Freund-Feind-Denken hat Konjunktur

Obwohl in immer mehr wissenschaftliche Disziplinen die grundsätzliche Dualismus-Idee der Gegensätze, in Frage gestellt wird, stellt sich im gesamt-gesellschaftlichen Kontext immer mehr heraus, das in Gegensätzen zu Denken zur Zeit eine unbeschreibliche Hochkonjunktur besitzt. Es ist so einfach, die Welt in Gut oder schlecht, in Freund oder Feind oder Verursacher (Täter) oder Opfer einzuteilen. Und häufig sind „natürlich“ immer die eigenen Interessen oder Sichtweisen die, die gut genannt und somit positiv betrachtet und die der Andersdenkenden als schlecht und negativ gesehen werden.

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Déjà Vu mit Herzenskühle

Wir leben heute in einer seltsamen Zeit, die fast schon wie ein Deja Vu daherkommt. Ich denke da an die Zeit kurz nach dem ersten Weltkrieg, als Leute wie Freud, Le Bon, Tarde, Broch und Canetti versuchten, erste Versuche der Phänomene Massenhysterie, Massenwahn und Massenmensch zu formulieren oder in Romanform auszudrücken und damit zu erklären versuchten, wie das Unglück des großen Krieges entstehen konnte. Wenn ich in die Presse, das Fernsehen und die Gesprächsstoffe mir ansehe, mit denen ich zur Zeit regelrecht bombardiert werde, sehe ich mich im Jahrhundert zurückversetzt und erkenne die Erzählungen meiner Eltern und Großeltern, die von der „guten alten Zeit“ handelten, die ganz und gar nicht so gut war, wie ihr Ausdruck das versprach. Denn es war genau die Zeit, die die genannten Autoren zu ergründen suchten. Das wurde mir schnell klar, als ich mir nur ein paar Minuten Zeit nahm, darüber nachzusinnen.

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Pandemie und Ausgrenzung

Manchmal, und seit Neuerem auch wieder öfters, spielen bei mir die Synapsen verrückt und ich beschließe, Dinge zu tun, die ich unter normalen Umständen für sinnlos und überflüssig halte. So auch heute. Ich schreibe gerade einen Artikel über Corona: Wahnsinn… Wir befinden uns nach offiziellen Angaben mitten in einer Pandemie. Und die hat nicht gestern angefangen, sondern vor jetzt schon fast zwei Jahren. Und wir hören Tag für Tag die immer selben Nachrichten über Inzidenzen, Todesraten, Impfdosen-Mangel, fehlende Ausrüstungen in Krankenhäusern, überlastetes Personal im Pflegeberuf und so weiter.

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Debattenkultur in Deutschland

Inmitten der Anforderungen an einen neuen Umgang mit der Verschmutzung von Umwelt und Atmosphäre und dem damit verbundenen allgemein anerkannten Klimawandel, inmitten der Aufgaben nahezu der gesamten Weltbevölkerung mit der Bewältigung einer Virus-Pandemie, inmitten der vielfältigen Versäumnisse beim Erhalt der Infrastruktur wie Straßen, Schulen, Brücken, einem unzureichenden öffentlichen Nahverkehr, einer

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Moderne Zeiten

Der vorliegende Artikel versteht sich nicht so sehr als Kritik, sondern vielmehr als eine Beschreibung der politischen und medialen Wirklichkeit, wie ich sie empfinde. Die wenigen Schlussfolgerungen, die dabei zur Sprache kommen, sind mehr angerissen als ausgeformt. Ich möchte keine Vision vermitteln, sondern biete eine Betrachtung an, eine Beschreibung der politischen Welt, wie ich sie zur Zeit erlebe.
Ich denke, das wir in der fast vollständigen Vernichtung der Metaphysik, der Transzendenz und der Ausbreitung einer Realität, die wir als individuell gestaltbar, auslegbar, messbar und transparent empfinden, auch die Hoffnung, die Zuversicht und die Wertschätzung der Welt zu verlieren drohen und gerade dabei sind, diesem Ende mit großen Schritten entgegenzustreben. Was wir dabei verlieren können ist das, was wir „Das Menschsein“ nennen. Was danach kommt, ist unabsehbar, unbekannt und in meiner Anschauung wenig verlockend.

