Auf Kollisionskurs mit der demokratischen Verfassung…

Mit unserer Demokratie, das wird von Tag zu Tag deutlicher, stimmt etwas nicht. Oder anders ausgedrückt, stimmt etwas nicht mit dem, was wir mit Demokratie verbinden. Wir leben nicht in einer reinen Demokratie in Deutschland. Wir leben in einer repräsentativen, parlamentarischen Demokratie auf einer Parteienbasis. Das wäre eine genaue Beschreibung der Wirklichkeit heute. Als Legislative und Exekutive in der Gesellschaft fungieren (fast) allein unsere gewählten Parlamentarier. Wir sind mit den Ländern republikanisch organisiert und haben uns eine Verfassung gegeben, die zum Teil unwiderrufliche Gültigkeit besitzt.

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Mythen… USA, Deutschland, die Länder der Freiheit?

Wenn es ein westlich orientiertes Land gibt, das zum Land der Freiheit gekürt werden könnte, so fiele meine Wahl eindeutig auf Frankreich. Die französische Revolution war wohl der erste wirksame Versuch einer Bevölkerung in der Größe eines Millionenvolkes, sich von einer willkürlichen Terrorherrschaft zu befreien. Nach Frankreich als Symbol für Freiheit, allerdings nur innerstaatlich gesehen, würden mir dann noch im globalen Diskurs Russland einfallen, Südafrika oder Vietnam, aber sicher nicht Deutschland, GB oder gar die USA.

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Die ungenutzte Macht des Verbrauchers

Den Kapitalismus und die Medien-Gesellschaft zu verstehen ist heute notwendiger denn je, denn alle Denkvorgänge und Handlungen des täglichen Lebens hängen von den Bedingungen ab, die der Kapitalismus und die Medien uns vorschreiben. Das zu realisieren ist heute notwendiger denn je, denn unsere gelebte Wirtschaftsform sowie die Informationssysteme sind mittlerweile tatsächlich alternativlos geworden. Der ganze Globus folgt diesen Formen der Zusammenarbeit und die wenigen noch freien Nischen werden diese eingespielte Denkweise in absehbarer Zeit nicht stürzen können. Dazu ist es wahrscheinlich längst zu spät! Was heißt aber, es zu verstehen? Was meine ich damit? Und wozu das?

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Nachrichten im Auftrag der Macht?

Propaganda und/oder gesiebte Nachrichten sind allgegenwärtig.
Wann immer aus Presse, Funk und Fernsehen Nachrichten den informationsbereiten Bürger treffen, erfolgt dort ein Abgleich mit den Erzählungen, auf denen unsere Kultur, unsere Weltzugewandtheit besteht. Diese Funktion, die mehr oder weniger automatisch erfolgt, erzeugt eine Bestätigung des Gewussten, erzeugt die Verdichtung einer Meinung oder gar die Veränderung derselben zugunsten einer anderen Perspektive. Dieses Gesetz, das mittlerweile ein Basiswissen der Geisteswissenschaften darstellt, wird heute von nahezu allen Akteuren der mit Meinungsbildung beauftragten Berufsgruppen genutzt.

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Framing für die ARD, die Nato und den Diesel

Wie aus der deutschen Press zu erfahren ist, hat sich unsere ARD für 120.000 € aus den Rundfunkgebühren ihrer Zuschauer/-hörer ein Gutachten geleistet, das sich mit der Frage beschäftigt, wie diese Organisation mit den Mitteln der Meinungsmanipulation durch Sprache, das ist Framing nämlich, die Zuschauer von der Meinung abzubringen, dass diese Medienanstalt nicht nur die Ansichten der Regierenden verbreite, sondern für die Allgemeinheit einen Bildungs- und Informationsauftrag besäße.

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Ein Versuch zum Narrativ „Arbeit“

In diesem Entwurf möchte ich über das Narrativ (ein soziologischer Begriff: Erzählung) erzählen, das Narrativ, das ein Arbeitsleben begleitet und von der Ausbildung oder sogar der Schule beginnend durch ein Leben führt bis zum Ruhestand. In diesem Narrativ schlägt sich ein Lebensentwurf nieder, der heute, im Gegensatz zu meiner Jugend, die in den siebziger Jahren stattfand, vollkommen verändert erscheint. Während er in meiner Jugend sich über die Ausbildung beginnend in geradlinigen Bahnen vollziehen konnte, sind Lebensentwürfe heute nicht mehr wie ein Fahrzeug, das eine vorbestimmte Strecke zurücklegen wird, sondern ist eher wie ein Konvoi zu betrachten. Es gibt heute für viele junge Menschen, die schon nach kurzer Zeit einen Abschnitt abschließen müssen, es kann heute Lebensabschnitte geben, nach denen ein vollkommener Neuanfang notwendig ist und es gibt sogar wieder Zeiten, die von großer Unsicherheit beherrscht werden. Wie anders ist da mein Leben verlaufen, das nach abgeschlossener Ausbildung, nach vorzeitiger Prüfung, mit unbegrenzten Vertrag über einen Zeitraum von 47 Jahren in nur einem Unternehmen ablaufen konnte und der mir eine ungebrochene Lebenslaufbahn, Sicherheit und heute eine ausreichende Altersversorgung beschert hat. Die Frage, die sich stellt, ist die: Was ist anders heute? Woran krankt diese neue Unsicherheit? Wer hat dieses Heutige beschlossen oder gar verschuldet? Wie kann es zum Besseren hin verändert werden?

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Willkommen im kalten Krieg?

Nun ist es soweit! Gerade mal 14 Tage haben unsere neuen Regierungsmitglieder gebraucht, um aufgrund von Verdächtigungen, Vermutungen und wagen Annahmen einen diplomatischen Krieg vom Zaune zu brechen. Dieser mit diplomatischen Mitteln geführter Krieg wird begleitet von gefährlich direkten Eskalationen in Syrien, in der Ukraine und an den Grenzen Russlands, wo unsere „Friedenstruppen“ feindselig auf den russischen Bären schauen. Wenn wir Kuba und Afghanistan in der Vergangenheit als hochbrisant und gefährlich bezeichnet haben, so ist das jetzt inszenierte Gewitter damit durchaus vergleichbar.

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Demonstration

Meinungserhebung versus Demo

Schon seit geraumer Zeit verfolgen mich Gedanken, ob in der heutigen digital-durchdrungenen Welt die alten Meinungsäußerungsgedanken der Bewegung, der Wache und der Demonstration noch zielführend sein können und ob angesichts der aktuellen Vorgänge bei Montagsdemonstrationen, deren Gegendemonstrationen und Kampfaufrufen wie bei G20 in Hamburg diese nicht neu durchdacht und angepasst werden müssen.

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Das Dilemma der Protestkultur.

Nach den G20-Protesten in Hamburg, kräftig unterstützt von Politik und Ordnungsbehörden, ist nunmehr Wachstum zu verzeichnen, Wachstum in Sachen Sicherheits- und Ordnungsbedarf. Und wie immer sind die Vorreiter auch unschwer zu finden: Bayern und die CSU. Und während der Rest der Republik staunend in Starre verharrt, werden in Bayern bereits Fakten und Vorlagen geschaffen. In einem unscharf formulierten Gesetz dürfen offiziell „Gefährder“, wer immer das auch sei, also Menschen, von denen man annimmt, sie könnten Straftaten begehen, für unbestimmte Zeit weggesperrt werden.

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