Der Artikel ist eine Antwort auf einen Artikel der Tagesschau.de vom 16.08.2025, den ich nahezu in voller Länge zitiere. Also ich weiß ja nicht, würde ein Kabarettist jetzt ausführen, was man dort in der Redaktion so raucht, aber die Analyse des Schreibers trotzt nur so von Inkompetenz und Größenwahn. Zwei Staatschefs aus zwei Großmächten, die sich seit Jahren in einem verbaler und wirtschaftlichen Kleinkrieg befinden treffen sich und führen Gespräche auf hoher Ebene. Das dabei mehr als ein Ausloten gegebener Möglichkeiten herauskommen würde, muss jedem offen denkenden Menschen klar gewesen sein. Man konnte hoffen, das die Gespräche zumindest friedlich, informativ und freundlich verlaufen und keine der beiden Seiten die Fortsetzung der Annäherung blockieren wird. Und das scheint ja wohl geschehen zu sein.
Inkompetenz und Größenwahn im Mainstream weiterlesenKategoriearchiv: Leserbriefe
Leserbrief zu: Die Sehnsucht nach dem Unmittelbaren (Ausgabe 3/2022; Hohe Luft)
Liebe Rebekka Reinhard.
Ich schreibe diesen Leserbrief als Kommentar auf ihren Artikel:
Die Sehnsucht nach dem Unmittelbaren (Ausgabe 3/2022; Hohe Luft)
Ihr Text fing so schön an, setzte sich so schön fort…
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Wir leben alle auf demselben Planeten…
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Vielmehr ist es umgekehrt…
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Auch Heufer-Umlaufs Position…
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Was die einzelnen Mitglieder (Gruppe A, Gruppe B)…
…und dann dieser Satz eines Historikers: „Gehen Sie immer wieder in die Beobachtungshaltung!“, um den Autor dann einen Verschwörungstheoretiker zu nennen und somit genau in die Falle zu gehen, die sie vorher versuchten zu beschreiben. Und bei den Vorschlägen zur Lektüre weisen sie auf einen „Exemplarischen Vortrag eines erfolgreichen Verschwörungstheoretikers…“ hin und bestätigen damit, das Sie nicht versehentlich, sondern beabsichtigt in die selbst beschriebene Falle gegangen sind.
Und dann kommt der letzte Abschnitt, in dem sie ein Zitat von Nguyen-Kim ausführen:
„Wenn wir im Streit (…) nur versuchen, unsere persönliche Ansicht mit allen Mitteln durchzusetzen… treten wir auf der Stelle“. Damit widerlegen Sie sich selbst. Einen Historiker, der sich mit der Analyse von Ereignissen befasst und diese in einen Zusammenhang zu setzen sucht, einen Verschwörungstheoretiker zu nennen, ist doch gerade der Versuch, seine Schlussfolgerungen bereits im Vorfeld zu diskreditieren, anstatt die geäußerte andere Meinung einfach in den Diskurs aufzunehmen und zu diskutieren.
Ich habe viele, sehr viele Vorträge von Herrn Ganser gehört und verfolgt, und klar, nicht alle seine Schlussfolgerungen entsprechen den gültigen Narrativen, aber das man seine Ausführungen so einfach vom Tisch wischen könne (Verschwörungstheoretiker eben, mit anderen Worten: Lohnt sich nicht zu lesen/hören…), kann ich keinesfalls bestätigen. Im Gegenteil, denn auffällig ist, das sich seine Gegner nicht einmal bemühen, seine Argumente anzugreifen, sondern gleich und schon im Vorfeld zur Verleumdung greifen. Ich habe bisher noch jede Behauptung von Herrn Ganser recherchieren können, denn jede seiner Aussagen ist mit Quellenangabe belegt. Pro Buch sind das zum Beispiel über 500 Quellenangaben, und auch auf seinen Vorträgen werden alle Quellen benannt. Das suchen sie im von Ihnen zitierten Spiegel, in der Zeit und sonst-wo stets vergebens.
Der Satz „Gehen Sie immer wieder in die Beobachtungshaltung!“ ist doch so zu verstehen, das jede Nachricht, jede Meinung, jede Beschreibung immer in Relation zu ihrem Urheber und dessen hoffentlich bekannte Position gesetzt werden muss. Die Behauptungen eines kriegführenden Präsidenten wird sicher nicht heißen: „Ich bin im Unrecht…“, die eines Pharmaunternehmens nicht „Mein Produkt ist unwirksam…“ oder die eines Reporters nicht: „Ich mache Propaganda…“, nein, sie wird die Fakten so darstellen, wie sie gefallen oder gewünscht werden. Jedem sollte das klar sein. Und die Position eines Philosophen ist normalerweise die, keine Position zu haben, sondern Fragen zu stellen und gut durchdachte Bedenken zu äußern, wenn er/sie auf fest betonierte Positionen trifft. Seine/Ihre Position kann keineswegs sein, sich an Verleumdungen zu beteiligen!
Mit nur zwei Äußerungen haben Sie einen sehr guten Artikel vollkommen zerstört. Schade…
Liebe Grüße Hanspeter Sperzel
PS: Der Leserbrief ist im Blog „NeoNikoManie“ veröffentlicht.
Glosse in Zeit Online / Kultur vom 14. Sept. 2016
Kommentar zu Zeit Online „Wir hatten eine schöne Zeit“ von Magnus Klaue
Glosse in Zeit Online / Kultur vom 14. Sept. 2016
Was mir beim Leser dieser Glosse sofort in den Sinn schoss war das deutsche Sprichwort: „Schuster, bleib bei deinen Leisten“, denn hier hat ein Glossenschreiber zwar den Weckruf der Philosophie vernommen, ihn aber nicht verstanden und als direkte Antwort mit Mainstreamsülze geantwortet, einem verkochten Brei des immer wiederkäuenden neoliberalen Einheitsbreis, der den Medien den proletarischen Ausdruck Lügenpresse und das akademische Pendant Lückenpresse eingebracht hat.
