Kategoriearchiv: Fragestellungen

Der erneut modern gewordene Krieg aller Kategorien

Wenn ich mir die alltäglichen Nachrichten ansehe und lese, höre und sehe, wie groß die Differenzen zwischen verschiedenen Nachrichtenmedien bezüglich ihrer Inhalte und Interpretationen zum aktuellen Tagesgeschehen sind und wie weit sie auseinander liegen, kann ich mich eines mulmigen Gefühls nicht entziehen. Alle Seiten dieser für eine demokratische Gesellschaftsordnung notwendigen Informationsaufgaben arbeiten scheinbar nach nur noch internen Medienschaffenden selbst zugänglichen Regeln. Sie verbreiten Angst, sie verbreiten Schrecken, Furcht und Sorge und fordern so letztlich zu einer fast religiösen Gesinnungseinheit auf, die in radikalen Kreisen bis zur Bereitschaft zu Körperverletzung und weiterführend zu Hass reicht.

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Hintergründe, Mythen, Theorien

Der nachfolgende Artikel könnte auch als Beobachtungen des Alltagslebens beschrieben werden. Er hat keine durchgängiges Thema, sondern stellt Fragen aufgrund von alltäglich möglichen Beobachtungen, die jeder an sich und seiner Umgebung machen kann. Die Aufzählung beginnt damit, wie Fragen zu scheinbar Selbstverständlichem zustande kommen, wie ein Infrage-Stellen mancher Gewohnheiten durchgeführt werden kann und wie das zu bewerten ist. Das gilt besonders für die Gewohnheiten, die an und für sich eigentlich als gegeben, als vertraut und als nicht hinterfragbar gelten. Die dabei angesprochenen Themen sind wahllos aneinandergereiht und so zusammen gewürfelt, wie sie mir in den Sinn kamen. Daher steht am Anfang auch ein Inhaltsverzeichnis, wobei keine Seitenzahlen, sondern nur die Reihenfolge ausgewiesen werden kann.

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Die weltpolitische Lage Deutschlands heute

Worüber sich nahezu alle höchst einig sind in Europa ist die Tatsache, das die weltpolitische Lage ausgesprochen instabil genannt werden muss. Da ist zum einen die angespannte Lage zwischen den Großmächten (USA, Russland, China und nein, Europa gehört nicht (mehr) dazu…). Dann sind da die Klimaveränderungen, die nahezu jeder tagtäglich wahrnehmen kann und nicht zu vergessen natürlich die wirtschaftlichen Lagen, in die sich unterschiedliche Staaten mit unterschiedlichen Mitteln hinein gewirtschaftet haben.

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Wähler wählen Delegierte, die nur ihrem Gewissen verantwortlich sind …

… das ist kurz und bündig gesagt der Rechtsstand, in den Aussagen von Politikern und Abgeordneten einsortiert werden müssen. Das es in Wirklichkeit nicht immer so läuft, weil der Mainstream der Presse über die Popularität einzelner Akteure entscheidet und jeder Politiker einer Partei angehört und auch auf den Status innerhalb seiner Parteifreunde Rücksicht nehmen muss, sei einmal als bekannt vorausgesetzt und ist so auch jeden Tag in der Presse nachzulesen. Seinem Gewissen allein verantwortlich zu sein bedeutet, nichts und niemanden Rechenschaft ablegen zu müssen, Punkt. Daran rütteln auch die Parteizugehörigkeit, die Popularität und die Koalitionszugehörigkeit eines Abgeordneten nichts. Bei Ministern allerdings, die auch Abgeordnete sind, gibt es dabei nur ein Hemmnis, denn der Kanzler allein stellt seine Minister ein und kann sie auch jederzeit wieder abberufen. Aber das hat natürlich auch seine Haken, denn wenn eine Koalition weiter bestehen soll, kann die Entlassung eines Ministers auch weitreichende Folgen haben. Frau Merkel hat daher auch ihre CSU-Minister im Amt gelassen (…weil sie mit dieser Partei eine gemeinsame Fraktion bildet), Herr Scholz hat Herrn Lauterbach eingestellt (…weil der vom Mainstream lautstark angefordert wurde.) und muss, um seine Koalition zu erhalten, wohl mit Baerbock, Habeck (Koalitionspartner: Die Grünen) und Lindner (Koalitionspartner: FDP) vorlieb nehmen, statt Fachleute an die Spitze eines Ministeriums zu setzen.

