Schlagwortarchiv: Medien

Organische Strukturen statt hierarchische Organisation

Wie allgemein bekannt und gerade wieder äußerst präsent in der Nachrichtenwelt ist das komplette Versagen der hierarchisch organisierten Systeme, die Teile der Menschheit sich zu ihrem ureigensten Vorteil geschaffen haben. Wir führen und planen wieder Kriege, wir sind mich Aufständen der kommenden Generation konfrontiert und pflegen nach gutem menschlichen Brauch das uralte und selten funktionierende System des „teile und herrsche“. Wir haben drei Großmächte, die sich die Welt untereinander aufteilen, eine vierte Halbgroßmacht, die sich in längst überholter Größe wähnt und viele kleine „unbedeutende 1 Staaten, die sich mit viel Mühe über Wasser zu halten versuchen.

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  1. …weil wenig Einfluss in der Welt… ↩

Eine schwere Geburt, ein Wahlergebnis umzusetzen

Ich muss es gleich zu Beginn des Artikels anmerken: Noch nie in meiner Zeit als Bundesbürger ist mir ein Kommentar zu Wahlen, ihrem Ausgang und den folgenden Konsequenzen so schwer gefallen wie gerade jetzt nach den drei Landtagswahlen. Und es nicht wie vermutet die Zahlenlage, die mich irritiert, sondern viel mehr der Mangel an demokratischen Verständnis, das sich vom üblichen Disput auf der Straße, am Stammtisch usw. über die Medien bis in die Spitzen der Parteien hinzieht. Wie war das noch mit der Demokratie? In einer Demokratie entscheidet das Volk über sich selbst und für sich selbst: „Regierung des Volkes, durch das Volk und für das Volk.“

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Die Diskussion über KI und die Angst ihrer Schöpfer

Ganz neu in unserer Medienwelt angekommen sind die Warnungen vor der Entwicklungsgeschwindigkeit der AI, die sich rasend entwickelt und selbst ihren Erschaffern aus den Händen zu gleiten droht. Daher wird bereits so etwas wie einen weltweiten AI-Sperrvertrag gefordert, um damit, man höre uns staune, sich vor den Gefahren abzusichern. Nun, das sehe ich etwas differenzierter, denn der Atomsperrvertrag wäre vor der Entwicklung und Anwendung der Atombombe wirksam gewesen und dann auch nur, wenn sich alle Mächte daran hätten halten wollen. Das aber gab es noch nie, und wenn, dann wirkte das nicht lange.

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Na so ein Pech…?

Alles wurde aufgeboten. Die ganze Medienlandschaft wurde aktiviert, um das Übel bereits an der Wurzel, also beim Wähler zu bekämpfen, aber es hat wohl nichts genutzt, im Gegenteil, das große Unheil -nach der Meinungsrinne (Mainstream)- ist eingetroffen, und das gleich doppelt, denn der große Bösewicht hat fast die Absolute Mehrheit erreicht und der kleine Bösewicht ist jetzt Zünglein an der Waage. Und von was schreibe ich die ganze Zeit? Na, von Sachsen-Anhalt natürlich, denn dort wurde gerade erst gewählt. Ich sehe schon, das muss ich näher erläutern, das ist das neue Bundesland zwischen Berlin und Thüringen mit Magdeburg als Landeshauptstadt. Na gut, man kann ja nicht alle kleinen und unbedeutenden Landstriche in Deutschland kennen.

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Zeitkritik: Woran wir arbeiten müssen und was wichtig ist

Zeitkritik: Woran wir arbeiten müssen und was wichtig ist

Seit den 1970er Jahren findet in der sogenannten „Westlichen Welt“ eine Neuorientierung der politischen und gesellschaftlichen Grundlagen statt. Aus dem festgefügten kulturellen und überlieferten Weltverständnis wurde ein fortschreitender Reformprozess eingeleitet, der sich in Richtung einer Umerziehung der Menschen zu sanftmütigen, friedlichen, kommunikativen und toleranten Umgang mit sich selbst und anderen einschließlich der nicht-menschlichen Mitbewohnern unseres Planeten führen sollte. Heute müssten wir uns erneut klarmachen, um welche Eigenschaften es dabei ging und wie erfolgreich dieser Umschwung bisher gelaufen ist. Um das Ergebnis schon mal plakativ herauszustellen, muss jeder informierte Mitbewohner heute zum Schluss kommen, das dies alles ganz anders gelaufen ist wie angenommen und das sich der westliche Mensch mit seiner Prophezeiung doch ziemlich weit daneben lag.

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Was wir brauchen ist eine andere geistige Kultur

Wenn wir uns die politische Landschaft Deutschlands (als perspektivischen Punkt) und der Welt genau anschauen, kommen wir um die Erkenntnis nicht herum, das weltweit unsere zur Zeit gelebten politischen Kulturen sich sehr ineffektiv verhalten und eher schädigend als nützlich wirken. Diese Beobachtung muss nicht einmal mehr bestätigt werden, denn sie ist mehr als offensichtlich. Jeder, der die politischen Aktivitäten in der Welt aus deutscher Perspektive vorurteilsfrei beobachtet, kann mehrere bedeutsame Themenbereiche erkennen, die weltweit zu immer tieferen und weitreichenderen Krisen führen.

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Ein sarkastischer Themenüberblick im Frühling 2026

Die momentane politische Situation in Deutschland, EU-Europa und der kriegerischen Welt ist mit dem Ausdruck „unerträglich“ nur vorsichtig umschrieben. Unerträglich sind nicht nur die Problemstellungen, sondern viel mehr die unerträglich widersprüchlichen Informationen, die meiner Ansicht nach darauf hindeuten, das das Gros der Bevölkerung von allen Seiten aus mit Falschinformationen, Lügen und Desinformation in Angst und Schrecken gehalten, sprich „kaltgestellt“ werden soll. Im Krieg USA/Israel/Saudi/Arabien/VAE/Bahrein gegen den Iran/Jemen gewinnen anscheinend immerzu beide Seiten.

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Das USA-Israel-Iran-Debakel

Was ich ganz und gar nicht verstehen kann sind die Reaktionen, mit denen sich die Politikgrößen Europas angesichts des Überfalls der USA-Israel-Koalition auf den Iran verhalten und äußern. Ich könnte ja noch verstehen, wenn man dabei, um den amerikanischen Präsidenten nicht zu verärgern, sich der Kritik am Vorgehen zu enthalten versuchte. Sich allerdings dann noch den beiden Aggressoren anzubiedern und selbige in ihrem Kampf gegen den Iran unterstützen zu wollen finde ich mehr als pervers. Haben wir in Deutschland, in GB und der EU nicht genug damit zu tun, der Ukraine Milliarde für Milliarde in den korrupten Rachen zu schieben, obwohl mittlerweile selbst die USA nicht mehr an den Sieg gegen Russland glauben? Mit was bitte sehr wollen wir die beiden Angreifer denn unterstützen? Mit Abwehrraketen? Mit Soldaten? Mit Aufklärungsarbeit? Oder mit was sollen die ausgehungerten europäischen Armeen unterstützend tätig werden? Im Großen und Ganzen haben wir all unsere Mittel kostenfrei der Ukraine abgegeben. Und das ganze Zeug liegt jetzt verschrottet irgendwo im Osten der Ukraine herum. Ich gehe mal davon aus, das Russland das einsammeln wird, um damit seine Stahlproduktion in ungeahnte Höhen zu treiben.

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Die Probleme unserer Zeit und Fragen an KI

Wir erleben zur Zeit eine Welt im Wandel, eine Zeit also, wo Altes nicht mehr zeitgemäß und Neues noch nicht machbar erscheint. Wenn wir uns in der Weltgeschichte großer Reiche umsehen, hat diese Phase bisher jeden Hegemon und jedes große Reich erlebt. Die Gründe hierfür sind vielfältig, ja sogar schon intensiv erforscht und liegen bei all den Jahrtausende umfassenden Erfahrungen offen auf dem Tisch. Allerdings sind die Gründe für das Chaos und die Bremser einer Neuausrichtung ebenfalls mehr als bekannt. Die Einen versuchen, ihre Pfründe, erworben in der stabilen Lage der vergangenen Dezennien, zu sichern und verweigern einen Wechsel, weil sie damit die Grundlage ihres Reichtums und ihrer Macht verlieren würden. Die Anderen, die das bestehende System bisher nicht zum Zuge kommen ließ, versuchen mit aller Macht, ihre meist übertrieben moralisierte Vision einer blühenden Zukunft entgegen den Tatsachen umzusetzen.