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Leserbrief zum Essay „Fürchtet euch“ aus Spiegel Nr.29/2016 (Fleischhauer)
Bereits der erste Satz ist eine Frechheit, denn die Friedensbewegung der 70er oder die Antiatomkraftbewegung mit den Zielen von AfD und Pegida irgendwie vergleichen zu wollen ist schlicht an den Haaren herbeigezogen. Das Angst der Urheber aller vier Bewegungen sein muss ist ja unbestritten. Aber Angst vor einer technischen Katastrophe kann nun einmal nicht mit Angst vor Islamisierung verglichen werden, denn das eine ist eine wissenschaftlich beweisbare und daher anwesende Gefahr, das andere jedoch ein psychologisches Hirngespinst. Und die Friedensbewegung hatte ja wohl den Frieden und die Gemeinschaft aller Menschen zum Ziel und nicht Abschottung und Nationalismus. Hier eine Ähnlichkeit zu sehen ist eine Beleidigung für eine ganze Generation. Soviel zunächst einmal zur Ausgangslage des Essays, das Aufklärung vorgibt, aber nur Verleumdung für den politischen Gegner und nur Werbung für die eigene rechtsradikale Gesinnung im Sinn hat.
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Leserbrief zu Spiegel 27/2016 (Fleischhauer: Der schwarze Kanal / War Hitler Antisemit?
Was mich an diesen Kommentaren immer wieder erstaunt ist die glatte und glitschige Art, mit der in einer Durchmengung von propagandistischen Elementen alles und jedes Vorkommnis, dessen zu bemächtigen der geschickter Schreiber sich in die Lage versetzt sieht, immer auf den persönlichen politischen Widersacher (SPD, Grüne) und Feind (Die Linke) einzudreschen und das Ganze dabei als einen menschenfreundlichen und aufklärenden Beitrag zu verkaufen. Das Geschreibsel kommt stets daher wie ein Suppositorium mit giftigem Inhalt.
PS: Der Leserbrief wurde in Der Spiegel, Nr 29 vom 16.07.2016 veröffentlicht.
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Leserbrief zu Jan Fleischhauer, Der schwarze Kanal, Mit der Pumpgun, Der Spiegel 27/2015
Liebe Spiegelredaktion,
ehrlich gesagt kann ich nicht verstehen, was diese Stammtischschnipsel in einem Nachrichtenmagazin zu suchen haben. Zum einen fehlt der aktuelle Bezug, zum anderen erschließt sich mir der Sinn dieser Zeilen einfach nicht. Leserbrief zu Jan Fleischhauer, Der schwarze Kanal, Mit der Pumpgun, Der Spiegel 27/2015 weiterlesen
Leserbrief zur Griechenland-Krise
Ich kann die Aufregung und die Eile im Falle Griechenland nicht verstehen. Diese Regierung ist doch erst vier Monate im Amt, hat die Misere nicht verschuldet und hatte nicht einmal die obligatorischen 100 Tage, um sich einzugewöhnen. Leserbrief zur Griechenland-Krise weiterlesen
Zu Jan Fleischhauer Der schwarze Kanal und „Vorwärts mit Sahra“ [Der Spiegel 25/2015]
Lieber Jan Fleischhauer,
wenn Sie schon Texte zitieren und damit Meinungen aus grauer Vorzeit an den Pranger zu stellen glauben müssen, sollten Sie wenigstens so viel journalistische Korrektheit aufbringen, zu erwähnen, dass sich Frau Wagenknecht von diesem Artikel längst distanziert hat. Wenn Wikipedia das schon weiß, kann ein Journalist wie Sie sich damit lediglich noch blamieren. Zu Jan Fleischhauer Der schwarze Kanal und „Vorwärts mit Sahra“ [Der Spiegel 25/2015] weiterlesen
Leserbrief zum Spiegelgespräch „Der Papst hat Recht“ von Thomas Hüetlin mit Sahra Wagenknecht (24/2015)
In den nachfolgenden Aufzählungen sind Fragen und Anmerkungen aufgelistet, mit denen ihr Redakteur die Politikerin der Oppositionspartei „Die Linke“ in einem Gespräch behelligt hat. Dass das hier in Listenform geschehen musste, liegt an der Anzahl der Auffälligkeiten, die in einem Text einfach nicht mehr zu bewältigen war: Leserbrief zum Spiegelgespräch „Der Papst hat Recht“ von Thomas Hüetlin mit Sahra Wagenknecht (24/2015) weiterlesen
Leserbrief zu „Der AfD-Nerd“ von Jan Fleischhauer (Der Spiegel 23/2015)
Nachfolgende in meinem Verständnis unverschämte Äußerungen haben mich zu einem Leserbrief animiert:
Exkurs zum Artikel:
Der Artikel beginn mit dem Satz: Ich habe mich oft gefragt, wie wohl das typische AfD-Mitglied aussieht.(Zitat: Der Spiegel 23/2015) Leserbrief zu „Der AfD-Nerd“ von Jan Fleischhauer (Der Spiegel 23/2015) weiterlesen
Leserbrief zu „Die Nahles Polizei“ des schwarzen Kanals (Der Spiegel 21/2015)
Lieber Jan Fleischhauer,
zunächst einmal sollte nicht jedes bayrische Argumentieren Nachahmer finden, besonders nicht in einem Magazin wie dem Spiegel. Leserbrief zu „Die Nahles Polizei“ des schwarzen Kanals (Der Spiegel 21/2015) weiterlesen