Seien wir doch mal ehrlich, das was gerade in Sachen Wählerwillen und so diskutiert wird, ist doch seit Bestehen der BRD Alltagspraxis. Gegen welchen Wählerwillen haben sich Regierungen in den letzten 60 Jahren alles hinweggesetzt. Denken wir nur an die Notstandsgesetze, denken wir an Hartz 4, denken wir an die Kriege in Jugoslawien, in Syrien, die Einsätze in Afghanistan, denken wir an die Atomkraftwerke, die Startbahnen, die Steuergesetze und Privatisierungen, und die Reihe könnte fortgesetzt werden bis zur kompletten Füllung der Festplatte dieses Rechners. Hat eigentlich noch nie jemand bemerkt, in welcher Art unser Demokratiesystem mit seinen Wähler verknüpft ist: Wir haben alle vier Jahre ein Kreuz zu machen. Das war’s auch schon. Und es sind die Parteien, die bestimmen, wo es lang geht, und die sind in der Größe der Mitglieder zwar unterschiedlich, aber auch dort gibt es nur wieder Delegierte, die auf Parteitagen die Richtung vorgeben. Wir haben, um es kurz auf einen Nenner zu bringen eine repräsentative Parteien-Demokratie. Darin sind die Meinungen der Wähler nur kurz vor Wahlen gefragt. Natürlich, wir können gegen Entscheidungen, die uns nicht recht sind, demonstrieren, aber ganz ehrlich, welche Demos haben jemals kurzfristig zu einer Veränderung geführt? Und auch Parteien verändern sich. Hätten sie gedacht, das eine Sozialdemokratische Partei Hartz 4 einführt und die Umlagen-basierte Rente zerstört? Oder haben sie damit gerechnet, das ausgerechnet die Grünen den ersten Krieg nach dem Weltkrieg, nein nicht Ukraine, sondern im Kosovo triggert, wo jetzt schon wieder Soldaten hingehen müssen, um Frieden zu stiften?

Der Wählerwille ist nicht gefragt in unserem Land. War er noch nie, und wie es aussieht, sind wir sehr weit entfernt davon, ihm jemals näher zu kommen. Welche Interessen unsere Abgeordnete verfolgen, interessiert nicht, oder hatten Korruption, Amtsmissbrauch und dergleichen in D jemals Konsequenzen? Wie war das mit Strauss und seinen Privatgeschäften, wie das mit den Parteispenden, wie mit der Umleitung von Geldern ins eigene Bundesland, wie das mit den Affären des Verfassungsschutzes, des BND, wie ist das mit der Vermarktung von Insider-Informationen, mit dem Erschleichen von Doktortiteln, mit strafrechtlichen Vergehen wie Kindesmissbrauch, Amtsanmaßung, Verleumdung und Bestechung, der Veruntreuung von Geldern und so weiter und so weiter? Von den Volkssünden wie Steuerhinterziehung, Vorteilsnahme und Seilschaftsvergaben will ich gar nicht erst reden. Soviel Zeit habe ich nicht, um das alles aufzuarbeiten. Und seien wir ehrlich, wir denken uns dabei (schon lange) nichts (mehr) und lassen es geschehen, weil…: Es könnte ja noch viel schlimmer sein… Genau!?

