Wir einfachen Leute können politisch sowieso nichts tun?

Festzuhalten ist doch, das es anscheinend als notwendig erachtet wird, in den „sensationsgeilen“ Medien Raum zu finden, um wirken zu können. Das ist aber so nicht richtig. Wirken kann jeder Einzelne bereits dadurch, das er sich mit einen oder zwei andere Menschen austauscht und dabei eine Nachdenklichkeit gegenüber einer geäußerten politischen Einstellung bewirkt. Jeder Austausch zwischen Menschen ruft eine Wandlung hervor. Voraussetzung allerdings dazu ist der Mut, die andere, von der üblichen Meinung abweichende Ansicht überhaupt zu äußern und diese auch in einer Diskussion zu vertreten. Und natürlich sollte diese Meinung auch Konsequenzen nach sich ziehen dürfen. Das aber muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Ich erwähnte es erst kürzlich in einem anderen Artikel: Unsere (Nicht-)Präsenz in Medien wie Facebook und Twitter ist eine mächtige Waffe, unser Geldbeutel ebenso. Wir Kunden entscheiden, was wir kaufen und verwenden, wem wir unsere Daten zur Verfügung stellen und was wir lesen. Nichts ist genormt, festgefügt und letztlich unveränderlich. Was wirklich festgestellt werden kann ist lediglich eine allgemeine Neigung zur ständigen Wandlung. Und hier hat jeder Einzelne seinen bedeutenden Anteil. Und auch der kleinste Erfolg ist ein Erfolg. Jede Stimme, jede Handlung zählt!

Und zu guter Letzt 10 Vorschläge für einen Mut-Anfang:

  1. Wechseln Sie von Microsoft auf Linux (ist kostenfrei und spioniert nicht).
  2. Schalten Sie auf Handy (z.B.: Standort, Apps.Zugriffe auf pers. Daten) und Computer (mit 0&0Shutup10) alles ab, was gerade nicht gebraucht wird.
  3. Kaufen Sie nur noch Geräte, die auch repariert werden können.
  4. Kommen Sie zurück zur SMS oder verwenden Sie Telegram statt WhatsApp.
  5. Kaufen sie ihre Bücher nicht bei Amazon, sondern im Buchladen, im Secondhandshop oder vom Verlag.
  6. Recherchieren Sie mit DuckDuckGo anstatt mit Google.
  7. Lesen und schauen Sie neben den „Qualitätsmedien“ auch auf alternativen Seiten.
  8. Der Feind meines Freundes muss nicht automatisch auch mein Feind sein.
  9. „Wir“ zu sagen vollzieht eine Trennung und erzeugt „Andere“, die dann auch anders gesehen werden.
  10. Holen Sie „den gesunden Menschenverstand“ in den Alltag zurück und seien Sie wachsam bezüglich sich ständig wiederholender Aussagen.

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