Wir erleben zur Zeit eine Welt im Wandel, eine Zeit also, wo Altes nicht mehr zeitgemäß und Neues noch nicht machbar erscheint. Wenn wir uns in der Weltgeschichte großer Reiche umsehen, hat diese Phase bisher jeden Hegemon und jedes große Reich erlebt. Die Gründe hierfür sind vielfältig, ja sogar schon intensiv erforscht und liegen bei all den Jahrtausende umfassenden Erfahrungen offen auf dem Tisch. Allerdings sind die Gründe für das Chaos und die Bremser einer Neuausrichtung ebenfalls mehr als bekannt. Die Einen versuchen, ihre Pfründe, erworben in der stabilen Lage der vergangenen Dezennien, zu sichern und verweigern einen Wechsel, weil sie damit die Grundlage ihres Reichtums und ihrer Macht verlieren würden. Die Anderen, die das bestehende System bisher nicht zum Zuge kommen ließ, versuchen mit aller Macht, ihre meist übertrieben moralisierte Vision einer blühenden Zukunft entgegen den Tatsachen umzusetzen.
Bereits Ende der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts beschrieb Sartori in seinem Buch „Demokratietheorie“ diese beiden Extreme mehr als anschaulich. Dieses Buch, das zur Zeit seiner Erscheinung nur wenig Zuspruch erhielt und heute nahezu ausverkauft ist, beschrieb damals eine Wirklichkeit, die sich noch nicht klar und deutlich abzeichnete, liest sich aber heute wie eine sehr präzise Beschreibung der Zustände im politischen Feld der heutigen westlichen demokratischen Welten. Ich denke, das sich dieses Buch für eine Neuauflage mehr als eignet, und es wäre sicherlich hilfreich, diesen Text allen Diplomaten und Staaten-/Volkslenkern als Schulungsmaterial vorzuschreiben.
Kommen wir daher einmal ganz vorurteilsfrei zu einigen der wichtigsten politischen Themen unserer Zeit in einer Aufzählung:
Die Kriege unserer Zeit…
Die Hegemonialvorstellungen der Weltmächte…
Die Veränderungen in der Arbeitswelt durch digitale Techniken…
Die Übergriffe der Medien auf das politische Denken der Massen…
Die Mängel in der Bildung in Volk und Eliten…
Das Demographieproblem der Sozialsysteme…
Das Demokratieproblem…
Die Probleme mit Umwelt und Ressourcen…
Und da wir natürlich im dritten Jahrtausend leben, ist es ja wohl leicht möglich, die Meinungsrinne durch Rückfragen bei einer KI (DuckDuckGo: Duck.ai) zu erkunden und sich diese mal ganz genau anzuschauen. Die Antworten der KI können als Anhang an mein Schreiben nachgelesen werden. Da ich sie nicht als hilfreich ansehe, gehe ich nicht groß darauf ein.. Ein Kommentar zur Güte dieser Antworten findet sich am Ende des zugegeben umfangreichen Artikels. Ich habe mich bemüht, in den Beschreibungen der Problemfelder die Lage unserer Zeit kritisch zu hinterfragen und möglichst korrekt abzubilden. Dabei vermeide ich ideologische, visionäre und einseitige Betrachtungen und orientiere mich an anerkannt wissenschaftlich belegbaren Fakten. Da aber faktenbasierte Beschreibungen immer auch, wenn auch nur zwischen den Zeilen lesbar, Schlussfolgerungen provozieren, kann ich nicht für die Gedankengänge verantwortlich zeichnen, mit denen der geduldige Leser konfrontiert sein könnte. Ich schreibe diesen Satz, um darauf hinzuweisen, das der Mainstream meine Faktenaufzählung nicht so sieht wie ich das von mir erwarte, sondern in seiner Blase Tabuzonen ausweist, um bestimmte Problemlösungen erst gar nicht aufleuchten zu lassen. Ich verfolge keine Theorien, keine Visionen, keine Wünsche oder Ideologie oder schlage mich auch nicht einseitig auf die Seite eines Aktivisten. Ich versuche, hier einfach das klar vor meinen Augen liegende zu thematisieren.
Übrigens: Das Titelbild zeigt die Kontinente der Erde in der Mollweide-Version, die eine größenmäßig reale Wirklichkeit abbildet und nicht wie sonst üblich, die nördliche Hälfte und besonders Europa übertrieben groß darstellt.