Unser Demokratiesystem hält den Wähler (…früher hieß der das Volk.) für eine unzuverlässige Institution und vertraut dessen Urteil nicht. Und wenn ich zurückblicke in die letzten Jahre, hat die Demokratie recht damit. Haben Sie jemals einer Vereinsversammlung, einer Mieterversammlung oder einer Eigentümerversammlung beigewohnt? Nein? Versuchen Sie es einmal. Wenn sich 5 bis 50 Menschen in einem Raum versammeln und eine Problemlösung beraten, dabei sich fetzten bis zur Beleidigung und dann unsinnige Entscheidungen fällen, weil die Emotionen, die hochgekocht wurden, nicht mehr zu bändigen sind, dann verstehen sie die Befürworter der repräsentativen Demokratie.

Was zu manchen Äußerungen unserer Politiker gesagt und zur Zeit geschrieben wird ist vollkommen unsinnig. Ob das Lauterbachs „Endzeitstimmungen“, Baerbock’s „Wähler-sind-mir-egal“ oder Scholz’es „Habe-ich-vergessen“ ist, bleibt dabei ohne Belang. Sie sind per Gesetz nur ihrem Gewissen verpflichtet, können strafrechtlich nicht belangt werden und haben/werden sich aus Eigeninteresse Gesetze (ge)schaffen, die sie für die laufende Legislatur unangreifbar machen. Und nach vier Jahren ist alles vergessen. Um sie abzuwählen, müssen Sie erst Parteigremien, dann den Mainstream und die Kollegen Abgeordneten überzeugen. Die sind aber wie Polizisten, Fluglotsen, Piloten, Anwälte, Vorstandkollegen und viele andere Berufsgruppen auch: Sie halten zusammen und agieren wie erweiterte Familien.

Und was ist mit den Medien, die das ganze Spektakel veranstalten? Wenn Sie sich das Geschehen langfristig anschauen und nicht vergessen, was Sie dort jeden Tag lesen, werden sie feststellen, das das Sprichwort mit den „Säuen, die durchs Dorf getrieben werden…“, zu welchem Zweck, in wessen Auftrag und wie finanziert auch immer, durchaus hochmodern ist und Sinn macht. Und auch die hochmodernen Neuerungen wie Facebook, Twitter, Tiktock und YouTube sind, zumindest im Bereich Politik, nur in den Händen einiger weniger Akteure, Controller und Bots, und sie haben einzeln oder als Gesamtphänomen keinerlei Bewandtnis oder Kompetenz in der Meinungsbildung für politische Themen. Sie sind nur lautstark und agieren meist zweckgerichtet. Finanzkrise, Bankenkrise, Coronakrise, Maskenaffäre, Fukushima, Venezuela, Syrien, Jemen, Journalistenverfolgung, Stay-Behind-Armeen, Energiekrise, Gaskrise, Ukrainekrise, Taiwan-Krise, US-Präsidentschaftswahlen und vieles mehr sind weder aufgearbeitet noch abgeschlossen noch wurden jemals politische oder strafrechtliche Konsequenzen gezogen. Das ist so und wird wohl auch so bleiben. Es liegt aber nicht an Einzelnen, sondern am System, nicht an dem Einen, nein, alle Systeme sind davon betroffen und das wird, solange wir solche Systeme brauchen, um friedlich zusammenleben zu können, auch so bleiben.

Mein Tip: Es gibt bei Wahlen mindestens 30 Parteien und parteiunabhängige Einzelpersonen, die sich zur Wahl stellen. Wenn Euch die sechs bekannten und etablierten nicht recht sind, wählt und etabliert einfach Neue/Andere. Es gibt genug willige Bewerber. Und seinen wir ehrlich: Auch die Tierschutzpartei oder die Violetten und ihre Mitglieder können nicht schlechter Regieren und Gesetze machen als die altbekannten Recken der fünf Parteien, mit denen wir uns schon eine geraume Zeit herumzuschlagen haben und deren Plattitüden 1, deren Inkompetenz samt ihrer Folgen wir tagtäglich verarbeiten müssen. Bis zum Ende der Legislatur aber werden wir mit den jetzt Agierenden wohl auskommen müssen. Wir haben sie schließlich gewählt und so selbst die geringen Chancen verpasst, die unser System, das wir doch alle so sehr lieben, uns noch ließ.

