Kategoriearchiv: Nachrichten

Eine schwere Geburt, ein Wahlergebnis umzusetzen

Ich muss es gleich zu Beginn des Artikels anmerken: Noch nie in meiner Zeit als Bundesbürger ist mir ein Kommentar zu Wahlen, ihrem Ausgang und den folgenden Konsequenzen so schwer gefallen wie gerade jetzt nach den drei Landtagswahlen. Und es nicht wie vermutet die Zahlenlage, die mich irritiert, sondern viel mehr der Mangel an demokratischen Verständnis, das sich vom üblichen Disput auf der Straße, am Stammtisch usw. über die Medien bis in die Spitzen der Parteien hinzieht. Wie war das noch mit der Demokratie? In einer Demokratie entscheidet das Volk über sich selbst und für sich selbst: „Regierung des Volkes, durch das Volk und für das Volk.“

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Die Nähe des Faschismus zu Ideologien

…vor dem Hintergrund des Überfalls der USA auf Venezuela und die Entführung der dortigen Präsidentenfamilie.

Wer jemals nach einer Definition des Faschismus recherchiert hat, wird schnell festgestellt haben, das dieser Begriff sich nicht eindeutig beschreiben lässt. Die erfolgversprechensten Beschreibungen orientieren sich an den Regimen der Vergangenheit, die heute gerne als „faschistisch“ bezeichnet werden, und das waren Hitler-Deutschland, Japan im zweiten Weltkrieg, Mussolinis Italien, der Burenstaat in Südafrika und auch Frankos Spanien. Alle diese Regime zeichneten sich in der Historie durch ganz bestimmte politische Orientierungen aus, die ich kurz in einer Liste darzustellen versuche:

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Inkompetenz und Größenwahn im Mainstream

Der Artikel ist eine Antwort auf einen Artikel der Tagesschau.de vom 16.08.2025, den ich nahezu in voller Länge zitiere. Also ich weiß ja nicht, würde ein Kabarettist jetzt ausführen, was man dort in der Redaktion so raucht, aber die Analyse des Schreibers trotzt nur so von Inkompetenz und Größenwahn. Zwei Staatschefs aus zwei Großmächten, die sich seit Jahren in einem verbaler und wirtschaftlichen Kleinkrieg befinden treffen sich und führen Gespräche auf hoher Ebene. Das dabei mehr als ein Ausloten gegebener Möglichkeiten herauskommen würde, muss jedem offen denkenden Menschen klar gewesen sein. Man konnte hoffen, das die Gespräche zumindest friedlich, informativ und freundlich verlaufen und keine der beiden Seiten die Fortsetzung der Annäherung blockieren wird. Und das scheint ja wohl geschehen zu sein.

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Die heutigen politischen Moden

Die heutigen politischen Moden sind nicht anders als die früherer Zeiten und daher auch bestimmt nicht besser. Das Bild: Zwei Menschen besprechen mangels Alternativen die aller Wahrscheinlichkeit nach verbleibenden Möglichkeiten, die da sind: Grab oder Galeere?

Seit vielen Jahren schon gehört das tägliche Studium der Nachrichten aus aller Welt zu meinen Gewohnheiten des Tages. Und dabei verlasse ich mich nicht allein auf deutsche Leitmedien wie Spiegel, Zeit und Frankfurter Rundschau, sondern auch auf ausländische Nachrichtenportale und alternative Medien. Und natürlich gehören auch die Medien der Länder, die in Deutschland mittlerweile als Feinde betrachtet werden, zu dieser Lektüre. Das ist sehr viel Lesestoff und frisst einen nicht unerheblichen Teil meiner Freizeit, aber diese ist aufgrund meines Ruhestandes ziemlich umfangreich und und wird durch die Verfügbarkeit des Internets samt Übersetzungssoftware immer mehr vereinfacht. Oft genügen schon das Lesen der Überschriften und der ersten Zeilen des Artikels, um sich über den Inhalt klar zu werden. Wiederholungen und Neuinterpretationen mit kleinen Nuancen scheinen unvermeidlich und kommen mehr und mehr in Mode. Man scheint von Seiten der Medien zu glauben, das das, was von verschiedenen Seiten immer neu aufgelegt wird immer wahrer werden wird. Das Prinzip kennen wir aus der Werbung: Immer wieder die gleichen Spots im gleichen Film, bis aus Klebstoff U.. wird. Allerdings ist das Prinzip so nicht klar ausformuliert, denn die Wiederholungen machen eine Ansicht oder eine Interpretation nicht wahrer, sondern nur bekannter. Und bekannt ist nicht gleichbedeutend mit richtig oder gar wahr. „Wer einmal lügt dem glaubt man nicht…“ scheint in der Zunft der Schreiber und auch der modernen Leser keine Gültigkeit mehr zu haben.