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Entscheidungssysteme und deren Grundlagen

Der Artikel beschäftigt sich mit den Formen der Entscheidungsfindung, zunächst in Kürze im persönlichem Umfeld, und danach etwas ausführlicher in demokratischen und parlamentarisch geführten Systemen. Dabei werden die Verfahren Kompromiss, Konsens und Win-Win besprochen und mit den Definitionen verglichen, die Wikipedia 1 anbietet. Dann werden drei grundlegende und mit westlichen Vorstellungen verbundene Gesellschaftsanschauungen (Konservatismus, Liberalismus und Sozialismus) kurz beleuchtet. Auch hier werden die Definitionen von Wikipedia hinterfragt und diskutiert. Abschließend behandelt der Artikel die Machtfrage, mit der jeder Bürger konfrontiert ist und der er sich bewusst sein sollte. Zusätzlich beleuchte ich zum Abschluss die Möglichkeiten, die jedem Bürger einer westlichen Demokratie zur Verfügung stehen, um auf die politische Landschaft einzuwirken. Es gibt meiner Ansicht nach deren mehr als gemeinhin gedacht wird.

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  1. Wikipedia ist das im Westen meistgenutzte Nachschlagewerk im Internet. ↩

Zeitgeschehen heute: Modern vs. Postmodern

 
Wir leben heute in einer seltsam ausgeformten Gedankenwelt, die sich durch verschiedenste Misstöne und teilweise falsche Schlussfolgerungen begründet und dieses meist in einer Form, die sich durch Unvollständigkeit und eine auf der Enttäuschung darauf basierender Radikalisierung auszeichnet. Das ist nicht ungewöhnlich, da Massenphänomene immer zu Konzeptionen führen müssen, die auf Kompromissen und dem kleinsten gemeinsamen Nenner beruhen. Das kann letztlich nie als Erfolg, sondern stets nur als Misserfolg verbucht werden. Halbgare politische Richtungsentscheidungen, unscharfe Abgrenzungen und nicht zielführende Kompromisse genannt Reformen sind daher an der Tagesordnung und führen von Krise zu Krise. Worauf diese Phänomene beruhen, ist mit einer auf Materialismus und auf kurzfristige Erfolgserzählungen ausgerichteten Geisteswissenschaft nicht zu erforschen, da für deren Erfolg langfristige Wirkungen in einem geordneten Umfeld erzeugt werden müssten, die aber dem schnellen Zeitgeist sowohl der „Moderne“ als auch der „Postmoderne“ und deren Denkweise widersprechen. Dies will ich in diesem Artikel zu ergründen versuchen.

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Macht- und Größenwahn

Es braucht weder Studien noch sonstige Erkenntnisse, das so manch Schwergewicht der politischen und medialen Sphäre so langsam die Vernunft abhanden gekommen zu sein scheint. Anders kann ich mir die medialen und politischen Entgleisungen von Kriegsfähigkeit bis Stadtbildbetrachtungen nicht erklären. Außerdem sollten diese Menschen doch über genügend Einfluss und Informationen verfügen, um die Folgen ihrer Äußerungen und möglichen Folgen ihrer aggressiven Polemik und Politik absehen zu können. Wer auch nur die Kommentare und Veröffentlichungen von in Westeuropa zugänglichen prorussischen Medien verfolgt -Ich gehe davon aus, das die genannten Personen doch wohl die Äußerungen ihrer erklärten „Feinde“ studieren werden-, muss doch die zunehmende Verhärtung der Meinungen in Russland zur Kenntnis genommen haben. Denn dort fordert man (Karaganow: Es wird kein Deutschland mehr geben) mittlerweile sogar einen Präventivschlag, um vor dem drohenden Nuklearkrieg zu warnen und/oder ein Zeichen zu setzen. Deutschland steht dort wegen seiner aggressiven und feindlichen Haltung ganz oben auf der Liste der möglichen Ziele.

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Urteilskraft und die Fähigkeit, Schlussfolgerungen zu ziehen

Eine entscheidende Fähigkeit zur Bildung von zivilisierten Gesellschaften, die sich durch Arbeitsteilung, Spezialistentum und technische Ingenieurskunst auszeichnen, kann man schlicht und einfach als „Urteilskraft“ oder die Fähigkeit zur „Schlussfolgerung“ bezeichnen. Dazu gehört auch die Kunst, Verhaltensmuster zu erkennen, die eine einzelne Taten und Maßnahmen wahrscheinlich bei Freund, Feind, Lieferant, Kunde, Angestellte und Vorgesetzte auslösen wird. Wirtschaften und regieren lebt im Prinzip von dieser Kunst, und wer dazu nicht fähig ist, wird sich irgendwann in einem Laden oder einer Firma ohne Kunden und Auftraggeber und einem Staat mit unzufriedenen Bürgern wiederfinden. Allerdings scheinen diese Fähigkeiten im westlichen Kulturkreis immer mehr zu verschwinden.

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Miniatur: Die Organisation von Macht

Seit Menschengedenken ist die Ausübung von Macht niemals von Gemeinschaften oder Räten erfolgt, sondern immer gab es einen mächtigen Mann/Frau an der Spitze, auch wenn die offizielle Darlegung sich jeweils anders gestaltete. In einem Rat gibt es meist einen Vorsitzenden, in einem Parlament gibt es einen Präsidenten, in der Regierung einen Präsidenten oder Kanzler, der durch das Gesetz ermächtigt Macht ausübt und, wie in Deutschland, die Richtlinien der Politik bestimmt. Je nach Regierungsform ist diese Machtausübung mehr oder weniger stark, aber sie ist fast immer spürbar. Der US-Präsident hat zum Beispiel mehr Macht als ein deutscher Kanzler. Er kann über Dekrete regieren, was in Deutschland nicht möglich ist. Macht ausüben in einem Parlament oder Räten zum Beispiel kann man mit der Zuteilung von Redezeiten, der Abfolge der zugelassenen Reden oder auch über eine Begrenzung der zugelassenen Sprechenden über ein Partei- oder Fraktionsmitgliedschaft. Und Macht ausüben kann man durch geschickt gestaltete Veröffentlichungen. Kein Medium kann es sich leisten, Regierungsäußerungen nicht zu bringen. Wenn diese dann aber kritisiert werden, könnte es passieren, das das betreffende Medium aus der Informationskette ausgeschlossen wird. Journalisten sind meist akkreditiert. Verlieren sie diesen Vorzug, kommt ihre Meldung zu spät, um als Qualitätsmedium bestehen zu können.

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Miniatur: Nicht-Regierungs-Organisationen

Was ist eine NGO? Und die Antwort lautet: Nicht-Regierungs-Organisation. Nun ist diese Aussage nur halb richtig, denn viele Regierungen des Westens unterstützen auch NGO’s mit Fördergeldern. Gegründet von meist US-amerikanischen Philanthropen 1, die meist sehr wohlklingende Ziele verfolgen wie der Kampf gegen Malaria, AIDS und andere Krankheiten, oder die Förderung der Demokratie, der globalen Märkte und andere.

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  1. Milliardären, die ihr Geld an die Armen der Welt verteilen und dabei immer reicher werden…; wie das Buch von Röper, Inside Corona (ISBN 978-3-96850-008-9) sehr eindrucksvoll belegt hat. ↩

Inkompetenz und Größenwahn im Mainstream

Der Artikel ist eine Antwort auf einen Artikel der Tagesschau.de vom 16.08.2025, den ich nahezu in voller Länge zitiere. Also ich weiß ja nicht, würde ein Kabarettist jetzt ausführen, was man dort in der Redaktion so raucht, aber die Analyse des Schreibers trotzt nur so von Inkompetenz und Größenwahn. Zwei Staatschefs aus zwei Großmächten, die sich seit Jahren in einem verbaler und wirtschaftlichen Kleinkrieg befinden treffen sich und führen Gespräche auf hoher Ebene. Das dabei mehr als ein Ausloten gegebener Möglichkeiten herauskommen würde, muss jedem offen denkenden Menschen klar gewesen sein. Man konnte hoffen, das die Gespräche zumindest friedlich, informativ und freundlich verlaufen und keine der beiden Seiten die Fortsetzung der Annäherung blockieren wird. Und das scheint ja wohl geschehen zu sein.

