Die Wahl in Meck-Pomm

Die Wahl in Meck-Pomm ist jetzt gelaufen und der Trend bestätigt sich: Es gibt ein erhebliches Protestpotential in unserem Land und es gibt eine neue Kraft, die dieses zu aktivieren weiß. Alle fragen sich, woran es wohl liegen könne, und alle Etablierten zeigen Konzepte und Absichten, dieses in Zukunft zu ändern, genau wie dieses schon vorletztes Jahr, letztes Jahr und am Anfang dieses Jahres geäußert wurde. Ich habe den Eindruck, hier ist eine aktuelle Politik am Werk, die das Bild “ein totes Pferd wird geritten” durchaus verdient.


Was geschieht eigentlich bei unvoreingenommener Betrachtung in Berlin zurzeit in den öffentlichen Medienveranstaltungen? Da sitzen Politiker in Studios und erzählen etwas von der Angst der Bürger, die nicht verstanden haben, was notwendig sei und die verunsichert (tolles Wort, kommt aus der Werbung und bedeutet: nichts) seien?! Gleichzeiten schwallen sie in Talkrunden immer die gleichen langweiligen Nichtigkeiten heraus, sind nicht in der Lage, einer Moderatorin zu antworten und der Zuschauer bekommt den Eindruck, das hier Fachidioten durch das Absondern von Werbesprüchen den Zuschauer beeindrucken wollen. Liebe Freunde aus der Politik: Das kann nicht gutgehen!

Man kann einen unerwünschten Gegner -und für die Etablierten ist dies unverkennbar die AfD- nicht wirksam bekämpfen, wenn man den Medienrummel permanent anheizt und dem Gegner so werbewirksame Auftritte verschafft. Weiterhin ist der Wähler in der Summe keine dumpfe, trübe und ungebildete Masse, sondern die eigentliche Zielgruppe für Politik, und selbst der einfachste Stammtischschwätzer kann unterscheiden, ob sich die aktuell gefahrene Richtung sich für ihn auszahlt oder nicht. Und dann sollte es in Informationsveranstaltungen im öffentlichen Fernsehen eine Gesprächskultur geben, was nichts anderes für Teilnehmer heißt als Zuhören können, Fragen beantworten können, Strategien erläutern können und den Weg sehen zu können, der zur aktuellen Situation geführt hat. Das immer weiter so, nur die nächsten vier Jahre überleben und nach mir die Sintflut ist keine Strategie, noch nicht einmal Taktik, sondern Hilflosigkeit pur! Von Medienvertretern wäre weiterhin zu erwarten, dass sie ihre Äußerungen, Fragen und Inhalte so präsentieren, dass Fakten und persönliche Meinungen für den Zuschauer offenbar werden. Die Inhalte sollten stimmen, überprüft und hinterfragt sein. Immerhin ist Journalismus doch ein akademisches Fach und der Zuschauer sollte erwarten können, dass hier Profis am Werk sind und keine Glaskugelleser. So hätte zum Beispiel Rot-Rot eine Mehrheit von drei Stimmen und nicht von einer, wie in vielen Nachrichten zu lesen war. Richtige Informationen oder keine, und vor allen Dingen nicht raten, wäre hier durchaus angebracht, um den Begriff “Lügenpresse” zu entschärfen.

Was ist also zu tun? Zunächst einmal ist eine Wahl eine Wahl, und wir sollten die Parteien, die so gewählt wurden, auch ernst nehmen und daher gleichbehandeln. An ihren Taten, Erfolgen und Vorschlägen werden sie gemessen werden, und an der Art und Weise, wie sie auftreten und sich im Gespräch präsentieren. Populistisch sind mittlerweile alle Parteien, auch die Etablierten, also ist diese Unterstellung kein Markenzeichen nur einer Partei. Und schön fände ich es, wenn die gesamte Energie, die in Werbung, Parolenverbreitung und übler Nachrede verschwendet wird der politischen Arbeit zuflösse. Wir brauchen Verbesserung zu Renten, zur Bildung, zur Verteidigung, zum Gesundheitswesen, zur Flüchtlings- und Einwanderungsproblematik, zur Sicherheits- und Innenpolitik, brauchen Gerechtigkeit und Gleichbehandlung in Wirtschaft und Recht, haben Bedarf in der Verkehrspolitik und sollten endlich mit kriminellen Machenschaften aufräumen. Die Politik und ihre Vertreter haben also genug zu tun. Sich in Grabenkämpfen und persönlichen Befindlichkeiten zu suhlen ist weder hilfreich noch sinnvoll.

Liebe Politiker, geht endlich an die Arbeit, für die ihr bezahlt werdet, oder dankt ab. Es gibt Alternativen, das hat diese Wahl bewiesen, ob es gefällt oder nicht. Ergebnisse, Erfolge und eine Zukunftsvision statt Parolen, Sprüche und faule Kompromisse, das wäre eine politische Strategie mit Zukunft. Nur Krisenmanagement ist viel zu wenig.

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Ein Kommentar

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