Zur Zeit haben die Berichte über Israel und Gaza die Berichte zur Ukraine maßgeblich verdrängt. Nur langsam werden dabei aus den Entschuldigungen und Rechtfertigungen der letzten Wochen Anklagen und Äußerungen von Unverständnis angesichts der Gewalt, die von unseren Freunden dort ausgeht. Trotzdem kommen in den Gazetten und Gazettensammlungen wie Google-News immer wieder vermehrt Äußerungen von Institutionen wie der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft oder der Jüdischen-Allgemeine lautstark zu Wort, obwohl deren Verständnis der Ereignisse doch massiv einseitig gefärbt sein müssen. Also ich weiß nicht genau, wie Sie das sehen, aber allein die Anzahl der Getöteten auf beiden Seiten spricht doch wohl eine sehr klare Sprache. Rücksichtslose Zerstörung und der Hunger als Waffe belegen weiterhin die wahren Verhältnisse in den Auseinandersetzungen dort. Auch fehlen in den offiziell anerkannten Nachrichten oft die sehr eindeutigen Aussagen israelischer Politiker zum Hintergrund der Ereignisse. Da hilft es doch nicht, keine Waffen mehr zu liefern. Da ist eine Verurteilung der Vorgehensweise samt Sanktionen politischer und diplomatischer Natur gefragt. Es ist offensichtlich, das Israel nicht nur agiert, um seine Landsleute zu befreien, sondern versucht, sich den Gazastreifen endgültig einzuverleiben. Neuere Forderungen nach einer Auswanderung der Gaza-Bewohner sind doch wohl unmissverständlich. Ich kann die dahinterstehende Absicht recht gut verstehen, allerdings verurteile ich die Mittel und Maßnahmen, die dafür angewendet werden. Es wäre zum Beispiel denkbar gewesen, den Gazastreifen als automomes Gebiet in den Staat Israel aufzunehmen, unblutig und wahrscheinlich sogar für beide Seiten von Vorteil (win-win). Gaza war immer auf die Hilfeleistungen seiner Nachbarn und Freunde angewiesen. Aber das entspricht wohl nicht der Strategie des „teile und herrsche“, wie es weltweit gepflegt wird. Friedliche Lösungen erscheinen heute nahezu weltweit als Phantasiegebäude und würden voraussetzen, das die Menschen auf allen Seiten ihren Hass überwinden und Gewesenes gewesen sein ließen. Was in Südafrika, im Verhältnis Deutschland-Frankreich und in anderen Ländern gelingen konnte, geht dort im Orient nicht? Das ist unverständlich und widerspricht jeder Logik.

Der Konflikt in der Ukraine, einerseits Krieg und anderseits Sonderoperation genannt, ist aus den Nachrichten Deutschlands weitestgehend verschwunden. Von Zeit zu Zeit erinnern sich noch bekannte Schreiber und schwärmen über die Erfolge der Ukraine und deren Chancen, mit einer neuen Offensive und neuen Waffen des Westens doch noch zu gewinnen, aber diese Stimmen verstummen mehr und mehr und machen einer Ratlosigkeit Platz, der sich sogar schon einige wenige Politiker der regierenden Parteien anzuschließen scheinen. Manch eine Stimme kommt trotzdem heute noch mit der Vorstellung in die Medien, mit Russland aus einen Standort der Stärke heraus zu einer gesichtswahrenden Verhandlungslösung zu kommen. Sie drohen und sanktionieren, als ob das Potential dafür vorhanden wäre und Sanktionen (bisher 18 Pakete aus der EU) etwas anderes vollbracht hätten als nach hinten loszugehen. Ich halte das nur für einen gelungenen Bumerangeffekt, ausgelöst aus einer riesigen Überschätzung der eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten, die bar jeglicher Grundlage sind. Unsere Armee ist bedeutungslos, wir haben keine Ressourcen mehr, sind auf Handel angewiesen und haben die Ausbildung der nachwachsenden Generationen vernachlässigt. Mit was wollen wir erfolgreich drohen? Meiner Ansicht nach wird Russland den Krieg gewinnen, dann aus der Position der Stärke heraus die Regelungen zum Frieden diktieren und seine Vorstellungen voll verwirklichen. Übrig bleiben wird eine winzige, machtlose Ukraine, wahrscheinlich sogar ohne Zugang zum Meer. Sie wird dann wohl der EU angehören, nicht aber der Nato und sie wird im Gewimmel der Kleinstaaten der Erde mehr und mehr verschwinden. Keine große Bühne mehr, sie wird keine Geschenke der EU und USA mehr erhalten und keine Industrie mehr haben. Ihre Rohstoffe sind ja bereits verkauft. Und der kleinlaute Westen wird freudestrahlend das ausgehandelte Ergebnis als Erfolg zu verkaufen trachten und aller Wahrscheinlichkeit nach auch Erfolg damit haben. Die Geschichte wird umgeschrieben und die Wahrheit versiegt wieder wie immer schon in der Historie. Der Konflikt ist zu Ende und wir können uns dann beruhigt der Pflege des Rasens vor dem Kanzleramt und dem Lobbyismus der Auto- und Pharmaindustrie widmen. Ist halt schiefgegangen, na und?

In der Spitze der Regierung unseres größten und mächtigsten Verbündeten jenseits des Atlantik steht heute ein Mann, der vom vereinten Europa mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft wurde. Keiner wollte sich mit der Möglichkeit auseinander setzen, gute und freundschaftliche Beziehungen mit ihm zu pflegen und sich auf ein Miteinander einzulassen. Selbst als die Wahl längst entschieden war und klar wurde, wer die USA künftig regiert, stellte sich keine Anpassung an die neuen Gegebenheiten ein. Auch hier kommt wieder der Bumerang zu Tage, der mittlerweile fest in der EU zu wohnen scheint und sich maßgeblich auf Ignoranz gründet. Was Europa im Verhältnis zu den USA gerade versucht, ist, den misslungenen Start auszusitzen. Die letzten Tage waren gefüllt mit Nachrichten über den Jahrhundert-Deal zwischen der EU-Kommission und Trump, der konkrete Zahlen hervorbrachte und ansonsten mit Versprechen gefüllt war. Es war abzusehen, wie lange dieser Deal halten würde. Nicht die EU investiert in andere Länder. Auch kauft die EU nicht wirklich Öl und Gas ein. Das tun hier Nationalstaaten und Privatunternehmen, die sich an keine überstaatlichen Vorgaben halten müssen. Die Verhandlungsführerin muss das gewusst haben, als sie den Deal abschloss. Nun hat er ja gerade mal zwei-drei Tage gehalten, denn schon sind die nächsten Drohungen unterwegs. Die vereinbarten Zölle sind in Kraft und die weiteren Versprechen werden wohl nicht gehalten werden können. Das ist weiteres Öl im Feuer des zwischenstaatlichen Verhältnisses. Der Handelskrieg wird fortgesetzt. Allerdings verstehe ich die allgemeine Aufregung nicht. Die Zölle der USA werden auf Einfuhren erhoben und müssen von den Amerikanern bezahlt werden, die europäische Waren kaufen. Wer sich in den USA teure europäische Waren leisten kann, wird die 15% locker verkraften. Auf der anderen Seite entfallen europäische Zölle, was amerikanische Waren, die in Europa eh nur wenige kaufen wollen, billiger macht. Na und? Davon geht die Welt nicht unter. Die samit fehlende Nachfrage nach Gütern erhöht die Angebotsseite und das reduziert die Preise in Europa. So haben wir es doch in der Wirtschaftstheorie gelernt, nicht, aber wohl noch nie beobachten können. Die Zölle werden übrigens von den Staatskassen eingenommen. In der EU-Kasse werden diese Einnahmen fehlen, was bedauerlich ist, in den USA sind sie allerdings dringend notwendig, um den Konkurs des Staates und der Wirtschaft abzuwenden. Die Bilanzen der USA sind miserabel, die produzierende Wirtschaft kränkelt und nur noch IT-, Rüstungs- und Finanzunternehmen sind vorzeigbar. Das könnte auch für Europa gefährlich werden, bräche doch der Haupthandelspartner für Ressourcen weg, die in der EU nicht mehr zu finden sind. Dann sind die USA ja noch der wichtigste Verteidigungspartner und daher in der Lage, mit Rückzug aus der Nato zu drohen. Dumm gelaufen für Europa. Trump muss seine Ausgaben massiv einschränken, um handlungsfähig zu bleiben. Daher versucht er, die Kriege in Nahost und im Osten Europas zu beenden, die Unsummen seines Etats verschlingen. Für mich ist das verständlich, für die EU zwar unangenehm, zugegeben, aber nicht entscheidend für deren Wirtschaft. Die Vertreter derselben klagen doch immer. Europa hat ganz andere Probleme.