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Die heutigen politischen Moden

Die heutigen politischen Moden sind nicht anders als die früherer Zeiten und daher auch bestimmt nicht besser. Das Bild: Zwei Menschen besprechen mangels Alternativen die aller Wahrscheinlichkeit nach verbleibenden Möglichkeiten, die da sind: Grab oder Galeere?

Seit vielen Jahren schon gehört das tägliche Studium der Nachrichten aus aller Welt zu meinen Gewohnheiten des Tages. Und dabei verlasse ich mich nicht allein auf deutsche Leitmedien wie Spiegel, Zeit und Frankfurter Rundschau, sondern auch auf ausländische Nachrichtenportale und alternative Medien. Und natürlich gehören auch die Medien der Länder, die in Deutschland mittlerweile als Feinde betrachtet werden, zu dieser Lektüre. Das ist sehr viel Lesestoff und frisst einen nicht unerheblichen Teil meiner Freizeit, aber diese ist aufgrund meines Ruhestandes ziemlich umfangreich und und wird durch die Verfügbarkeit des Internets samt Übersetzungssoftware immer mehr vereinfacht. Oft genügen schon das Lesen der Überschriften und der ersten Zeilen des Artikels, um sich über den Inhalt klar zu werden. Wiederholungen und Neuinterpretationen mit kleinen Nuancen scheinen unvermeidlich und kommen mehr und mehr in Mode. Man scheint von Seiten der Medien zu glauben, das das, was von verschiedenen Seiten immer neu aufgelegt wird immer wahrer werden wird. Das Prinzip kennen wir aus der Werbung: Immer wieder die gleichen Spots im gleichen Film, bis aus Klebstoff U.. wird. Allerdings ist das Prinzip so nicht klar ausformuliert, denn die Wiederholungen machen eine Ansicht oder eine Interpretation nicht wahrer, sondern nur bekannter. Und bekannt ist nicht gleichbedeutend mit richtig oder gar wahr. „Wer einmal lügt dem glaubt man nicht…“ scheint in der Zunft der Schreiber und auch der modernen Leser keine Gültigkeit mehr zu haben.

Zur Zeit haben die Berichte über Israel und Gaza die Berichte zur Ukraine maßgeblich verdrängt. Nur langsam werden dabei aus den Entschuldigungen und Rechtfertigungen der letzten Wochen Anklagen und Äußerungen von Unverständnis angesichts der Gewalt, die von unseren Freunden dort ausgeht. Trotzdem kommen in den Gazetten und Gazettensammlungen wie Google-News immer wieder vermehrt Äußerungen von Institutionen wie der Deutsch-Israelischen-Gesellschaft oder der Jüdischen-Allgemeine lautstark zu Wort, obwohl deren Verständnis der Ereignisse doch massiv einseitig gefärbt sein müssen. Also ich weiß nicht genau, wie Sie das sehen, aber allein die Anzahl der Getöteten auf beiden Seiten spricht doch wohl eine sehr klare Sprache. Rücksichtslose Zerstörung und der Hunger als Waffe belegen weiterhin die wahren Verhältnisse in den Auseinandersetzungen dort. Auch fehlen in den offiziell anerkannten Nachrichten oft die sehr eindeutigen Aussagen israelischer Politiker zum Hintergrund der Ereignisse. Da hilft es doch nicht, keine Waffen mehr zu liefern. Da ist eine Verurteilung der Vorgehensweise samt Sanktionen politischer und diplomatischer Natur gefragt. Es ist offensichtlich, das Israel nicht nur agiert, um seine Landsleute zu befreien, sondern versucht, sich den Gazastreifen endgültig einzuverleiben. Neuere Forderungen nach einer Auswanderung der Gaza-Bewohner sind doch wohl unmissverständlich. Ich kann die dahinterstehende Absicht recht gut verstehen, allerdings verurteile ich die Mittel und Maßnahmen, die dafür angewendet werden. Es wäre zum Beispiel denkbar gewesen, den Gazastreifen als automomes Gebiet in den Staat Israel aufzunehmen, unblutig und wahrscheinlich sogar für beide Seiten von Vorteil (win-win). Gaza war immer auf die Hilfeleistungen seiner Nachbarn und Freunde angewiesen. Aber das entspricht wohl nicht der Strategie des „teile und herrsche“, wie es weltweit gepflegt wird. Friedliche Lösungen erscheinen heute nahezu weltweit als Phantasiegebäude und würden voraussetzen, das die Menschen auf allen Seiten ihren Hass überwinden und Gewesenes gewesen sein ließen. Was in Südafrika, im Verhältnis Deutschland-Frankreich und in anderen Ländern gelingen konnte, geht dort im Orient nicht? Das ist unverständlich und widerspricht jeder Logik.

Der Konflikt in der Ukraine, einerseits Krieg und anderseits Sonderoperation genannt, ist aus den Nachrichten Deutschlands weitestgehend verschwunden. Von Zeit zu Zeit erinnern sich noch bekannte Schreiber und schwärmen über die Erfolge der Ukraine und deren Chancen, mit einer neuen Offensive und neuen Waffen des Westens doch noch zu gewinnen, aber diese Stimmen verstummen mehr und mehr und machen einer Ratlosigkeit Platz, der sich sogar schon einige wenige Politiker der regierenden Parteien anzuschließen scheinen. Manch eine Stimme kommt trotzdem heute noch mit der Vorstellung in die Medien, mit Russland aus einen Standort der Stärke heraus zu einer gesichtswahrenden Verhandlungslösung zu kommen. Sie drohen und sanktionieren, als ob das Potential dafür vorhanden wäre und Sanktionen (bisher 18 Pakete aus der EU) etwas anderes vollbracht hätten als nach hinten loszugehen. Ich halte das nur für einen gelungenen Bumerangeffekt, ausgelöst aus einer riesigen Überschätzung der eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten, die bar jeglicher Grundlage sind. Unsere Armee ist bedeutungslos, wir haben keine Ressourcen mehr, sind auf Handel angewiesen und haben die Ausbildung der nachwachsenden Generationen vernachlässigt. Mit was wollen wir erfolgreich drohen? Meiner Ansicht nach wird Russland den Krieg gewinnen, dann aus der Position der Stärke heraus die Regelungen zum Frieden diktieren und seine Vorstellungen voll verwirklichen. Übrig bleiben wird eine winzige, machtlose Ukraine, wahrscheinlich sogar ohne Zugang zum Meer. Sie wird dann wohl der EU angehören, nicht aber der Nato und sie wird im Gewimmel der Kleinstaaten der Erde mehr und mehr verschwinden. Keine große Bühne mehr, sie wird keine Geschenke der EU und USA mehr erhalten und keine Industrie mehr haben. Ihre Rohstoffe sind ja bereits verkauft. Und der kleinlaute Westen wird freudestrahlend das ausgehandelte Ergebnis als Erfolg zu verkaufen trachten und aller Wahrscheinlichkeit nach auch Erfolg damit haben. Die Geschichte wird umgeschrieben und die Wahrheit versiegt wieder wie immer schon in der Historie. Der Konflikt ist zu Ende und wir können uns dann beruhigt der Pflege des Rasens vor dem Kanzleramt und dem Lobbyismus der Auto- und Pharmaindustrie widmen. Ist halt schiefgegangen, na und?

