Leserbrief zu Jan Fleischhauer, Der schwarze Kanal, Mit der Pumpgun, Der Spiegel 27/2015

Liebe Spiegelredaktion,
ehrlich gesagt kann ich nicht verstehen, was diese Stammtischschnipsel in einem Nachrichtenmagazin zu suchen haben. Zum einen fehlt der aktuelle Bezug, zum anderen erschließt sich mir der Sinn dieser Zeilen einfach nicht. Nicht nur, das Karibu-Aussaugen in Deutschland etwas aus der Mode gekommen ist, auch ist eine Pumpgun soweit ich weiß und gottseidank nicht frei zugänglich. Selbst der Inhalt von „Thelma und Luise“ scheint sich der Schreiber nicht einmal ansatzweise erschlossen zu haben. Von Reservaten und Milieus für Frauen ist mir auch nichts bekannt, und dass Twitter für Meinungsaustausch und -kundgabe benutzt wird war doch wohl auch so geplant. Auch Empörung ist ja schließlich eine Meinung! Und wenn Frauen in unserer Zeit jeden stellen wollten, der ihnen dumm kommt, hätten sie sehr, sehr viel zu tun.
Natürlich habe ich mir auch noch einige Gedanken gemacht, warum so etwas bei Ihnen veröffentlich wird:
Kann es sein, dass die Veröffentlichung ein Zugeständnis an die Miteigentümer von Bertelsmann ist, damit sich auch der „Der Spiegel“ als ein Gruner+Jahr-Erzeugnis und als Schwester von „Beef“ klar erkennen lässt?
Möglich wäre auch, dass der Deutsche Bundestag wieder einmal Gesetze aus der Bertelsmann-Feder verabschieden soll und der Öffentlichkeitsfokus auf andere Themen gelenkt werden muss?
Oder versucht der Autor bei Nuhr und Appelt in die Comedy-Sendung zu kommen? Dazu müsste aber sein Niveau noch sehr deutlich steigen und wenigstens hier und da mal eine Pointe zu erkennen sein.
Ich hefte diesen Beitrag bei mir unter der Kategorie „Beiträge zur Volksverdummung“ ab. Es ist in kurzer Zeit schon der dritte dieses Autors. Respekt!

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