Das Hauptproblem Europas ist seine Abhängigkeit von Ressourcen, die nur von außerhalb bedient werden können. Dazu bräuchte es ein gutes Verhältnis und einen guten Ruf in der Welt der Staaten. Das hatten wir einmal, ist aber durch Größenwahn und Ignoranz unserer Eliten mittlerweile unter den Nullpunkt gesunken. Wir liegen heute im Clinch mit den drei Supermächten der Erde, stehen in Russland auf der Feindesscala ganz oben, haben durch Missachtung diplomatischer Regeln Konflikte mit China und anderen Ländern und leisten uns einen Handelskrieg mit den USA. Und auch in Afrika und Asien ist das Ansehen der Europäer, die durch ihre koloniale Vergangenheit eh nicht beliebt waren, weit unter den Nullpunkt gesunken. Ich denke, wir stehen in mehreren geopolitischen Sphären immerzu auf der falschen Seite. Wir sollten auf die richtige Seite zurückkehren, und die betrachte ich als ein sich beschränken auf die eigenen Thematiken innerhalb der EU. Hier haben wir mehr als genug zu tun. Ansonsten sollte die Pflege von guten nachbarschaftlichen Beziehungen unser Hauptaugenmerk darstellen. Wir haben nichts zu tun mit dem Konflikt Israel/Gaza, und auch der Konflikt Russland/Ukraine geht uns im Grunde nichts an. Ich sehe keinen Grund, warum wir uns ohne Legitimation der UN dort einmischen sollten. Unsere Fregatten haben an den Grenzen Chinas auch nichts zu suchen. Wir sind schon aufgrund unserer Geschichte nicht in der Lage, über die Regierungen anderer Staaten zu urteilen oder gar zu richten. Innerstaatliche Angelegenheiten anderer Staaten sind schon aufgrund unserer Mitgliedschaft in der UN nicht unser Aufgabengebiet. Das ganze Moral- und Wertegetue ist eher peinlich. Und wer Waffen liefert, macht sich immer den zum Feind, der die Waffen zu spüren bekommt. Warum verstehen wir das nicht? Und Verteidigungsbündnissen wie die Nato, die mehr angreift und droht als verteidigt, sollten wir grundsätzlich nicht angehören. Unser Grundgesetz verbietet unter Androhung von Strafe jede Vorbereitung eines Angriffskrieges. Die Aufgaben der Politik in Europa sollten nur die Bürger Europas sein. Wenn ich die Unterwürfigkeit sehe, die europäische Politiker der amerikanischen Administration gegenüber vorzeigen, schäme ich mich zutiefst. Auch die USA sind kein Einflussbereich europäischer Politik. Und wir sollten uns von US-Amerika als Vorbild lösen und unsere eigene Agenda verfolgen. Wir brauchen keinen Vormund und keinen Mafiaboss an unserer Seite. Wenn ich die letzten 30 Jahre zurückschaue, haben wir viele Freundschaftsangebote aus aller Welt immer wieder aus ideologischen Gründen abgelehnt. Das waren Fehler, die sich heute auswirken. Abpuffern und Aussitzen wird hier nicht mehr helfen. Wir müssen Konsequenzen ziehen und zu Selbstständigkeit und Vernunft zurückkehren. Wir sind ein kleines Land mit fleißigen Menschen. Wir sollten diesen Fleiß fördern und bedenken, das wir lediglich 1% der Weltbevölkerung darstellen. Für Großmannssucht ist hier kein Platz.

Was früher Schulden hieß, ist plötzlich Vermögen geworden…

…oder: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.