In der Spitze der Regierung unseres größten und mächtigsten Verbündeten jenseits des Atlantik steht heute ein Mann, der vom vereinten Europa mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft wurde. Keiner wollte sich mit der Möglichkeit auseinander setzen, gute und freundschaftliche Beziehungen mit ihm zu pflegen und sich auf ein Miteinander einzulassen. Selbst als die Wahl längst entschieden war und klar wurde, wer die USA künftig regiert, stellte sich keine Anpassung an die neuen Gegebenheiten ein. Auch hier kommt wieder der Bumerang zu Tage, der mittlerweile fest in der EU zu wohnen scheint und sich maßgeblich auf Ignoranz gründet. Was Europa im Verhältnis zu den USA gerade versucht, ist, den misslungenen Start auszusitzen. Die letzten Tage waren gefüllt mit Nachrichten über den Jahrhundert-Deal zwischen der EU-Kommission und Trump, der konkrete Zahlen hervorbrachte und ansonsten mit Versprechen gefüllt war. Es war abzusehen, wie lange dieser Deal halten würde. Nicht die EU investiert in andere Länder. Auch kauft die EU nicht wirklich Öl und Gas ein. Das tun hier Nationalstaaten und Privatunternehmen, die sich an keine überstaatlichen Vorgaben halten müssen. Die Verhandlungsführerin muss das gewusst haben, als sie den Deal abschloss. Nun hat er ja gerade mal zwei-drei Tage gehalten, denn schon sind die nächsten Drohungen unterwegs. Die vereinbarten Zölle sind in Kraft und die weiteren Versprechen werden wohl nicht gehalten werden können. Das ist weiteres Öl im Feuer des zwischenstaatlichen Verhältnisses. Der Handelskrieg wird fortgesetzt. Allerdings verstehe ich die allgemeine Aufregung nicht. Die Zölle der USA werden auf Einfuhren erhoben und müssen von den Amerikanern bezahlt werden, die europäische Waren kaufen. Wer sich in den USA teure europäische Waren leisten kann, wird die 15% locker verkraften. Auf der anderen Seite entfallen europäische Zölle, was amerikanische Waren, die in Europa eh nur wenige kaufen wollen, billiger macht. Na und? Davon geht die Welt nicht unter. Die samit fehlende Nachfrage nach Gütern erhöht die Angebotsseite und das reduziert die Preise in Europa. So haben wir es doch in der Wirtschaftstheorie gelernt, nicht, aber wohl noch nie beobachten können. Die Zölle werden übrigens von den Staatskassen eingenommen. In der EU-Kasse werden diese Einnahmen fehlen, was bedauerlich ist, in den USA sind sie allerdings dringend notwendig, um den Konkurs des Staates und der Wirtschaft abzuwenden. Die Bilanzen der USA sind miserabel, die produzierende Wirtschaft kränkelt und nur noch IT-, Rüstungs- und Finanzunternehmen sind vorzeigbar. Das könnte auch für Europa gefährlich werden, bräche doch der Haupthandelspartner für Ressourcen weg, die in der EU nicht mehr zu finden sind. Dann sind die USA ja noch der wichtigste Verteidigungspartner und daher in der Lage, mit Rückzug aus der Nato zu drohen. Dumm gelaufen für Europa. Trump muss seine Ausgaben massiv einschränken, um handlungsfähig zu bleiben. Daher versucht er, die Kriege in Nahost und im Osten Europas zu beenden, die Unsummen seines Etats verschlingen. Für mich ist das verständlich, für die EU zwar unangenehm, zugegeben, aber nicht entscheidend für deren Wirtschaft. Die Vertreter derselben klagen doch immer. Europa hat ganz andere Probleme.

Das Hauptproblem Europas ist seine Abhängigkeit von Ressourcen, die nur von außerhalb bedient werden können. Dazu bräuchte es ein gutes Verhältnis und einen guten Ruf in der Welt der Staaten. Das hatten wir einmal, ist aber durch Größenwahn und Ignoranz unserer Eliten mittlerweile unter den Nullpunkt gesunken. Wir liegen heute im Clinch mit den drei Supermächten der Erde, stehen in Russland auf der Feindesscala ganz oben, haben durch Missachtung diplomatischer Regeln Konflikte mit China und anderen Ländern und leisten uns einen Handelskrieg mit den USA. Und auch in Afrika und Asien ist das Ansehen der Europäer, die durch ihre koloniale Vergangenheit eh nicht beliebt waren, weit unter den Nullpunkt gesunken. Ich denke, wir stehen in mehreren geopolitischen Sphären immerzu auf der falschen Seite. Wir sollten auf die richtige Seite zurückkehren, und die betrachte ich als ein sich beschränken auf die eigenen Thematiken innerhalb der EU. Hier haben wir mehr als genug zu tun. Ansonsten sollte die Pflege von guten nachbarschaftlichen Beziehungen unser Hauptaugenmerk darstellen. Wir haben nichts zu tun mit dem Konflikt Israel/Gaza, und auch der Konflikt Russland/Ukraine geht uns im Grunde nichts an. Ich sehe keinen Grund, warum wir uns ohne Legitimation der UN dort einmischen sollten. Unsere Fregatten haben an den Grenzen Chinas auch nichts zu suchen. Wir sind schon aufgrund unserer Geschichte nicht in der Lage, über die Regierungen anderer Staaten zu urteilen oder gar zu richten. Innerstaatliche Angelegenheiten anderer Staaten sind schon aufgrund unserer Mitgliedschaft in der UN nicht unser Aufgabengebiet. Das ganze Moral- und Wertegetue ist eher peinlich. Und wer Waffen liefert, macht sich immer den zum Feind, der die Waffen zu spüren bekommt. Warum verstehen wir das nicht? Und Verteidigungsbündnissen wie die Nato, die mehr angreift und droht als verteidigt, sollten wir grundsätzlich nicht angehören. Unser Grundgesetz verbietet unter Androhung von Strafe jede Vorbereitung eines Angriffskrieges. Die Aufgaben der Politik in Europa sollten nur die Bürger Europas sein. Wenn ich die Unterwürfigkeit sehe, die europäische Politiker der amerikanischen Administration gegenüber vorzeigen, schäme ich mich zutiefst. Auch die USA sind kein Einflussbereich europäischer Politik. Und wir sollten uns von US-Amerika als Vorbild lösen und unsere eigene Agenda verfolgen. Wir brauchen keinen Vormund und keinen Mafiaboss an unserer Seite. Wenn ich die letzten 30 Jahre zurückschaue, haben wir viele Freundschaftsangebote aus aller Welt immer wieder aus ideologischen Gründen abgelehnt. Das waren Fehler, die sich heute auswirken. Abpuffern und Aussitzen wird hier nicht mehr helfen. Wir müssen Konsequenzen ziehen und zu Selbstständigkeit und Vernunft zurückkehren. Wir sind ein kleines Land mit fleißigen Menschen. Wir sollten diesen Fleiß fördern und bedenken, das wir lediglich 1% der Weltbevölkerung darstellen. Für Großmannssucht ist hier kein Platz.

Hass, Krieg und andere Dummheiten

Seit Generationen scheint es in der westlich geprägten Welt üblich zu sein, an einmal getroffenen Entscheidungen, Prinzipien und Regelungen festzuhalten und sich von jeglicher Überprüfung fernzuhalten. Diese Beobachtung umfasst nahezu alle Bereiche der Wissenschaften einschließlich der politischen und soziologischen Fachbereiche und behindert meiner Ansicht nach sowohl die evolutionäre als als auch die geistigen Entwicklungsmöglichkeiten der Menschheit in einer unverantwortlichen Weise. Die Menschen weltweit haben in nahezu allen Kulturen über Jahrhunderte Hass- und Rachephantasien gepflegt, konnten die Wirkungen und folglich auch die Ursachen dieser Denkweisen hunderte Male beobachten und kommen doch immer wieder auf diese unmenschlichen Denkweisen zurück.

