Die Verknüpfung Nawalny-Nord Stream 2

Nun bin ich ja politischer Laie und habe nur unzureichenden Zugang zu Informationen. Ich halte Mordanschläge, egal aus welchen Gründen auch immer, für absolut verwerflich. Das geht gar nicht. Und ich möchte ausdrücklich mein Mitgefühl gegenüber Herrn Nawalny und seiner Familie ausdrücken. Aber allein aus den Fragestellungen, die sich zu den allseits bekannten Fakten ergeben und den Informationen, die selbst in Wikipedia der Weltöffentlichkeit zur Verfügung gestellt sind, ergeben sich sehr viele Zweifel angesichts der Beurteilung der Vorkommnisse, wie sie gerade von Nato-getreuen Seiten in den Medien verbreitet werden. Neben den offen geäußerten Vorwürfen gegenüber der Führung von Russland sind viele weitere Motive und Möglichkeiten denkbar. Am Verdächtigsten allerdings erscheint mir die überschnelle Verknüpfung des Anschlags mit Sanktionen zu Nord Stream 2. Das riecht förmlich nach einem Motiv, das ein deutlich größeres Gewicht vermuten lässt als die Anschuldigungen ohne Beweise gegen Putin. Westliche Interessenten benutzen nicht zum ersten Mal Unwahrheiten, Fälschungen und Betrug, um ihre geopolitischen und wirtschaftlichen Interessen einer leichtgläubigen Bevölkerung schmackhaft zu machen. Ich denke da an die Lügen, die zum Überfall auf den Irak geführt haben, denke an die Propagandafilme der Gelbwesten, die Syrien den Einsatz von Chemiewaffen unterschieben wollten, denke an die verworrenen Berichte in GB über den Anschlag auf Skripal, denke an die völkerrechtswidrigen Sanktionen und Aktionen gegenüber Kuba, Venezuela und dem Iran, die Bombardierungen von Libyen und Jemen und und und…

In meiner Weltsicht liegen die größten Interessen für diesen Anschlag nicht bei Putin, sondern bei ganz anderen Abteilungen in ganz anderen Staaten. Aber, wie gesagt, genaues weiß ich nicht. Es könnte auch sein, das die russischen Ärzte Recht haben und gar kein Anschlag vorliegt, und man im Westen den Vorfall politisch nur ausschlachtet, um wirtschaftliche Vorteile zu ergattern. Wenn das der Fall wäre, würde dazu nur das Wort „ekelhaft“ passen. Aber ich erlaube mir, aufgrund mir zugänglicher Informationen massiven Zweifel an den Berichten und Beschreibungen zur Schuld Putins zu haben, die zur Zeit von und über alle westlichen Medien zum Fall Nawalny ausgeschüttet werden. So einfach schwarz-weiß, Freund-Feind ist die Welt schon lange nicht mehr. Und für diese Zweifel genügt bereits ein aufmerksames Lesen über den Stoff, die Akteure und Projekte in Wikipedia, das als Portal sicher nicht im Verdacht steht, unter russischem Einfluss zu schreiben. Mein Rat ist daher, nicht alles zu glauben, was so erzählt wird. Da wird schnell eine Maus zum Elefanten, und den sollte man im eng gestalteten Porzellanladen der Welt sicher nicht frei herum laufen lassen.

Wir wissen doch gar nicht wer der Täter war. Alle gehen davon aus, die Regierung war das. Aber es kann ja auch ein einzelner Mann vom Geheimdienst sein, der durchgedreht ist“. Es könne auch sein, dass es ein Gegner der Erdgasleitung nach Deutschland gewesen sei, merkte der 72-Jährige dabei an. „Oder ein beauftragter Gegner, der wusste: Wenn man einen solchen Mord inszeniert, der dann der Regierung in die Schuhe geschoben wird, führt das zur Verschlechterung der Beziehungen“, so kommentierte Gregor Gysi das aktuelle Geschehen auf MDR aktuell. Dem kann ich mich zum jetzigen Zeitpunkt nur anschließen.

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