Irgendwie scheinen wir in einer Zeit zu leben, in der Regeln und gutes Benehmen keinen Rang mehr einnehmen. Aktuell sieht der informierte Wähler, der den Wahlkampf der Parteien verfolgt hat und sich über die Aussagen und Programme ein Bild gemacht hat, massiv getäuscht. Worum geht es? Um das neue Wahlergebnis von 2025 zu umgehen, rufen drei Parteien (SPD, CDU, Grüne) den abgewählten Bundestag erneut ein, um Verfassungsänderungen, die mit dem neu gewählten Bundestag aufgrund der Sitzverteilung nicht mehr möglich wären, mit der alten Sitzverteilung noch schnell durchzuziehen. Die für Verfassungsänderungen benötigte Zweidrittel-Mehrheit wäre im neuen Parlament nämlich nicht vorhanden, da AfD und Linke samt FDP dieser nicht zustimmen werden. Mit den Änderungen werden Sondervermögen genannte neue Schulden aufgenommen, mit denen Ausgaben für Verteidigung, für sicherheitspolitische Zwecke, für Investitionen in die Infrastruktur und zusätzliche Investitionen zur Erreichung von Klimaneutralität bis 2045 finanziert werden sollen. Der letzte Punkt (Klimaneutralität) steht jetzt sogar in Grundgesetz. Die Zahlen im Einzelnen:

Ausgaben für Verteidigung waren bisher bei 44 Mrd. € gedeckelt. Die neue Regelung erlaubt, Ausgaben, die darüber hinausgehen, über Kredite zu finanzieren. Welche Obergrenze das haben wird? Das ist nicht geregelt. Meines Wissen nach gibt es bereits Sondervermögenschulden für Verteidigung von 100 Mrd. €. Da kommt wohl jetzt noch was obendrauf.

Für Infrastrukturmaßnahmen wird ein schuldenfinanziertes Sondervermögen von 500 Mrd. € aufgelegt, wovon 100 Mrd. € an die Länder und Kommunen gehen sollen.

Dann sollen auch die Länder mehr Spielraum für eine Verschuldung bekommen, da sie bisher nur in Ausnahmefällen Kredite aufnehmen konnten. Dafür ist eine Obergrenze von 0,35% BIP vorgesehen, das wären bei 4305 Mrd. € in 2024 „Sage und Schreibe“ etwa 15 Mrd. €.

Zusammen sind das, nehmen wir mal an, die Verteidigung bekommt zusätzlich weitere 100 Mrd. € – was sehr dezent geschätzt ist – , deutlich mehr als 700 Mrd. €, für die künftig Jahr für Jahr Zinsen und Zinseszinsen anfallen werden.

Nun sind Ausgaben für die Infrastruktur dringend notwendig. Darüber gab und gibt es in allen Parteien Einigkeit. Streitpunkte sind die Ausgaben für Verteidigung – die nicht gedeckelt sind – , die Ausgaben für Klimaneutralität und den Eintrag darüber im Grundgesetz – ohne diese hätten die Grünen nicht zugestimmt – und natürlich die Verteilung der Gelder. Das Gros der notwendigen Infrastrukturmaßnahmen fällt in die Zuständigkeit der Länder, die vom Paket aber nur einen kleinen Anteil bekommen werden. Ich denke da besonders an Schulen und andere bürgernahe Einrichtungen. Dann bedürfen die Verwaltungen aller Kommunen, Kreise und Länder einer dringenden Modernisierung. Allein schon die Vereinheitlichung der Verwaltungssysteme wird Unsummen verschlingen. Das die Schuldenbremse an sich ein missratenes Werk war, ist keine Frage. Darüber hätte sich auch der neue Bundestag schnell geeinigt. Allerdings wäre dazu die Stimmen zumindest der AfD vonnöten gewesen, und das geht für die „Parteien der Mitte“ natürlich gar nicht, warum auch immer. Immerhin ist die AfD eine anerkannte politische Kraft in Deutschland, der 20% der Wähler ihr Vertrauen entgegengebracht haben. Daher nehme ich einmal an, das die Verwendung der Gelder, so wie sie von der neuen Regierung (CDU/SPD) schon jetzt, bevor sie überhaupt legitimiert wurde, verplant sind, wohl nicht die Zustimmung von AfD, Linke und FDP gefunden hätte. Was könnte das wohl sein? Wenn ich die Nachrichten und Verlautbarungen von weiten Teilen der Politik und Medien richtig interpretiere, sind das wohl Ausgaben für Migration, für Diversität, für eine neue Kriegsbereitschaft – vielleicht sogar für Krieg vornehmlich gegen Russland – und natürlich dafür, die von Merkel teuer erkaufte Führungsrolle in der EU nicht aufgeben zu müssen. Wie auch immer…

Ich habe den Eindruck, das sich unsere Parteien mittlerweile gar nicht mehr bemühen, ihre Versprechen von vor der Wahl zu halten. Sie belügen uns, verschaukeln uns und halten uns – Wahrscheinlich haben sie sogar recht damit – wohl für Idioten. Das Wahlergebnis lässt zumindest darauf schließen. Einige Verlautbarungen von Politikern bestätigen dies auch jetzt schon, indem sie zugeben, das die geplanten Änderungen der politischen Richtung (Schulden machen und sich auf Krieg vorbereiten…) schon vor der Wahl gelegt wurden, man sie dem Wähler nur nicht offenlegen wollte, um das gewünschte Wahlergebnis nicht zu gefährden. Und ich fürchte, das, da ja hier gerade Politiker aktiv wurden, die zu den Lobbyisten von Rüstungskonzernen gehören, das ganze Sondervermögenschuldenpaket im Schwarzen Loch der Bundeswehr verschwinden wird. Wir bekommen dann wieder Flugzeuge, die nicht fliegen, Marine-Hubschrauber die über Salzwasser rosten und Gewehre die nicht gerade aus schießen, es sei denn, die Waffen verschwinden nicht wie bisher als Geschenk an irgendwelche Armeen/Milizen in irgendwelchen Ländern, um damit Terror auszuüben. Weitere Gelder werden nach Frankreich und die USA wandern, Nationen, die berühmt sind für ihre unbrauchbaren und überteuerten Militärgüter. Und unsere Schulen, unsere Infrastruktur und Industrie wird weiter verrotten ebenso wie unser diplomatischer Ruf. Das Land der Dichter und Denker sind wir ja schon länger nicht mehr. Damit ist ja auch kein Staat zu machen. Und wofür das alles? Irgendwann muss jeder mal zugeben, sich geirrt zu haben. Das gilt sicher auch für Politiker.