Wir können beobachten, das nahezu alle wissenschaftlichen Entdeckungen aller Zeiten bevorzugt dazu genutzt wurden, kriegerische Auseinandersetzungen immer mehr zu pervertieren. Das ging vom Messer, das wieder eine Hochkonjunktur zu erleben scheint, über andere Schneidwerkzeuge, mit denen man morden kann, zu brennbaren Flüssigkeiten, weiter zum Sprengstoff, schreitet fort zur Kernspaltung, zur Informationstechnologie und macht selbst vor medizinischen Fortschritten nicht halt. Ich frage mich, warum und aus welcher Fehlentwicklung des Geistes heraus diese Missgriffe immer weiter verfeinert und perfidiert (perfide machen) werden. Meist sprechen wir von Habgier, Machtphantasien und psychopathischen Störungen als Ursache, aber auch der Überlebenswille, der Selbsterhaltungstrieb und die Sorge um die Zukunft ist im Gespräch. Und gerade heute in Westeuropa, 85 Jahre nach der letzten Kriegskatastrophe, scheint eine Neuauflage der perfiden Denkweisen sich wie ein Virus auszubreiten. Allerdings bin ich der Überzeugung, das die üblich genannten Ursachen zwar wirksam, aber nicht entscheidend sind. Ich persönlich halte die Dummheit und Beschränktheit weiter Teile der Bevölkerungen und ihrer Sprecher einschließlich der Geschichtenerzähler ihrer Kulturen für maßgeblicher.

Während die Beschränktheit bewusst von machtbesessenen Eliten herbeigeführt werden kann, indem man propagandistische Methoden verwendet oder Halbwahrheiten verbreitet, ist die Dummheit 1 auf diese Weise nicht zu erklären. Jedem denkenden Menschen sollte klar sein, das ein Verkäufer jeder Couleur, und zu diesen gehören nicht nur die für Gebrauchtwagen oder Versicherungen, sondern auch die in Politik und den Meinungsbildungsinstituten, den Käufern das Blaue vom Himmel herunter erzählen, um ihre Ware loszuwerden. Zur Zeit sind es wieder einmal uralte Ressentiments und verunglimpfende Halbwahrheiten in den Erzählungen (Narrativen), die einen überaus breiten Raum einnehmen. Zu nennen wären der Hass auf alles Russische, zu nennen wäre der Glaube an die Freunde USA und Israel für alle Westeuropäer, der fast an Wahnsinn grenzt, zu nennen wäre der erneut keimende Glaube, das Probleme zwischen Staaten durch Krieg und Kapitulationen zu lösen wären und natürlich wäre da noch die Absicht zu nennen, das diese alten Konzepte jeglicher Art zu anderen Ergebnissen führen könnten als bisher.

Viele werden sich an dem von mir verwendeten Begriff Dummheit stören, aber leider kann ich ihn nicht wirklich ersetzen. Denn, um einerseits mit Einstein zu kollaborieren, „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber beim Universum bin ich mir noch nicht sicher.“, möchte ich andererseits auch noch Konfuzius hinzufügen, der meinte: „Dummheit ist nicht, wenig zu wissen oder nur wenig wissen zu wollen, Dummheit ist der Glaube, genug zu wissen.“ Bei der letzten Feststellung von Konfuzius macht sich meine Diagnose fest. Viele Jahrhunderte lang waren die Menschen europäischer Prägung leider nur führend in der Kunst, Kriege zu führen. Alle anderen Sparten des menschlichen Geistes überließen sie gerne den Kulturen, die sie gerne als „sich in Entwicklung befindend“ betrachteten. Die geistigen Hochkulturen dieser Zeit befanden sich in Indien und China, die Medizinischen waren im Orient beheimatet, und Europa schaffte es ja noch nicht einmal, die grundlegenden Schriften seiner Kultur zu erhalten. Das meiste von dem, was heute erhalten ist, von Aristoteles über Platon bis Plotin usw., die zusammen genommen unsere Kulturbasis darstellen, wurden von Arabien erhalten und kamen erst von dort zu uns zurück. Ich finde daher, etwas mehr Demut wäre auf der Seite des sogenannten Westens durchaus angebracht.

Nehmen wir als belegbares Beispiel nur einmal die Kriege des 20. Jahrhunderts. Was haben diese Kriege wirklich eingebracht? Beide Weltkriege haben Europa bis auf die Grundmauern zerstört, und die sich ableitenden Feindschaften aus dem Ersten Weltkrieg, Deutschland/Frankreich, Deutschland/England, Japan/USA haben innerhalb weniger weiterer Jahre zu einen weitaus größeren Kriegsbrand, dem Zweiten Weltkrieg geführt. Wollen wir diese Konzepte, die von Neid über Habgier, weiter von Ressentiments zu Hass und folgend von Hass zu Krieg gehen, immer weiter verfolgen? Ich denke, wir sollte aufhören damit. Der neueste Brand ist der zwischen Israel/USA und dem Iran. Glaubt wirklich irgend jemand, das so die Probleme gelöst werden können, die in dieser Region seit Jahrzehnten schwelen? Wenn es Israel gelingt, den Iran zu unterwerfen, werden andere muslimische Völker den Konflikt aufrechterhalten, wird das überlebende Volk Irans über JH hinweg Rache fordern und weder die USA noch Europa werden daran etwas ändern können. Was hier abläuft ist alter Wahnsinn, alte Überheblichkeit in neuen Gewändern. Und der ältere Krieg im Kernland Europas, der mindestens schon zweimal hätte vermieden bzw. beendet werden können, wurden durch alte Konzepte und Vorurteile, in diesem Fall von der Glaube an die Instabilität und Schwäche Russlands, was sich ja mehr und mehr ins Gegenteil verkehrt, perfide verhindert. Dieser Krieg im Osten ist weiterhin die Ursache für eine umfassende Wirtschaftskrise im gesamten Westen. Hat irgendein Entscheidungsträger aus diesen mittlerweile belegbaren Tatsachen die Konsequenz gezogen und beginnt, über andere Konzepte als Angriff und Sanktionen nachzudenken? Nein, keiner davon, im Gegenteil, sie verfolgen die Konzepte weiter bis zum Totalausfall. Das ist Dummheit in höchster Potenz. Und Dummheit ist es auch, die Vertreter dieser alten Konzepte immer wieder in Entscheidungspositionen zu heben. Was diese Leute heute hier und da absondern, ist schon nicht mal mehr zum Fremdschämen geeignet. Ob Außenministerinnen einer Atommacht den Krieg erklären, ob Europa im Hindukusch verteidigt wird, ob die Ukraine unter keinen Umständen verlieren darf oder ob Israel für uns in Europa die Drecksarbeit macht, von den Stammtischen möchte ich mich bewusst fernhalten, all diese Absonderungen sind an Dummheit nicht zu überbieten. Und die Wähler, die unter 35 Parteien hätten wählen können und doch wieder nur bei den Dreien hängen blieben, die noch jeden Karren tiefer in den Sumpf geschoben haben, als er vor der Wahl schon war, kann ich auch nur zurufen: „Dumm ist, wer Dummen folgt und Dumme regieren lässt.“ Es ist … Ich kann es nicht mehr beschreiben, ohne unsere tierischen Mitbewohner über Gebühr und zu Unrecht zu beleidigen. Die nachfolgenden Zitate aus dem Netz mögen den Begriff Dummheit trotzdem etwas eingrenzen.

André Glucksmann 2 hatte diese einzigartige Form der Dummheit bereits vorausgesehen: „In ihrer höchsten Aktualität erweist sich die Dummheit als die einzig mögliche Ursache für einen Dritten Weltkrieg. Was sonst könnte die atomaren Gegner dazu verführen, aufeinander loszugehen, da die verhängnisvollen Folgen allen gut bekannt sind?“

Die 5 Gesetze menschlicher Dummheit 3

Beispiele für die Dummheit der Menschen gibt es zuhauf. Als der italienische Wirtschaftshistoriker Carlo M. Cipolla die menschliche Natur und dummes Verhalten untersuchte, erkannte er einige Regelmäßigkeiten und formulierte sie als die „5 Gesetze der menschlichen Dummheit“:

1. Jeder unterschätzt die Anzahl dummer Menschen. Es gibt mehr dumme Menschen, als wir meinen. Das liegt das daran, dass wir uns von Aussehen, Status, Prominenz oder Reichtum blenden lassen.

2. Dummheit ist unabhängig von Bildung oder Status. Dummheit kommt in allen sozialen Schichten vor. Sie ist unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Bildung. Selbst Gebildete tragen dumme Charaktereigenschaften in sich oder treffen dumme Entscheidungen.