  1. Plattitüde bezeichnet eine abgedroschene Redewendung oder eine belanglose Aussage. Wikipedia (DE) ↩

Das große Vergessen hat Konjunktur…

Das große Vergessen hat Konjunktur und politisch und wirtschaftlich entwickelt sich nichts (mehr) nach Plan. Die momentane weltpolitische Lage, besonders im Angesicht des Krieges/Konfliktes in der Ukraine und seiner Akteure, erscheint hoffnungslos verwickelt zu sein, und niemand kann wirklich sicher sagen, wohin sich diese festgefahrenen Positionen in vielen Bereichen entwickeln werden. Wer nüchtern und sachlich die Lage betrachtet, kommt nicht umhin, gewisse nihilistisch anmutende Dogmen in den Positionen der argumentierenden Parteien zu finden. Stellen wir daher die Frage, was um aller Welt sind diese Positionen? Wohin sollen die Erwägungen, die angestellt und praktiziert werden, das Weltgeschehen lenken? Wer und was sind die Vorteile, Ziele und Vorstellungen, die mit dieser Dogmatik erreicht werden soll?

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Globalismus vs. Nationalismus?

Eine der wichtigsten Fragen der heutigen Zeit ist mit dem Gegensatzpaar Globalismus vs. Nationalismus verbunden, und viel deutet darauf hin, das diese Gegenüberstellung ohne irgendwelche Zwischentöne das große politische Problem unserer Zeit darstellt. In der öffentlichen Meinung ist Nationalismus heute etwas schlechtes, der Globalismus dagegen wird als ein Nonplusultra dargestellt. Aber ist das wirklich so oder ist das wieder nur ein Narrativ, das uns (die Bevölkerung) beruhigen soll? Inzwischen sind wir sogar schon soweit, das sogar schon Medien-Kriege geführt werden, die sich auf diesem ideologischen Gegensatz entzünden.

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Verschwörungstheorie oder Formatierungsfehler?

Ich habe gestern einen Artikel (Freund-Feind-Denken hat Konjunktur) auf den Blog gestellt, in dem die Großmächte der Welt etwas näher beschrieben werden. Bei der Nachkontrolle heute entdeckte ich zwei-drei Rechtschreibefehler, die ich zu korrigieren versuchte. Dabei habe ich nachfolgende Stelle entdeckt, die mich doch etwas nachdenklich macht:

Es liegt kein Fehler vor. Was bitte sehr sind unerwartete und ungültige Inhalte. Was ist darunter zu verstehen. Und ich weiß nicht, wie es drei-vier Mal hintereinander passieren kann, das ein und derselbe Abschnitt als Fehler angesehen wird, der nichts als Text und keinerlei Formatierungen enthält. Kann mir irgend jemand erklären, was ich falsch gemacht habe? Es fehlen die Texte über die vier Supermächte. Ich habe dann ohne zu speichern geschlossen und der ursprüngliche Text ist wieder da wie gestern bei der Ersteinstellung. Und das, wie gesagt mehrmals hintereinander. Ich werde also die Rechtschreibefehler nicht korrigieren können, ohne Teile des Textes verlieren.

Über eine Information über diese Angelegenheit wäre ich dankbar!

Freund-Feind-Denken hat Konjunktur

Obwohl in immer mehr wissenschaftliche Disziplinen die grundsätzliche Dualismus-Idee der Gegensätze 1, in Frage gestellt wird, stellt sich im gesamt-gesellschaftlichen Kontext immer mehr heraus, das in Gegensätzen zu Denken zur Zeit eine unbeschreibliche Hochkonjunktur besitzt. Es ist so einfach, die Welt in Gut oder schlecht, in Freund oder Feind oder Verursacher (Täter) oder Opfer einzuteilen. Und häufig sind „natürlich“ immer die eigenen Interessen oder Sichtweisen die, die gut genannt und somit positiv betrachtet und die der Andersdenkenden als schlecht und negativ gesehen werden.