So wie ich die Verlautbarungen und Mitteilungen richtig verstehe, die durch die Medien geistern, geht unsere politische Elite davon aus, das die USA und Russland sich arrangieren werden. Damit würde die NATO, die ja den Europäern ihre großmäuligen Aussagen zu den Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten ermöglichte, wohl bald Geschichte sein. Die Jahrzehnte lange Sparwut – gemeint ist z.B. die Schwarze Nullpolitik der CDU – würde sich dann als ein Sumpfloch herausstellen, aus dem heraus keine MilitärVerteidigungsmaßnahmen mehr möglich wären. Daher muss hier schnell Abhilfe geschaffen werden. Die Bundeswehr ist vom Material her vollkommen veraltet, besitzt nicht einmal annähernd genug Personal und verfügt über keinerlei eigenständig funktionierende Kommunikationsstruktur. Ohne die USA kann Europa keine modernen Kriege führen. Wie so etwas mittlerweile aussehen muss, zeigen Russland und China in eindrücklicher Weise. Sie setzen elektronische Mittel ein, verfügen über Drohnen und Raketensysteme, zu denen es keinerlei Abwehrmittel gibt. Diesen Rückstand kann kein Geld aufholen, sondern dafür braucht es Zeit, entwicklungstechnisches Gewusst-Wie und vor allem anderen Menschen, die ihr Handwerk verstehen. Drei Voraussetzungen, die Europa heute nicht mehr bieten kann. Zu viele Jahre hat sich Europa in seiner Überheblichkeit gesonnt, hat sein Bildungssystem vernachlässigt und sich um Neuerungen bemüht, die keinerlei rationale Grundlage haben und alles sind nur nicht innovativ/nachhaltig – um zwei Modebegriffe zu bemühen. Es genügte ein Trump in den USA, um das defizitäre Gebäude Europa zum Wackeln, und vielleicht sogar zum Einsturz zu bringen. Die Welt wird aufatmen. Um die notwendige Zeit zu bekommen, die Europa für ihre Aufholjagd in nahezu allen Feldern des Staatswesens benötigt, würde es meiner Ansicht nach eine friedliche Außen- und Wirtschaftspolitik als Grundvoraussetzung benötigen. Leider liegt im Moment meines Schreibens aber geradezu das Gegenteil von Friedlichkeit vor. Wir Deutsche und Europäer haben Russland in einen Krieg gezerrt, der militärisch, wirtschaftlich und außenpolitisch ausgetragen und höchstwahrscheinlich bald verloren werden wird. Wir haben uns mit China angelegt, um eine dritte Großmacht namens USA zu unterstützen, mit der wir gerade auch nicht so gut zurechtkommen. Also: Wir liegen durch unsere politischen Eliten im Kampf mit drei Supermächten und deren Führern, haben uns diplomatisch aus einem extrem hohen Ansehen zu einer Lachnummer herunter entwickelt und haben zu Hause mehr als 30% an Bürgern, die die aktuelle politische Richtung mit steigender Tendenz zum K finden nicht unterstützen. Ich bin es leid, alle krisengeschüttelten Systeme Deutschlands aufzuzählen. 3 von 100 müssen heute mal reichen. Das sind tolle Voraussetzungen für eine neue Legislatur. An die neuen Minister, die bald ihr Unwesen werden treiben dürfen, möchte ich gar nicht denken müssen. Das wird vor allem das Kabarett erfreuen. Da gibt es bestimmt wieder Vorlagen, denen ich jetzt schon schmunzelnd entgegen schaue. Und ich persönlich bin gespannt auf die nächsten Wahlen. Nur Humor macht Politik gerade noch erträglich.

Wollten wir alle das wirklich so…?

Das haben wir uns alle doch wirklich so gewünscht, oder wurden wir nur falsch verstanden? Ich glaube nicht.

Egal wo immer ich auch zur Zeit in eine Kommunikation eintrat, alle waren froh und glücklich, das diese „d…mliche Ampel-Regierung“ endlich Geschichte ist. Hat sich dabei eigentlich mal jemand überlegt, was danach kommen könnte/sollte? Nun haben wir wohl auch hier den Salat ungewaschen und ohne Salatsoße (Dressing) auf dem Teller und er will nicht richtig munden, denn: Was steht an? Wir haben eine Union (genannt CDU/CSU, das sind 2 Parteien, die zusammen bei der letzten BT-Wahl 24,1% (18,9+5,2%, jetzt bei Insa 30,0% ) bekommen haben mit einem Kanzlerkandidaten Merz, eine SPD (letzte BT-Wahl: 25,7%, jetzt bei Insa 16%) mit einem Kanzlerkandidaten Scholz, eine AfD mit einer Kanzlerkandidatin Weigel (letzte BT-Wahl: 10,3%, jetzt bei Insa 21%) und Die Grünen mit einem Kanzlerkandidaten Habeck (letzte BT-Wahl: 14,8%, jetzt bei Insa 12,0). Das BSW mit Wagenknecht (jetzt bei Insa 7%), die FDP mit Lindner (jetzt bei Insa 4,0%, Die Linke mit Reichinnek/Van Aken (jetzt bei Insa 4,0%). Die „Kleinen“ halten sich auf beiden Seiten nahe an der 5% Grenze auf und weitere Parteien werden wohl kaum eine Chance haben. Nehmen wir mal an, das alle genannten Kleinen im BT vertreten sein werden. Das heißt doch wohl, das den Koalitionen Union/AfD, Union/SPD/Grüne, Union/SPD/BSW, Union/SPD/FDP, Union/SPD/Linke, Union/Grüne/BSW, AfD/SPD/Grüne eine Möglichkeit zur Regierungsbildung verblieben. Ohne Union oder AfD geht gar keine andere Koalition. Und sowohl Die Linke als als auch das BSW, so sie denn im BT erscheinen, werden von den anderen Parteien zumindest zur Zeit noch nachdrücklich ausgeschlossen. Und nehmen wir Merz beim Wort bezüglich der AfD, bleiben nur die Parteien SPD, Die Grünen und FDP als Koalitionspartner für ihn übrig. Nach meiner persönlichen Einschätzung und einem Ergebnis nach letzten Umfragen werden wir uns so wohl bald schon nach der Wahl die Ampel zurückwünschen. Scheiden alle Kleinen aus, bleiben Union/SPD oder Union/Grüne übrig. Das wäre meiner Einschätzung nach eine Fortsetzung der Merkel-Zeit gewürzt mit einer aggressiver Außen- und Migrationspolitik. Kurz und prägnant ausgedrückt haben Sie jetzt die Wahl zwischen den Verhältnissen in den Niederlanden (wenn Sie die Kleinen auch wählen) oder einem aggressiveren „Weiter so wie bisher“. Meinen Glückwunsch. Darüber sind wir doch alle sehr glücklich.