3. Dumme Menschen schaden anderen und sich selbst. Das Hauptmerkmal dummer Menschen ist, dass sie anderen Schaden zufügen, ohne selbst davon zu profitieren. Ihr Leben gleicht einer Abfolge des Stolperns und freien Falls, bei dem Sie andere mit in den Abgrund reißen.

4. Dumme Menschen sind gefährlicher als Kriminelle. Kriminelle handeln aus egoistischer Berechnung. Dumme Menschen sind völlig unberechenbar und haben keinen Plan. Das macht sie noch gefährlicher und unvorhersehbar.

5. Viele unterschätzen die Gefahr durch Dumme. Wer die Dummheit der Menschen ignoriert, begeht einen schweren Fehler. Zwar kann man sich die Dummheit anderer zunutze machen. Langfristig aber wird das erratische Verhalten dummer Menschen mehr schaden anrichten und kann sogar Gesellschaften destabilisieren.

Gehen wir weiter und schauen uns an, wie sich die allgemein verbreitete Dummheit und die oft zu beobachtenden Hemmnisse, neues Wissen aus den Wissenschaft einer zumindest ansehnlichen Teilmenge der Bevölkerung zu vermitteln, auswirken, kann einem schon Angst und Bange werden. Sie brauchen nur Einkaufen zu gehen und sich anzuschauen, wie groß sich dort die mathematischen Fähigkeiten der Mitmenschen anpreisen. Die Geldrückgabe zu errechnen, ohne elektronische Geräte zu verwenden, ist nahezu ausgestorben. Versuchen Sie einmal, einen ausgewiesenen Rechnungsbetrag um 3% verringern zu lassen oder fragen Sie einmal, wie viel Waschpulver in einem Flüssigprodukt enthalten ist, das 23% desselben in Trockenform ausweist und welche Variante des Waschmittels dann preiswerter ist. Sie werden ihr helles Wunder erleben. Und da sprechen wir über Grundrechenarten und die einfache Prozentrechnung. Schon beim Zinseszins wird es happig, beim Verständnis von relativen Zahlenwerten oder gar Potenzen wird es dann aber schon unwirklich. Trotzdem werden in der gesamten Presse die Ergebnisse beliebiger Studien, die ja auf statistischen Rechenmethoden 4 beruhen und von irgendjemanden in Auftrag gegeben wurden, groß und breit der Bevölkerung übergegossen. Nur sehr wenige verstehen diese Aussagen oder können gar über mitgelieferte Tabellen die sachgerechte Verwendung der Zahlenwerte auch nur ansatzweise überprüfen. Die Ersteller gehen scheinbar davon aus, das ihre Veröffentlichungen einfach ungeprüft geglaubt werden und versuchen auf diese Weise immer mehr, ihre Waren an den Käufer zu bringen, egal, ob es sich dabei um Wahlversprechen, Expertenmeinungen, Gebrauchsprodukte, Gesundheitsversprechen, Meinungen oder wissenschaftliche Erkenntnisse handelt. Sie nennen das Neudeutsch Public Relations, und auf diesen Ausgüssen beruht nahezu unsere gesamte Wirtschafts- und Glaubenskultur. Sie umfasst auch die Bereiche Politik und Verwaltung. Ich nenne das zusammengefasst einfach nur Werbung, und belege diesen Begriff mit einer Wahrscheinlichkeit von 70% als die willentliche Verbreitung von Lügen. Das bedeutet, einfach ausgedrückt: Es relativ egal, ob es sich dabei um Wahlversprechen, die Reparaturfreundlichkeit eines Gerätes, den Kraftstoffverbrauch eines Kfz, die Langlebigkeit von Industrieprodukten, die Haltbarkeit derselben, die Gewinnchancen von Lotterien oder die Wirkung von Statusprodukten handelt, es wird überall gelogen, das sich die Balken biegen.

  1. Dummheit bezeichnet einen Mangel an Intelligenz oder eine daraus resultierende törichte Handlung. In Wanders Deutschem Sprichwörter-Lexikon von 1866 wird eine weitere Dimension der Dummheit hervorgehoben: In der sehr umfangreichen Sammlung von Sprichwörtern zu dem Thema wird deutlich, dass es auch die Dummen gibt, die sich hindurch mogeln und damit weit kommen. Wikipedia (DE) ↩
  2. https://science.orf.at/v2/stories/2795167/ ↩
  3. https://karrierebibel.de/dummheit/ ↩
  4. Statistik „ist die Lehre von Methoden zum Umgang mit quantitativen Informationen“. Sie ist eine Möglichkeit, „eine systematische Verbindung zwischen Erfahrung und Theorie herzustellen“. Unter Statistik versteht man die Zusammenfassung bestimmter Methoden zur Analyse empirischer Daten. Wikipedia (DE) ↩

Das haben wir aber fein gemacht…

So, nun ist es wohl passiert: Ein Merz wird der neue Merkel. Die Wahl zum deutschen Bundestag hat erstaunliche Ergebnisse produziert, Ergebnisse, die nichts Gutes für die Zukunft erwarten lassen. Nun gibt es auch zwei gute Nachrichten, denn die FDP ist erst mal Geschichte und für Die Grünen reicht es nicht zusammen mit der CDU für eine Regierungsbildung. Immerhin, das ist doch mal ein Bonus, der den nicht gelungenen Start des BSW zumindest für mich erträglich macht. Allerdings erhalten wir wohl wie vorausgesehen wieder eine Schwarz-Rote-Koalition aus CDU/CSU und SPD, sozusagen also ein Merkel 5.0.

Erstaunlich an dem Wahlergebnis ist, das nur eine CDU/CSU/AfD oder CDU/CSU/SPD Koalition zulässt, ist das Wahlverhalten der jüngeren Generation(en), also der 18 bis 34 Jahre alten Bevölkerungsanteile. Sie haben mehrheitlich AfD und Die Linke gewählt. Da beide Parteien wohl für einen Politikwechsel eintreten und diese Gruppe mit jedem Jahr größer werden wird, bin ich sehr gespannt auf das Wahlverhalten 2029. Die jungen Wähler zu verlieren ist für jede Partei ein Alptraum. Das wird also spannend die nächsten Jahre. Wie bereits erwähnt wird die Nicht-mehr-große-Koalition, von deren Einigung ich mehr als überzeugt bin, wohl weiter machen wie bisher. Beide verfolgen einen Kurs, der sich nur dezent in wenigen Sachfragen unterscheidet. So möchte Scholz und die SPD keine weitreichenden Waffensysteme der Ukraine übergeben, während Merz ganz scharf darauf aus ist, mit solchen Waffenlieferungen doch noch einen Sieg der Ukraine gegen Russland zu erzwingen. Zumindest tönt er das öffentlich laut heraus, obwohl mit Trump, Xi und Putin er wohl damit die Mächtigsten der Welt gegen sich aufbringen wird. Ob dann, wenn nach Wochen der Gespräche zur Koalitionsbildung nicht Trump nach erfolgreichen Verhandlungen mit Putin nicht doch noch ein Veto zur Ukraine-Politik Deutschlands einlegt, liegt das wohl zuerst an den Inhalten des Antrittsbesuchs des neuen Kanzlers in Washington oder noch weiter gefasst in den Sternen. Vielleicht sind die Sterne dem Frieden ja mal wohlgesonnen. Ich hoffe das sehr.

