Raketenangriffe auf Chemiewaffenproduktionsstätten?

Wer die Nachrichten der letzten Tage aufmerksam verfolgt, wird sicher nicht überlesen haben, das drei Nato-Staaten (USA, Frankreich, GB) Raketenangriffe auf Chemiewaffenproduktions- und Entwicklungseinrichtungen in Syrien geführt haben. Wenn man einmal ernsthaft über diese Maßnahmen nachdenkt, wird man zu der Überzeugung kommen müssen, dass diese Angriffe gegen jegliche Logik und Sinnhaftigkeit verstoßen und genau das Gegenteil dessen bewirken müssen, was sie eigentlich erreichen sollen. Nehmen wir einmal an, in den Einrichtungen wurden tatsächlich Chemiewaffen entwickelt oder gelagert. Dann ist ein Raketenangriff, der diese Einrichtung zerstört, genau die richtige Maßnahme, um diese Giftstoffe unkontrolliert freizusetzen. Wurde das also wirklich angestrebt? Sollten also dort solche Stoffe gelagert worden sein, müsste die ganze Region um die zerstörten Komplexe jetzt kontaminiert sein. Lagerten dort keine Chemiewaffen und wurden diese Einrichtungen zerstört, dann stellt sich doch die Frage, was dort erforscht wurde. Wenn dort Düngemittel entwickelt oder gar medizinische Forschung betrieben wurde, wurden sehr sinnvolle und für Syrien wichtige wissenschaftliche Einrichtungen und Instrumente zerstört. In beiden Fällen wird weder das genannte Ziel noch irgendein humanitär wichtiger Erfolg erreicht. Was alles in aller Welt haben sich die drei Urheber der Angriffe (die Potentaten Trump und Macron sowie die Regentin May 1) dabei gedacht.

Ich habe den Eindruck, das hier nur geopolitische und wirtschaftliche Spielchen gespielt werden auf dem Rücken eines Volkes, das gerade zufällig in der falschen Region der Welt zu Hause ist. Und das jetzige Ziel 2 ist einfach nur noch die Zerstörung von Infrastruktur und der politischen Ordnung, um die eigenen weltpolitischen und wirtschaftlichen Interessen besser und ohne Widerstand durchsetzen zu können. Ein Land, das seine Struktur nach einem Bürgerkrieg wieder aufbauen muss, wird jede Hilfe von außerhalb annehmen müssen. Das war nach Ende des zweiten Weltkriegs und jeder militärischen Auseinandersetzung, die diesem folgte, immer so. Das ist das Geschäftsmodell der USA und GB. Sie machen kaputt, um Einfluss zu gewinnen und ihre Wirtschaft mit neuen Aufträgen auf Kosten der Steuerzahler füttern zu können. Zuerst werden die Einsetze samt Waffen und Munition aus Steuern bezahlt, dann werden unter dem Vorwand, Frieden schaffen zu wollen, Einflussgebiete und Abkommen ausgehandelt und dann wird aus der Steuerkasse das zerstörte Land wieder aufgebaut.  Das ist ein wirklich segensreiches wirtschaftliches Förderprogramm für internationale Konzerne und deren Töchter. Es entstehen neue, unversorgte Märke mit großen Potentialen und die Wirtschaft muss nicht einmal Forschung und Entwicklung dafür betreiben, denn ein zerstörter Staat braucht überwiegend Waren und Dienstleistungen, die vorhanden und erprobt sind. Man muss nur noch herstellen und liefern.

Es gab bereits eine Geberkonferenz für Syrien. Da wurden die Steuergelder bereits großzügig bereitgestellt. Und natürlich wird eine Nation, die spendet, dafür auch die eigenen Konzerne und Firmen beauftragen wollen, so wie es in der Entwicklungshilfe ja schon jetzt üblich ist. Man braucht eigentlich nur die Wege der westlichen Steuergelder zu verfolgen, um herauszufinden, welche Motive gerade mal wieder in Sachen Krieg en vogue sind. Es gibt großes Interesse an einer Pipeline durch Syrien. Es gibt großes Interesse an den Ölfeldern des Iran 3. Durch Pakistan und Afghanistan sollen die neuen Seidenstraßentrassen Chinas verlaufen, die von Europa, wie Letzt im Spiegel zu lesen, schon lange ängstlich beäugt werden und die China ohne westliche Konzerne bauen will. Und das sind nur die Interessen, die allgemein bekannt wurden. Da wird es im Zusammenhang wohl noch viel mehr zu berichten geben, aber dafür müsste man umfangreich recherchieren. Das können aber nur die Großen der Nachrichtenbranche. Und dort scheint wirklich niemand Interesse zu zeigen an Ergebnissen, die die Werbeeinnahmen ihrer Medien stören könnten.

Sie glauben, das sind Verschwörungstheorien oder Querfrontgerede? Der Krieg gegen den Irak wurde mit einer Lüge begonnen. Wer beutet heute wohl die Ölquellen dieses Landes aus? Sie wissen es nicht? Dann schauen Sie doch einfach mal dort: https://www.krieg-info.eu/krieg/item/irak-der-kampf-um-oel.html Noch Fragen? Ich für meinen Teil glaubte danach, vollkommen klar zu sehen!

PS (25.04.2019) Schlagzeile Süddeutsche Zeitung: Geberkonferenz in Brüssel. Duetschland stockt seine Syrien-Hilfe um 1 Milliarde auf. Das Geld sei für notleidende Menschen in der Kriesenregion, erklärte Außenminister Maas. Er fodert, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Na, da bin ich doch mal gespannt, wie Maas den Ländern Frankreich, GB, USA und Saudi Arabien eine Rechnung zu stellen gedenkt! In meinen Augen ist die Zahlung der Summe durch die Deutsche BR bereits ein Schuldeingeständnis.

  1. Trump und Macron regieren zurzeit fast ausschließlich mit Dekreten wie einst Könige. Frau May ist lediglich eine ausführende Hand, die nicht wirklich gestalten kann. Wenn Putin und Assad Machthaber (Potentaten) sind, wie unsere Presse das regelmäßig tituliert, dann sind dies Trump und Macron ebenfalls. Sie gehen auch über die Leichen von Unschuldigen, wenn es ihnen, wie jüngst bei den blindwütigen Angriffen mit Raketen oder den ständigen Drohnenattacken im Nahen Osten, in den Kram passt.
  2. Der Krieg des Westens ist doch schon lange so gut wie verloren, kein Regime Change findet statt, keine willfährige Regierung genehmigt alles Mögliche gegen Bakschisch, keine Aufteilung des Landes in Einflusszonen findet statt.
  3. Der Iran war bis zur islamischen Revolution ein Einflussgebiet von GB

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