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  1. Körper-Geist (Medizin, Psychologie), Rechts-Links (Politik), Ursache-Wirkung-Prinzip (Neuroimmunologie) , gut-schlecht (Entscheidungen) ↩

Der amerikanische Mythos: Freiheit für die Welt?

Um die Frage gleich in meinem Sinne zu beantworten, die in der Überschrift steht: Für US-Amerikaner: ja sicher; für alle Anderen: eher nein!

Der Mythos Amerika, genauer gesagt der USA als Staat beruht aus einer Zeit, in der in Europa immer noch machtverliebte Monarchen ihre Bevölkerungen aussaugten wie Vampire ihre Opfer, und wo es eine bürokratische Elite gab, die ihren Herrschern gerne und willig zu Diensten war. Hier war Amerika und besonders die USA für viele unterdrückte Menschen Europas ein Eldorado der Freiheit.

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Meinungs- und Pressefreiheit am Beispiel RT

Es ist schon wieder mal soweit, das jeder Bürger sich überlegen muss, was es bedeutet, wenn das Gesetz sagt, die Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht, das nicht eingeschränkt werden darf. Warum ich darüber sprechen muss, ist nicht das Dauerthema Corona, sondern RT, ein Nachrichtenportal, das in Moskau seinen Stammsitz hat von von der russischen Regierung finanziert wird. Das ist in meinen Augen auch nicht verdächtig, weil der Spiegel ja von Bill Gates finanziert wird, die Deutsche Welle vom Staat Deutschland und viele Tageszeitungen von der SPD, um nur ein paar prägnante Beispiele zu nennen. Ich weiß, wer oder was Russland ist und kann das in meine Überlegungen einfließen lassen, genau so, wie ich das beim Spiegel auch handhabe.

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Pandemie und Ausgrenzung

Manchmal, und seit Neuerem auch wieder öfters, spielen bei mir die Synapsen verrückt und ich beschließe, Dinge zu tun, die ich unter normalen Umständen für sinnlos und überflüssig halte. So auch heute. Ich schreibe gerade einen Artikel über Corona: Wahnsinn… Wir befinden uns nach offiziellen Angaben mitten in einer Pandemie. Und die hat nicht gestern angefangen, sondern vor jetzt schon fast zwei Jahren. Und wir hören Tag für Tag die immer selben Nachrichten über Inzidenzen, Todesraten, Impfdosen-Mangel, fehlende Ausrüstungen in Krankenhäusern, überlastetes Personal im Pflegeberuf und so weiter.

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Impfen oder Nicht-Impfen, das ist eine aktuell brisante Frage

Impfen oder Nicht-Impfen, das ist eine aktuell brisante Frage. Wir sind heute in der Pandemie-Diskussion in Deutschland besonders in zwei nahezu unversöhnliche Lager gespalten. Die erste Gruppe findet „sich Impfen zu lassen“ nahezu als eine gesellschaftliche Pflicht. Die andere Gruppe lehnt das Impfen kategorisch ab. Und in meinen Gesprächen gleich in welcher Umgebung komme ich immer mehr zu der Überzeugung, das es nicht sinnvoll ist, sich einer der beiden Gruppen argumentativ anzuschließen. Es geht doch im Grunde um die Frage, wie ein wie immer gearteter Eingriff in meine körperliche Unversehrtheit gewertet werden muss. Oder einfacher ausgedrückt: „Kann Impfen für mich zu einer Pflicht werden oder nicht?“. Wenn wir uns das Feld ansehen, in dem diese Debatte zur Zeit stattfindet, werden sehr gewichtige Aussagen aus vielen Richtungen der Gesellschaft, der Wissenschaft und der Politik aufgeworfen, und ich möchte zunächst ganz am Anfang beginnen.