Schauen wir in die Wirtschaftspolitik, werden sich die Rahmenbedingungen wohl nur wenig ändern. Beide zukünftigen Partner wollen die Sanktionspolitik nicht abstellen und werden wohl weiter im Kielwasser der EU agieren, was wenig bis gar keine Optionen eröffnen kann. Es fehlt das Geld im Angesicht der Schuldenbremse, es fehlt der Wille zu Veränderungen und es belastet noch zusätzlich der neue Sheriff in Washington, der allen bisher genannten wohl noch länger ein Grauen bleiben wird. Dazu kommen erhöhte Verteidigungsausgaben, ein schwankender Macron in Frankreich mit großen Industrieproblemen, ein ebenso schwankendes GB, beide mit wachsenden Schuldenbergen sowie zu guter Letzt die Erstarrung der deutschen Außenpolitik durch die diplomatischen Missetaten der Vorgänger-Regierung. Es wird also wenig Raum für Hilfsprogramme, Steuersenkungen und Ausnahmeregeln geben. Zumal die Bundesbank erstmals kein Geld an den Bundeshaushalt überweist, denn sie steht mit 20 Mrd. € im Defizit. Der Energiepreis bleibt weiterhin hoch, die Zölle im Welthandel sowie die Kosten für die EU werden wohl erheblich ansteigen und neue-alte Technologien werden wohl Jahrzehnte brauchen, bis sie sich, so weit sie überhaupt verfügbar und einsatzbereit sind, auswirken können. Merz ist also nicht zu beneiden. Wer die Zeche bezahlen werden wird ist wohl allen klar: Die Bevölkerung wird die Milliarden sich wohl von den Sozialleistungen und Ruhestandsbedingungen absparen müssen.

Was wird die neue Koalition wohl an Neuerungen bringen? Ich bin gespannt, ob das Heizungsgesetz fallen, ob die Benziner wieder Hochkonjunktur und Kohle und Gas neben dem Atom der Energiewirtschaft wieder zu neuem Glanz verhelfen wird, wie Merz das im Wahlkampf angekündigt hat. All das Genannte wird nicht überall in der SPD für entspannte Minen sorgen können. Die Mehrheitsverhältnisse sind ja mit 18 Sitzen nicht so komfortabel wie erwünscht. Und ob ein echter Sozialdemokrat beim Sozialabbau mitmachen kann ist mehr als ungewiss. Auch ist im Gegensatz zu den Christlichen für die SPD die Rentenfrage ein Tabu-Thema, denn ohne die angehenden Rentner wird die SPD auch noch die letzte Gruppe der Stammwähler verlieren. Ich frage mich sowieso, warum die Rentner nicht schon lange eine eigene Partei gegründet haben. Auch wird die neue Koalition wohl zügig für interessante Schlagzeilen sorgen, zumal aus der CSU die alten Recken wieder zu Einfluss kommen werden. Die Freude in den Comedy-Scenes ist groß.

Was mir persönlich Sorgen macht ist das Wahlverhalten der Wähler. Glaubt man wirklich, das die Verursacher der vielfältigen Krisen, an deren Ursachen neben der Ampel auch die sogenannte Große Koalition maßgeblich beteiligt war, die Karre werden aus dem Sumpf herausziehen können. Also ich bin da skeptisch. Aber wie gesagt sind Blicke in die Zukunft nach Wahlen immerzu ein Blick in die Glaskugel. In meiner Wahrnehmung haben Politiker in den letzten Jahrzehnten niemals das zustande gebracht, wofür sie in Wahlkämpfen so eindringlich geworben haben. Die Kompromisse, die sie eingegangen sind oder eingehen mussten, haben stets die Lage noch verschlimmert. Wir werden also sehen, wohin uns die Neuen dann wohl führen werden. Ich hoffe sehr, das das nicht Krieg sein wird. Merz hat keine Angst vor Krieg, meinte er ja erst vor kurzem noch, ich allerdings schon. Mit drei Großmächten als Gegner und wackeligen Freunden an der Seite ist das wohl doch ein gewagtes Vorgehen.

Was jetzt in der ersten Phase nach der Wahl wohl kommt ist hinlänglich bekannt: Funkstille. Es wird Wochen brauchen, bis eine Einigung der beiden Kontrahenten des Wahlkampfes erzielt werden kann. Und welche Köpfe in der SPD dann noch zur Verfügung stehen ist vollkommen unklar. Wir können dazu nur hoffen und uns „alles Gute“ wünschen.

Vielleicht sollten wir hier an dieser Stelle die Begriffe Demokratie, Wahlen und Parteien erläutern oder zumindest mal etwas genauer beschreiben. Ich glaube anhand des Wahlergebnisses erkennen zu können, das hier doch einige Unklarheiten bestehen. Fangen wir mal mit der Demokratie an. Sehr schön erklärt finden wir das bei Wikipeda, wobei allerdings die grundlegenden Problematiken nur sehr schwach angedeutet oder sogar verdreht dargestellt sind:

Demokratie (von altgriechisch δημοκρατία dēmokratía Volksherrschaft) ist ein Begriff für Formen der Herrschaftsorganisation auf der Grundlage der Partizipation bzw. Teilhabe aller an der politischen Willensbildung. Es handelt sich um einen zentralen Begriff der Politikwissenschaft, der ursprünglich aus der Staatsformenlehre stammt und in der Demokratietheorie erörtert wird. Die erste begriffliche Erwähnung findet sich bezogen auf die Attische Demokratie bei Herodot. Ideengeschichtlich wegweisend für den Begriff war die Definition der Politie bei Aristoteles. Eine schlagwortartige Beschreibung aus der Moderne liefert Abraham Lincolns Gettysburg-Formel von 1863: „Regierung des Volkes, durch das Volk, für das Volk“.

Zur liberalen Demokratie, wie sie sich nach westlichen Mustern herausgebildet hat, gehören allgemeine, freie und geheime Wahlen, die Aufteilung der Staatsgewalt bei Gesetzgebung, Regierung und Rechtsprechung auf voneinander unabhängige Organe (Gewaltenteilung) sowie die Garantie der Grundrechte.

In einer repräsentativen Demokratie, in der gewählte Repräsentanten zentrale politische Entscheidungen treffen, haben oft Parteien maßgeblichen Anteil an der politischen Willensbildung und an der durch Wahlen legitimierten Regierung. Die Opposition ist fester Bestandteil eines solchen demokratischen Systems, zu dem auch die freie Meinungsäußerung samt Pressefreiheit, die Möglichkeit friedlicher Regierungswechsel und der Minderheitenschutz gehören.

In einer direkten Demokratie trifft das Stimmvolk politische Entscheidungen direkt.

Je nach zugrundeliegendem Demokratiebegriff gibt es jedoch unterschiedliche Kriterien dafür, wann ein Staat als Demokratie gilt. Neben und auch statt der bereits genannten Begriffe werden so z. B. Volkssouveränität, Mehrheitsherrschaft, verfassungsmäßige Ordnung, allgemeine Wohlfahrt, Pluralismus, Rechts- und Sozialstaatlichkeit, Schutz des Privateigentums etc. genannt. Daher unterscheiden sich die unter der Bezeichnung „Demokratie“ in Vergangenheit und Gegenwart registrierten politischen Systeme.

Forderungen nach demokratischen Strukturen beziehen sich nicht nur auf die gesamtstaatliche Ebene. Sie werden auch für Teilbereiche des organisierten Gesellschaftslebens wie Institutionen, Verbände, Vereine oder auch das Wirtschaftsleben erhoben.

Zunächst einmal können die ersten zwei Definitionen vollständig ausgeschlossen werden, denn es gibt sie auf der Welt nicht. Auch in den westlichen Demokratiestaaten regiert das Volk nicht wirklich, denn dazu müsste zumindest die Gewaltenteilung etabliert sein 1 und das Volk müsste direkt an Sachentscheidungen beteiligt werden. In Deutschland kann das Volk nur eine Partei wählen. Die Möglichkeit, als freier Bewerber in einem Wahlkreis durch die Erststimme gewählt zu werden, scheitert meist allein schon an der mangelnden Medienpräsenz, ohne die ein Kandidat nicht bekannt werden kann. Nahezu weltweit gibt es nur Repräsentative Demokratien. Das heißt doch wohl, das nur Köpfe aus Parteien in Regierungsverantwortung kommen können. Eine Ausnahme dabei bilden die Kommunen, wo auch freie Kandidaten eine kleine Chance haben, und das auch nur, wenn die Bewerber z.B. stadt- oder ortsbekannt sind. Parteien sind von der Organisation her mit Vereinen gleichzusetzen, in denen die Mitglieder die Führungspersönlichkeiten bestimmen. Bei der CDU sind das 370000, der CSU 130000 und der SPD sind das gerade mal 370.000 Menschen, die bestimmen, wer in Kanzleramt und Ministerien regieren wird. Wenn diese Parteien koalieren, verhandeln und bestimmen nur Parteitage, die über mehrere Ebenen hinweg aus den Gesandten der Ortvereine gebildet werden, und Partei-Präsidien über die Machtverteilung im Land.