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Neue Technologien und kein Verständnis für Zusammenhänge

Ich habe mich in den letzten Tagen mit Freunden über viele Themen unterhalten und gewinne immer mehr den Eindruck, das die Welt, wie sie von Vielen erlebt wird, eine Komplexität erreicht, die keinen Überblick, keine Linie, kein Verständnis und keine festen Formen mehr zulässt. Alles scheint im der horizontalen Breite zu umfangreich geworden zu sein. Selbst viele Teilbereiche unseres Systems sind von einem Einzelnen allein nicht mehr zu überblicken. Alles ist so vernetzt, verstrickt und durchdrungen, das keine klare Bedeutung mehr gefunden werden kann. Ich habe mir daher im nachfolgenden Text die Mühe gemacht, aufzuzeigen, was unsere heutige Welt so besonders macht und das vieles heute sozusagen erstmals die Gesellschaften der Menschen erreicht hat. Man kann den Zustand heute also nicht mehr anhand von historischen Beispielen beurteilen. Dazu benutze ich Stichworte, die jeweils eine Beobachtung von heute aufzeigen und versuche dann in der Zusammen-Sicht eine Betrachtung zweier Krisen zu schaffen, die uns in letztere Zeit in Atem hielten.

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Pandemien offenbaren die Schwächen der Demokratien?!

Nahezu alle parlamentarischen Demokratien der Welt kämpfen heute, nach elementaren Einschränkung der Freiheitsrechte in der Corana-Krise, seien sie nun begründet und richtig oder unbegründet und falsch gewesen, um ihre Legitimation. Wir können dafür ins westliche Musterland USA schauen, in die europäischen Demokratien wie in Frankreich und Deutschland, in die sogenannten Demokratien wie Russland und die Türkei, überall herrscht Chaos in den Verwaltungen und Frustration in der Bevölkerung. Es sind nicht nur die Maßnahmen, die in aller Munde und Kritik stehen, sondern auf dem Prüfstand steht auch die Art und Weise, wie diese oftmals durchaus begründbaren Maßnahmen ausgestaltet und gehandhabt werden/wurden.

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Anspruchsdenken, Maßlosigkeit, Narzissmus

Immer wieder erfahre ich aus den Medien, das Angst und mangelnde Selbstreflexion die entscheidenden Merkmal seien, die unsere heutige, äußerst fragile und instabile Gesellschaft auszeichnen würden. Die Erläuterungen dazu sind umfangreich, zeigen sich wissenschaftlich fundiert und statistisch belegt und kommen nahezu makellos daher. Trotzdem scheint die Resonanz innerhalb der Bevölkerung auf diese Erklärungen sehr gering auszufallen, was zu der Frage ermuntert, ob diese Theorien entweder auf einem viel zu hohen Niveau sich aufhalten oder ob diese bei individueller Betrachtung stets die Antwort hinterlassen, das ja gerade ich als Leser von der Thematik nicht betroffen sei und das es ja nur die anderen sind, die diesen Mangel erleiden.

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Über Propaganda und andere Mittel der Spaltung

Wenn wir heute die Reaktionen und Meinungen in den Medien wie TV und Presse, in Sozial Media, Blogs und Websites einmal genau beobachten und dann deren Auswirkungen auf Politik und Mainstream genau verfolgen, wird uns auffallen müssen, das nicht die Gegenrede oder die darauf folgende Diskussion eine Folgewirkung entfaltet, sondern das es eher die Klickzahlen und der Bekanntheitsgrad der Agierenden einflussreiche Größen darstellen, die zu Reaktionen und/oder einer Beschäftigung mit aktuellen Themen herausfordern.

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