Übrigens: Es gibt eine sehr aktuelle Umfrage des Washingtoner Instituts Democracy im Auftrag der britischen Zeitung Independent, die in Deutschland durchgeführt wurde. Diese sieht etwas anders aus als Umfragen im deutschen Auftrag. Darin führt Weidel in der Frage nach der Kanzlerschaft mit 35% deutlich an, Merz kommt auf 26% und Scholz auf 15%. Und das Parteienspektrum sieht so aus: CDU/CSU 27%, AfD 25%, SPD 15%, Grüne 13%, BSW 6%, FDP 5%, Die Linke 5%, Sonstige 4%. Damit wäre die AfD die stärkste Partei im neuen deutschen BT, denn CDU und CSU sind und agieren nach wie vor wie zwei Parteien. Die Koalitionsfrage würde dann sehr spannend werden, finden Sie nicht auch? Es verblieben CDU/CSU/AfD (52%) und CDU/CSU/SPD/Grüne (55%) als einfachste Möglichkeiten. Da freuen wir uns doch auf vier Jahre spannende Politik. Haben wir so etwas gewollt? Sicher nicht!

Dann ist ja mit der Wahl von Trump ein Wunsch nicht in Erfüllung gegangen, dem viele auch jetzt noch ausgesprochen nachtrauern. Meiner Einschätzung nach musste jedem, der die Politik und Wahlkämpfe in den USA verfolgt hat, klar sein, das Trump gewinnen würde. Alles andere wäre mehr ein Wunder als eine Überraschung gewesen. War es dann wirklich so förderlich, sich schon im Vorfeld so abweisend und beleidigend über diesen Mann zu echauffieren? Und nun, da dieser Mann konsequent seine Wahlversprechen einzulösen versucht, ist die Aufregung auf allen Ebenen groß. Also ich würde mir in Deutschland mal Politiker wünschen, die ihre Wahlversprechen einzulösen gedenken, auch wenn mir bei Habeck, Merz und Weigel dabei doch etwas schwarz vor Augen würde. Also Russland mit Raketen angreifen zu lassen, Putin Ultimaten zu setzen, die Ukraine muss gewinnen zu tönen und die Wirtschaft zurück ins letzte JT zu führen ist in meinen Augen eher Wahnsinn als förderlich. Und auch die Glaubens-gesteuerten grünen Weltrettungsideen können nicht in allen Ausprägungen meine Zustimmung finden. Und was die AfD so wirklich vorhat, das ist nicht ganz so klar wie es sein sollte. Sicher ist in jedem Fall, das es den Steuerzahlern damit keinesfalls besser gehen wird als vorher. Aber zurück zu Trump. So langsam sollte doch jedem klar werden, das unser großer Freund über dem Teich nicht unser großer Freund bleiben wird, denn der große Freund jenseits des Atlantik hat große wirtschaftliche und geopolitische Schwierigkeiten und versucht, das auf dem Rücken Europas und Asiens zu lösen. Das machten die USA doch auch unter genehmen Regierungen schon immer. Wenn sie Gas verkaufen wollen, schrecken sie auch schon mal vor Terror nicht zurück. Erste Attacken wurden ja schon gestartet. Trump würde sich gerne Grönland einverleiben, erwartet, das Europa sich ohne Hilfe der USA verteidigen kann, fordern, das der Dollar das Weltzahlungsmittel bleibt und sollte das alles nicht wohlwollend aufgenommen werden, drohen Sanktionen. Weiterhin wird Trump versuchen, Staatshaushalt der USA mit Kryptowährungen, von denen er ja auch schon selbst eine gegründet hat (Memecoin), zu sanieren. Wenn Staaten in den Kryptomarkt einsteigen, wird dieser früher oder später von der riesigen Kapitalmacht der Zentralbanken beherrscht und gesteuert. Erste Fachleute für Krypo hat sich Trump bereits aus dem Gefängnis seines Landes geholt. Wer da letztlich verdienen und verlieren werden wird, erschließt sich wohl von selbst. Übrigens: Auch Russland will auf dem Kryptomarkt aktiv werden. Für mich ist klar, das durch Staatsaktivitäten dieser Markt für Nicht-Milliardäre ein Fass ohne Boden werden wird. Vielleicht ist hier der Begriff „Schleudersitz“ viel besser geeignet. Das wirkt ähnlich wie Kettenbriefe und Schneeballsysteme.

Der aktuelle Disput zu Neuwahlen und Kandidaten

Also ich weiß ja nicht, was so manch ein Nachrichtensprecher in der Schule gelernt hat, wenn er/sie schon jetzt von einem „Kanzler auf Abruf“ redet und sich begierig auf die Nominierung von Kanzlerkandidaten stürzt. Meines Wissens nach ist Olaf Scholz zur Zeit immer noch der Regierungschef der Regierung der Bundesrepublik Deutschland, und das bleibt er auch noch einige Monate, selbst wenn er durch das Scheitern einer Vertrauensfrage wie zwischen CDU und SPD vereinbart und dem Entscheid des Bundespräsidenten zu Neuwahlen kommen sollte, und zwar bis zur Vereidigung eines vom Bundestag gewählten neuen Kanzlers.