  1. In der BRD untersteht die Staatsanwaltschaft zum Beispiel dem Justizministerium. Unterbindet die Regierung durch dieses Ministerium eine Anklage, kommt die Entscheidung auch nicht vor ein Gericht. Daher darf auch die deutsche Staatsanwaltschaft keine internationalen Haftbefehle ausstellen! ↩

Wollten wir alle das wirklich so…?

Das haben wir uns alle doch wirklich so gewünscht, oder wurden wir nur falsch verstanden? Ich glaube nicht.

Egal wo immer ich auch zur Zeit in eine Kommunikation eintrat, alle waren froh und glücklich, das diese „d…mliche Ampel-Regierung“ endlich Geschichte ist. Hat sich dabei eigentlich mal jemand überlegt, was danach kommen könnte/sollte? Nun haben wir wohl auch hier den Salat ungewaschen und ohne Salatsoße (Dressing) auf dem Teller und er will nicht richtig munden, denn: Was steht an? Wir haben eine Union (genannt CDU/CSU, das sind 2 Parteien, die zusammen bei der letzten BT-Wahl 24,1% (18,9+5,2%, jetzt bei Insa 30,0% ) bekommen haben mit einem Kanzlerkandidaten Merz, eine SPD (letzte BT-Wahl: 25,7%, jetzt bei Insa 16%) mit einem Kanzlerkandidaten Scholz, eine AfD mit einer Kanzlerkandidatin Weigel (letzte BT-Wahl: 10,3%, jetzt bei Insa 21%) und Die Grünen mit einem Kanzlerkandidaten Habeck (letzte BT-Wahl: 14,8%, jetzt bei Insa 12,0). Das BSW mit Wagenknecht (jetzt bei Insa 7%), die FDP mit Lindner (jetzt bei Insa 4,0%, Die Linke mit Reichinnek/Van Aken (jetzt bei Insa 4,0%). Die „Kleinen“ halten sich auf beiden Seiten nahe an der 5% Grenze auf und weitere Parteien werden wohl kaum eine Chance haben. Nehmen wir mal an, das alle genannten Kleinen im BT vertreten sein werden. Das heißt doch wohl, das den Koalitionen Union/AfD, Union/SPD/Grüne, Union/SPD/BSW, Union/SPD/FDP, Union/SPD/Linke, Union/Grüne/BSW, AfD/SPD/Grüne eine Möglichkeit zur Regierungsbildung verblieben. Ohne Union oder AfD geht gar keine andere Koalition. Und sowohl Die Linke als als auch das BSW, so sie denn im BT erscheinen, werden von den anderen Parteien zumindest zur Zeit noch nachdrücklich ausgeschlossen. Und nehmen wir Merz beim Wort bezüglich der AfD, bleiben nur die Parteien SPD, Die Grünen und FDP als Koalitionspartner für ihn übrig. Nach meiner persönlichen Einschätzung und einem Ergebnis nach letzten Umfragen werden wir uns so wohl bald schon nach der Wahl die Ampel zurückwünschen. Scheiden alle Kleinen aus, bleiben Union/SPD oder Union/Grüne übrig. Das wäre meiner Einschätzung nach eine Fortsetzung der Merkel-Zeit gewürzt mit einer aggressiver Außen- und Migrationspolitik. Kurz und prägnant ausgedrückt haben Sie jetzt die Wahl zwischen den Verhältnissen in den Niederlanden (wenn Sie die Kleinen auch wählen) oder einem aggressiveren „Weiter so wie bisher“. Meinen Glückwunsch. Darüber sind wir doch alle sehr glücklich.

Übrigens: Es gibt eine sehr aktuelle Umfrage des Washingtoner Instituts Democracy im Auftrag der britischen Zeitung Independent, die in Deutschland durchgeführt wurde. Diese sieht etwas anders aus als Umfragen im deutschen Auftrag. Darin führt Weidel in der Frage nach der Kanzlerschaft mit 35% deutlich an, Merz kommt auf 26% und Scholz auf 15%. Und das Parteienspektrum sieht so aus: CDU/CSU 27%, AfD 25%, SPD 15%, Grüne 13%, BSW 6%, FDP 5%, Die Linke 5%, Sonstige 4%. Damit wäre die AfD die stärkste Partei im neuen deutschen BT, denn CDU und CSU sind und agieren nach wie vor wie zwei Parteien. Die Koalitionsfrage würde dann sehr spannend werden, finden Sie nicht auch? Es verblieben CDU/CSU/AfD (52%) und CDU/CSU/SPD/Grüne (55%) als einfachste Möglichkeiten. Da freuen wir uns doch auf vier Jahre spannende Politik. Haben wir so etwas gewollt? Sicher nicht!

Dann ist ja mit der Wahl von Trump ein Wunsch nicht in Erfüllung gegangen, dem viele auch jetzt noch ausgesprochen nachtrauern. Meiner Einschätzung nach musste jedem, der die Politik und Wahlkämpfe in den USA verfolgt hat, klar sein, das Trump gewinnen würde. Alles andere wäre mehr ein Wunder als eine Überraschung gewesen. War es dann wirklich so förderlich, sich schon im Vorfeld so abweisend und beleidigend über diesen Mann zu echauffieren? Und nun, da dieser Mann konsequent seine Wahlversprechen einzulösen versucht, ist die Aufregung auf allen Ebenen groß. Also ich würde mir in Deutschland mal Politiker wünschen, die ihre Wahlversprechen einzulösen gedenken, auch wenn mir bei Habeck, Merz und Weigel dabei doch etwas schwarz vor Augen würde. Also Russland mit Raketen angreifen zu lassen, Putin Ultimaten zu setzen, die Ukraine muss gewinnen zu tönen und die Wirtschaft zurück ins letzte JT zu führen ist in meinen Augen eher Wahnsinn als förderlich. Und auch die Glaubens-gesteuerten grünen Weltrettungsideen können nicht in allen Ausprägungen meine Zustimmung finden. Und was die AfD so wirklich vorhat, das ist nicht ganz so klar wie es sein sollte. Sicher ist in jedem Fall, das es den Steuerzahlern damit keinesfalls besser gehen wird als vorher. Aber zurück zu Trump. So langsam sollte doch jedem klar werden, das unser großer Freund über dem Teich nicht unser großer Freund bleiben wird, denn der große Freund jenseits des Atlantik hat große wirtschaftliche und geopolitische Schwierigkeiten und versucht, das auf dem Rücken Europas und Asiens zu lösen. Das machten die USA doch auch unter genehmen Regierungen schon immer. Wenn sie Gas verkaufen wollen, schrecken sie auch schon mal vor Terror nicht zurück. Erste Attacken wurden ja schon gestartet. Trump würde sich gerne Grönland einverleiben, erwartet, das Europa sich ohne Hilfe der USA verteidigen kann, fordern, das der Dollar das Weltzahlungsmittel bleibt und sollte das alles nicht wohlwollend aufgenommen werden, drohen Sanktionen. Weiterhin wird Trump versuchen, Staatshaushalt der USA mit Kryptowährungen, von denen er ja auch schon selbst eine gegründet hat (Memecoin), zu sanieren. Wenn Staaten in den Kryptomarkt einsteigen, wird dieser früher oder später von der riesigen Kapitalmacht der Zentralbanken beherrscht und gesteuert. Erste Fachleute für Krypo hat sich Trump bereits aus dem Gefängnis seines Landes geholt. Wer da letztlich verdienen und verlieren werden wird, erschließt sich wohl von selbst. Übrigens: Auch Russland will auf dem Kryptomarkt aktiv werden. Für mich ist klar, das durch Staatsaktivitäten dieser Markt für Nicht-Milliardäre ein Fass ohne Boden werden wird. Vielleicht ist hier der Begriff „Schleudersitz“ viel besser geeignet. Das wirkt ähnlich wie Kettenbriefe und Schneeballsysteme.