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Die Weltlage ist auch ohne Corona schwierig, aber nicht hoffnungslos

Es ist nicht gerade einfach zu sagen, was ich gerade und zur aktuellen Stunde von der Welt und ihren Einrichtungen und Zuständen halte. Zu unterschiedlich sind die zu erkennenden Motive und Entwicklungen. Und ich werde dabei Corona mit keinem Wort erwähnen. Trotzdem muss ich leider und zu meinem Bedauern die Niederschrift erst einmal in verschiedene Exkurse aufteilen, bevor, so hoffe ich zumindest, eine fazitäre Gesamtschau möglich wird.

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Feinde, Verschwörer und ein Traum

Der Staat Deutschland ist besonders stolz auf seine Verfassung. Diese Schrift, die jedem Menschen seine Würde garantiert, jedem Menschen eine eigene Meinung zugesteht und in der alle Menschen, gleich welcher Hautfarbe, Religion oder Weltanschauung ein Recht auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit zugesteht, steht in der zweiten großen Krise des 21. JH vor einem Sittenverfall.

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Wir leben eine Demokratie? Ja, aber…

Wir alle, die wir in Mitteleuropa leben, sind stolz auf die größte politische Errungenschaft unserer zivilisierten Welt, die Demokratie. Und wir übersetzen dieses Wort, dessen Herkunft aus dem Griechischen abgeleitet wird, gerne mit der ‚Herrschaft des Volkes über das Volk‘ und bezeichnen diese Herren, also uns alle, dann gerne als den Souverän. Nun ist das Wort Herren durchaus angebracht, denn weltweit betrachtet sind es in Demokratien nach wie vor und überwiegend Männer, die Macht ausüben. Daran haben auch Demokratie-, Frauen-, Freiheits- und Ökologiebewegungen nicht wirklich viel zu ändern vermocht.

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Pandemien offenbaren die Schwächen der Demokratien?!

Nahezu alle parlamentarischen Demokratien der Welt kämpfen heute, nach elementaren Einschränkung der Freiheitsrechte in der Corana-Krise, seien sie nun begründet und richtig oder unbegründet und falsch gewesen, um ihre Legitimation. Wir können dafür ins westliche Musterland USA schauen, in die europäischen Demokratien wie in Frankreich und Deutschland, in die sogenannten Demokratien wie Russland und die Türkei, überall herrscht Chaos in den Verwaltungen und Frustration in der Bevölkerung. Es sind nicht nur die Maßnahmen, die in aller Munde und Kritik stehen, sondern auf dem Prüfstand steht auch die Art und Weise, wie diese oftmals durchaus begründbaren Maßnahmen ausgestaltet und gehandhabt werden/wurden.

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Statistiken und Zitate, Scorings und Stimmungen

Zur Zeit der Entstehung dieser Zeilen, in der Statistiken mit Fallzahlen, Sterberaten, Immunisierungsquoten und mehr oder weniger private Meinungen über etwas, was eigentlich nicht gewusst werden kann, die Ausformung der öffentlichen Ordnung von 80 Mio. Menschen bestimmen, wird über ein maßgebliches Thema nicht gesprochen, und das ist die Frage, ob die Adressaten der Botschaften, die beständig ausgesendet werden, überhaupt verstehen können, was diese Aussagen bedeuten und wie diese zustande gekommen sind.

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Über Propaganda und andere Mittel der Spaltung

Wenn wir heute die Reaktionen und Meinungen in den Medien wie TV und Presse, in Sozial Media, Blogs und Websites einmal genau beobachten und dann deren Auswirkungen auf Politik und Mainstream genau verfolgen, wird uns auffallen müssen, das nicht die Gegenrede oder die darauf folgende Diskussion eine Folgewirkung entfaltet, sondern das es eher die Klickzahlen und der Bekanntheitsgrad der Agierenden einflussreiche Größen darstellen, die zu Reaktionen und/oder einer Beschäftigung mit aktuellen Themen herausfordern.