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Die Wahlen in Thüringen und Sachsen

Die Wahlen in Thüringen und Sachsen

Was angesichts der Ergebnisse auf jeden Fall bleibt ist eine riesige Verunsicherung 1 der Bürgerinnen und Bürger. Dann wird in der Berichterstattung der Mainstream-Medien das Ergebnis beschwurbelt und klein geredet, was es das Zeug hält. Das geht von „Wir müssen unsere Politik besser erklären“ bis zu „Putins Propaganda ist schuld“. So ein Quark. Das Ergebnis zeigt eindeutig, das eine große Unzufriedenheit mit der Politik der etablierten Parteien im Allgemeinen und der Ampel in Berlin im Besonderen besteht und sich viele Bürger eine grundsätzlich andere Politik nicht nur wünschen, sondern sogar für dringend erforderlich halten. Anders sind die Verluste nicht zu erklären. Und die CDU ist kein Gewinner, sondern wohl nur eine Partei, die gerade nicht im Fokus steht, weil sie nicht regiert. Sie ist nur eine lautlose Opposition in Berlin, und daher ziemlich unbeschadet durch die Wahl gekommen. 1,9% Gewinn bzw. 0,2% Verlust machen keinen Sieger und keinen Verlierer. Sie spielten einfach nur keine Rolle und konnten durch Lautlosigkeit ihre Stammwähler halten.

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  1. Neudeutsch für eine Ahnung, das das sichere Lebensgefühl vieler Menschen nicht nur in Gefahr gerät, sondern mehr ins Gegenteil zu fallen droht und das nicht mit Protest, sondern mit „sich klein machen“ oder „in Deckung gehen“ beantwortet wird. ↩

Bündnis Sahra Wagenknecht – eine neue Partei, die Hoffnung macht

Die neue Partei, die sich jetzt formiert hat und in den nächsten Wahlen antritt, fordert einige für deutsche Verhältnisse überraschende, aber auch längst überfällige Änderungen der politischen Ausrichtung für Deutschland. Ich werde in den nächsten Zeilen diese in eigener Interpretation aufzuzählen versuchen und hier und da ein paar eigene Sätze anfügen. Wie zu erwarten stößt die Gründung in der Qualitätspresse auf ein großes Echo, wobei der Parteigründerin im besonderen alles vorgeworfen wird, was die woke westliche Wertevorstellung an Negativmotiven zu bieten haben: Das geht von vorsichtig formuliert „Unfairness“ bis zur „Kolonne Putins“. Ich frage mich dabei immer wieder: Was ist eigentlich an Meinungsfreiheit nicht zu verstehen? Es ist doch nicht die zur Zeit „woke“ Freiheit an einer eigenen Meinung, die die regierenden Parteien ständig aufzeigen, sondern im Gegenteil die Freiheit, auch eine vom woken Zeitgeist abweichende Meinung artikulieren zu dürfen, ohne gleich von einem Mehrheits-Mob verfolgt zu werden.

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Das Fehlen einer Nachrichtenkultur in Deutschland ist unübersehbar

Als politisch interessierter Mensch und als Mitglied einer Gesellschaft, die sich als Grundlage ihre Gesetzgebung den Satz „Die Macht geht vom Volk aus“ auf ihre Fahnen geschrieben hat, bin ich angewiesen auf eine Nachrichtenberichterstattung, die mir die Möglichkeit gibt, Entscheidungen/Ansichten über den politischen Stand meines Staates in Form von Wahlentscheidungen und/oder der Teilnahme an Protestaktionen zu treffen. Das ist in einer repräsentativen Demokratie, wie sich das so schön verkleidet nennt, nicht viel, zugegeben, aber immerhin eine Grundlage, die gegenüber früheren Regelungen in der Geschichte Europas einen Fortschritt darstellen. Was ich jedoch Tag für Tag immer wieder feststellen muss ist die Wahrnehmung, das der Bürger mittlerweile keiner Medienberichterstattung mehr vertrauen kann.

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Das große Vergessen hat Konjunktur…

Das große Vergessen hat Konjunktur und politisch und wirtschaftlich entwickelt sich nichts (mehr) nach Plan. Die momentane weltpolitische Lage, besonders im Angesicht des Krieges/Konfliktes in der Ukraine und seiner Akteure, erscheint hoffnungslos verwickelt zu sein, und niemand kann wirklich sicher sagen, wohin sich diese festgefahrenen Positionen in vielen Bereichen entwickeln werden. Wer nüchtern und sachlich die Lage betrachtet, kommt nicht umhin, gewisse nihilistisch anmutende Dogmen in den Positionen der argumentierenden Parteien zu finden. Stellen wir daher die Frage, was um aller Welt sind diese Positionen? Wohin sollen die Erwägungen, die angestellt und praktiziert werden, das Weltgeschehen lenken? Wer und was sind die Vorteile, Ziele und Vorstellungen, die mit dieser Dogmatik erreicht werden soll?

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Ein „Dankeschön“ an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in D

Seit Wochen schon tobt im Osten Europas ein Krieg, der, als Bürgerkrieg vor Jahren schon eröffnet, mittlerweile Weltformat angenommen hat. Wie schon zuvor geäußert, habe ich hierbei nicht vor Partei zu ergreifen und mich weder der Nato-Fraktion noch der Russland-Fraktion anzuschließen. Allerdings vermisse ich in unseren Medien eine ausgewogene und richtungsfreie Berichterstattung, da ich mehr und mehr bemerken muss, das nur noch ukrainische, amerikanische und EU-Sichtweisen ausgestrahlt und artikuliert werden. Und mit dem Wahrheitsgehalt scheint es auch niemand mehr so genau zu nehmen.

