeklagt wegen des Umsturzversuchs von 2021, verurteilt wegen Betrugs und sexuellen Missbrauchs. Er ist der Mann, vor dem die US-Gründungsväter die Nation schützen wollten. Nun hat er (fast) freie Hand“
Die Süddeutsche kommt mit der Überschrift:
„Als es dunkel wird“
Und die Zeit sieht das ebenfalls ganz klar:
„Fuck“
Zwei beliebte Narrative, kurz beleuchtet…
Wir Menschen sind ganz besonders stolz darauf, uns aus der großen Zahl der Säugetiere, zu denen wir ja Entwicklungsgeschichtlich gehören, herausgearbeitet zu haben und uns eine technologische Zivilisation geschaffen zu haben, die viele Annehmlichkeiten und ebenso viele Erweiterungen mit sich bringen. Soweit so gut. Wir Menschen werden heute älter, leben also länger, leiden nicht mehr so viel wie in früheren Zeiten, haben viele kleine Helfer, die uns die Arbeit erleichtern, fühlen uns wohler und müssen nicht mehr so ums Überleben kämpfen wie in vergangenen Zeiten. Haben wir uns aber auch jemals die Frage gestellt, ob das Narrativ mit den vermeintlichen Annehmlichkeiten auch wirklich stimmt? Ist das wirklich so? Stimmt diese Annahme?
Zwei beliebte Narrative, kurz beleuchtet… weiterlesenHintergründe, Mythen, Theorien
Der nachfolgende Artikel könnte auch als Beobachtungen des Alltagslebens beschrieben werden. Er hat keine durchgängiges Thema, sondern stellt Fragen aufgrund von alltäglich möglichen Beobachtungen, die jeder an sich und seiner Umgebung machen kann. Die Aufzählung beginnt damit, wie Fragen zu scheinbar Selbstverständlichem zustande kommen, wie ein Infrage-Stellen mancher Gewohnheiten durchgeführt werden kann und wie das zu bewerten ist. Das gilt besonders für die Gewohnheiten, die an und für sich eigentlich als gegeben, als vertraut und als nicht hinterfragbar gelten. Die dabei angesprochenen Themen sind wahllos aneinandergereiht und so zusammen gewürfelt, wie sie mir in den Sinn kamen. Daher steht am Anfang auch ein Inhaltsverzeichnis, wobei keine Seitenzahlen, sondern nur die Reihenfolge ausgewiesen werden kann.
Hintergründe, Mythen, Theorien weiterlesenEin „Dankeschön“ an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in D
Seit Wochen schon tobt im Osten Europas ein Krieg, der, als Bürgerkrieg vor Jahren schon eröffnet, mittlerweile Weltformat angenommen hat. Wie schon zuvor geäußert, habe ich hierbei nicht vor Partei zu ergreifen und mich weder der Nato-Fraktion noch der Russland-Fraktion anzuschließen. Allerdings vermisse ich in unseren Medien eine ausgewogene und richtungsfreie Berichterstattung, da ich mehr und mehr bemerken muss, das nur noch ukrainische, amerikanische und EU-Sichtweisen ausgestrahlt und artikuliert werden. Und mit dem Wahrheitsgehalt scheint es auch niemand mehr so genau zu nehmen.
Ein „Dankeschön“ an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in D weiterlesenImpfen oder Nicht-Impfen, das ist eine aktuell brisante Frage
Impfen oder Nicht-Impfen, das ist eine aktuell brisante Frage. Wir sind heute in der Pandemie-Diskussion in Deutschland besonders in zwei nahezu unversöhnliche Lager gespalten. Die erste Gruppe findet „sich Impfen zu lassen“ nahezu als eine gesellschaftliche Pflicht. Die andere Gruppe lehnt das Impfen kategorisch ab. Und in meinen Gesprächen gleich in welcher Umgebung komme ich immer mehr zu der Überzeugung, das es nicht sinnvoll ist, sich einer der beiden Gruppen argumentativ anzuschließen. Es geht doch im Grunde um die Frage, wie ein wie immer gearteter Eingriff in meine körperliche Unversehrtheit gewertet werden muss. Oder einfacher ausgedrückt: „Kann Impfen für mich zu einer Pflicht werden oder nicht?“. Wenn wir uns das Feld ansehen, in dem diese Debatte zur Zeit stattfindet, werden sehr gewichtige Aussagen aus vielen Richtungen der Gesellschaft, der Wissenschaft und der Politik aufgeworfen, und ich möchte zunächst ganz am Anfang beginnen.
Impfen oder Nicht-Impfen, das ist eine aktuell brisante Frage weiterlesenKampagnenjournalismus und Werbung vom Feinsten?!
Es gibt wenige Nachrichtenüberblick-Portale, aus denen man sich schnell und umfassend informieren kann. Das wohl beliebteste dafür ist Google-News. Ich nutze dieses gerne und oft und ergänze es dann mit detaillierteren Artikeln zu den Themen, die sich mir als interessant darstellen. Natürlich ist auch Google-News ein Portal, das ein sehr eingeschränktes Spektrum präsentiert, aber in der Regel kommen alle wichtigen Nachrichten vor, besonders dann, wenn der Leser über die Spalte „Empfehlungen der Redaktion“ auch noch zu Nachrichten aus anderen Medien findet. Kampagnenjournalismus und Werbung vom Feinsten?! weiterlesen
Was tun gegen fake-news?
Sinnlose Fragen zu unstimmiger Zeit machen die Runde. Eine davon ist: Wie kann man im Netz und in den Medien fake-news verhindern? Die Frage ist doch relativ einfach und die Möglichkeiten dazu sind überschaubar. Keine Option sind sicherlich, neue Behörden zu schaffen, die solcherlei überwachen. Auch sind Automatismen (Algorithmen) in Übermittlung und Verbreitung von Meldungen keine Lösung. Den genannten Maßnahmen widerspricht bereits die Meinungsfreiheit, die wir alle auf unsere Fahne geschrieben haben und für deren Verteidigung es viele gute Gründe gibt. Was bleibt dann aber noch?