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Politik, Wirtschaft und Medien in Zeiten der Pandemie

Wenn wir die Nachrichten auch außerhalb der sogenannten „Systemmedien“ betrachten, in denen das Vorgehen der Regierungsfreunde und -fraktionen generell kritisiert wird, haben wir selbst in Pandemie-Zeiten das gewohnte Bild: Die, die regieren müssen, werden von denen kritisiert, die gerne regieren würden, und die, die unser Gesellschaftssystem ausgeschlossen hat und die dies auch bemerkt haben, wettern lautstark gegen jede Maßnahme, die getroffen wurde.

Diese seien zu spät, nicht den Anforderungen gemäß, nicht wirksam, wurden natürlich mit vollkommen anderen Absichten durchgeführt und kommen den Klagenden natürlich nicht zu gute. Mit anderen Worten: Der beständige demokratische Wahlkampf ist weiterhin in vollem Gange und die üblichen Gegner und Kritiker sehen sich bestätigt in all ihren Befürchtungen. Und genau genommen haben Alle, die sich ernsthaft mit den Problemen ihrer Zeit beschäftigen, auch irgendwie Recht.

Nur, und ein „leider“ ist hier durchaus angemessen, nutzt das in Wirklichkeit schlicht und einfach niemanden. Zunächst einmal wird sich erst durch die Arbeit der Historiker zeigen, ob und wie sinnvoll die getroffenen Maßnahmen waren, denn erst diese schauen auf ein gesellschaftlich relevantes Ereignis in der Gestalt, das sie Beginn, Verlauf und Ergebnis einer Entscheidung und deren Folgen bereits kennen. Das geht schlicht und einfach nach der alten Lotto-Regel: Wenn ich gewusst hätte, welche Zahlen gezogen wurden, hätte auch ich gewonnen. Allerdings gilt zu bedenken, dass, wenn alle diese Zahlen kennen würden, niemand wirklich gewinnen kann. So ist das nun einmal.

Was in Zeiten einer Krise entschieden wird, folgt dem Druck der aktuellen Ereignisse. Und in diesen Stresszeiten sind Überreaktionen oder Verleugnungsstrategien durchaus zu erwarten. Allerdings sollte jedermann sich darüber bewusst sein, das die Stärken und Schwächen eines Gesellschaftssystems eigentlich nur in solchen Zeiten zu Tage treten und entdeckt werden können. Und genau diese Eigenschaften einer Krise sind es doch, die den Fortschritt und die Vernunft in allen bestehenden politischen Systemen bis zum heutigen Stand reifen ließen. Allerdings ist die Entwicklung, ist der Prozess der Reifung niemals abgeschlossen. Jedes System, ob natürlichen oder menschlichen Ursprungs, trägt ein Fortschreiten in sich und wird sich beständig ändern müssen, um die Zeiten zu überdauern. Fehler, falsche Theorien, ungeschickte Anordnungen und Planungen sind und bleiben an der Tagesordnung. Das ist in der Natur, die wir gerne Evolution nennen, nicht anders. Wer sagt, die Evolution sei mit der Krönung des Menschen abgeschlossen, wird irgendwann eines Besseren belehrt werden, dann nämlich, wenn der erste Affe oder der erste Delphin an Waldrand und Strand auftauchen und uns Hand oder Flosse reichen möchte.

Demokratie, Transparenz und die Macht

Je intensiver ich die Nachrichten des Tages verfolge, dazu gehört viel Zeit einerseits und Zugang und Kenntnis über die entsprechenden Medienendgeräte andererseits, desto intensiver stellt sich mir die Frage nach der Funktionalität unseres politischen Systems.

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