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Déjà Vu mit Herzenskühle

Wir leben heute in einer seltsamen Zeit, die fast schon wie ein Deja Vu daherkommt. Ich denke da an die Zeit kurz nach dem ersten Weltkrieg, als Leute wie Freud, Le Bon, Tarde, Broch und Canetti versuchten, erste Versuche der Phänomene Massenhysterie, Massenwahn und Massenmensch zu formulieren oder in Romanform auszudrücken und damit zu erklären versuchten, wie das Unglück des großen Krieges entstehen konnte. Wenn ich in die Presse, das Fernsehen und die Gesprächsstoffe mir ansehe, mit denen ich zur Zeit regelrecht bombardiert werde, sehe ich mich im Jahrhundert zurückversetzt und erkenne die Erzählungen meiner Eltern und Großeltern, die von der „guten alten Zeit“ handelten, die ganz und gar nicht so gut war, wie ihr Ausdruck das versprach. Denn es war genau die Zeit, die die genannten Autoren zu ergründen suchten. Das wurde mir schnell klar, als ich mir nur ein paar Minuten Zeit nahm, darüber nachzusinnen.

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Ukraine & Co, und die Sackgasse Europa

So, nun ist es passiert. Das, was unbedingt verhindert, aber ständig herbei zu reden versucht wurde, ist Wirklichkeit geworden. Und vielleicht sollten die Stimmungsmacher in den westlichen Medien, die gerade ein neues Machtgefüge herbeizureden (-schreiben) versuchen, endlich mal ihr schmutziges Mundwerk beziehungsweise ihre schmutzigen schreibenden Hände im Zaum halten. Die ersten Schüsse sind gefallen, die den Beginn eines erneuten großen Krieges darstellen könnten und die für ein anderes, unberechenbares Gefüge in der Welt sorgen werden. Was sagt uns das? Und was wird wohl in naher Zukunft folgen?
Das Artikelbild habe ich in einem benachbarten Kleingarten gefunden und beschreibt den politischen Zustand Deutschlands auf Eindrucksvollste!

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Meinungs- und Pressefreiheit am Beispiel RT

Es ist schon wieder mal soweit, das jeder Bürger sich überlegen muss, was es bedeutet, wenn das Gesetz sagt, die Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht, das nicht eingeschränkt werden darf. Warum ich darüber sprechen muss, ist nicht das Dauerthema Corona, sondern RT, ein Nachrichtenportal, das in Moskau seinen Stammsitz hat von von der russischen Regierung finanziert wird. Das ist in meinen Augen auch nicht verdächtig, weil der Spiegel ja von Bill Gates finanziert wird, die Deutsche Welle vom Staat Deutschland und viele Tageszeitungen von der SPD, um nur ein paar prägnante Beispiele zu nennen. Ich weiß, wer oder was Russland ist und kann das in meine Überlegungen einfließen lassen, genau so, wie ich das beim Spiegel auch handhabe.

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Pandemie und Ausgrenzung

Manchmal, und seit Neuerem auch wieder öfters, spielen bei mir die Synapsen verrückt und ich beschließe, Dinge zu tun, die ich unter normalen Umständen für sinnlos und überflüssig halte. So auch heute. Ich schreibe gerade einen Artikel über Corona: Wahnsinn… Wir befinden uns nach offiziellen Angaben mitten in einer Pandemie. Und die hat nicht gestern angefangen, sondern vor jetzt schon fast zwei Jahren. Und wir hören Tag für Tag die immer selben Nachrichten über Inzidenzen, Todesraten, Impfdosen-Mangel, fehlende Ausrüstungen in Krankenhäusern, überlastetes Personal im Pflegeberuf und so weiter.

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Debattenkultur in Deutschland

Inmitten der Anforderungen an einen neuen Umgang mit der Verschmutzung von Umwelt und Atmosphäre und dem damit verbundenen allgemein anerkannten Klimawandel, inmitten der Aufgaben nahezu der gesamten Weltbevölkerung mit der Bewältigung einer Virus-Pandemie, inmitten der vielfältigen Versäumnisse beim Erhalt der Infrastruktur wie Straßen, Schulen, Brücken, einem unzureichenden öffentlichen Nahverkehr, einer Energiekrise sowohl in langfristiger wie aktueller Ausprägung und vieler anderer Missstände in Regierung, Verwaltung und Kommunikation erleben wir zu Zeit einen beängstigenden Verfall der Debattenkultur, auf der demokratische Organisationsformen nun einmal angewiesen sind.

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Wir brauchen mehr Meinungs- und Medienkompetenz

Unter progressiv denkenden Menschen wird immer wieder die Frage gestellt, wie man als Bürger seine Pflicht als Souverän wahrnehmen könne, wenn gar nicht gewährleistet ist, das alle Informationen, auf denen eine Entscheidung bei einer Wahl beruht, der Wahrheit, der Wirklichkeit oder schlicht auf Fakten beruht. In einer Zeit, in der ohne einen Aufschrei zu verursachen von „alternativen Fakten“ gesprochen werden kann, in der Lügengeschichten und Desinformationen verbreitet werden können, Verleumdung und Beleidigung an der Tagesordnung sich befinden und solche Kapriolen schneller vergessen sind als der letzte Besuch bei der Mutter im Seniorenstift ist das eigentlich ein Manko, das die Grundlagen der Demokratie, auch der Form, wie wir sie heute verstehen, in Frage stellt, wenn nicht gar zerstört.

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Der Abstieg einer Supermacht – live in allen Medien

Also so langsam geht unserem großen Freund westlich des Atlantiks die Puste aus. Nach vier Jahren mit einem mit sehr hässlichen Manieren ausgestatteten Präsidenten, dessen Lügenaussagen nachweislich in der Summe in die Tausende gehen, schlägt nun sein Nachfolger, ein alter, müder Mann, jeglichen Respekt und diplomatische Etikette ignorierend, um sich und nennt einen Präsidenten eines anderen Staates einen Mörder.

Ach ja, das Artikelbild: Das wäre meiner Ansicht nach der einzige richtige Platz für alte müde Männer…

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Die Bundestagswahl 2021 – Eine Wahl, die wirklich eine Wahl ist…

Seit langer Zeit ist endlich mal wieder eine Bundestagswahl wirklich eine Wahl, zwar nur zwischen zwei Möglichkeiten, aber immerhin… Das zeigen aktuelle Zahlen. Nutzen Sie die Chancen im strategischem Sinne, gleich welche der Richtungen auch immer Ihren Vorzug findet.

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