Bitte geht wählen am Sonntag…

Sie fragen: „Brauchen wir Europa?“ Ich antworte: „Ja!“ Sie fragen: „Wozu?“ Und jetzt wird es eher etwas kompliziert und vor allem wird es etwas aufwendig… Einfache Antworten, die auf Twittergröße geschrumpft sind, können diese Frage nicht beantworten. Und auch ein kurzer Post auf Facebook, der in der unendlichen Menge der Inhaltslosigkeiten verschwindet, kann das nicht bewerkstelligen. Die Antwort auf diese Frage auf einen Wahlspruch oder Slogan zu reduzieren zeugt von Unkenntnis des Weltgeschehens.

Sie wissen nicht, was Sie wählen sollen? Ich empfehle daher nach langer Überlegung:

DIEM25, VOLT, oder auch DIE LINKE

Warum diese drei Empfehlungen?

Europa, wie wir es kennengelernt haben, ist ein Vielvölkerkontinent, der über die Jahrhunderte seiner Entwicklung Krieg, Seuchen, Tod und Verblendung nicht nur über Europa, sondern über die ganze Welt ausgebracht hat. Die heutige Bevölkerung der Kontinente Amerika und Australien, um Beispiele zu nennen, sind daher heute zumindest kulturell europäischen Ursprungs. Die Ureinwohner dort sind an den Eroberungsfeldzügen und Krankheiten Europas auf eine unbedeutend kleine Bevölkerungsminderheit geschrumpft. Auch Asien und Afrika litten jahrhundertelang an den Verbrechen europäischer Kolonialmächte. Man muss die Geschichten und Fakten hier nicht noch einmal aufzählen. Erwähnenswert sind „diese alten Kamellen“ deshalb, weil aus diesen Tatsachen sich doch eine Verantwortung für die Welt ableiten ließe. Und diese Verantwortung besteht darin, diese Fehler, diese Verbrechen und diesen aus der Gier getriebenen Wahnsinn zu korrigieren und endlich zu beenden. Dazu bedarf es heute mehr denn je eines starken Europa, denn nur die Verursacher der Fehlentwicklungen sind, wie ich die Zustände der weltweit etablierten Gesellschaften beurteile, heute (noch) in der Lage, diese Korrektur vorzunehmen. Aber das Europa, das wir heute als EU kennen, ist nicht die Organisation, die diese Aufgabe stemmen könnte. Es bedürfte dazu viel weitreichenderer Ideen, viel größerer Demut und viel mehr Mut, um dieser Verantwortung an der Welt auch gerecht zu werden.

Wir brauchen dazu andere Vertreter in den Parlamenten, andere Prioritäten in der Darstellung der EU nach außen und eine grundlegend veränderte Richtung der EU in nahezu allen Bereichen der politischen Arbeit. Daher bitte ich Sie heute, gehen Sie wählen am Sonntag, und wählen Sie eine der Gruppierungen, die eine wirkliche Alternative darstellen zur jetzigen Administration.

Die heutige EU und ihre Mitgliedsländer sind überwiegend in der NATO organisiert, einem Bündnis, das Kriege führt in aller Welt. Über die USA und ihre Politik muss man heute nicht reden. Ihre aktuellen Drohgebärden, ihr aktuell aggressives Verhalten, ihre aktuellen Provokationen und Untergrundaktivitäten sprechen ihre eigene Sprache. Frankreich und GB träumen erneut den großen imperialen Traum, nur verwenden sie dazu anderer Mittel als vor 100 Jahren. Die Waffen der ehemaligen Imperien heute sind Knebelverträge (Handelsabkommen), sind auf staatlicher und finanzieller Macht beruhende Sanktionen und Einmischungen, die von der Unterstützung gewaltbereiter befreundeter Gruppen, der Entsendung von Truppen bis zu einer weltweiten Propaganda reicht. Auch Deutschland, das wohl stärkste wirtschaftliche Land der EU, folgt diesen Richtungen, leistet sich heute aber zusätzlich eine Regierung, die man ohne Einschränkung als Vasall des US-Imperiums bezeichnen darf. Sie läuft zurzeit blind und taub ihrem Anführer (USA, Trump) hinterher. So geht Verantwortung zu übernehmen in der Welt aber nicht.

Nur die drei genannten Parteien/Organisationen wollen die Kriege und Aggressionen Europas beenden.

Um Verantwortung übernehmen zu können, müssen die Länder Europas zusammenrücken, zusammen stehen und einen Gegenpol bilden zu den drei Großmächten (USA, China, Russland), und dieser Gegenpol kann nur auf der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Macht beruhen, die Europa noch immer darstellt. Und Europa muss sich freimachen von der Vorherrschaft großer Konzerne, die weltweit agieren und sich nicht mehr um Herkunft, Zugehörigkeit und die Gesetze von Nationalstaaten scheren. Nur eine große wirtschaftliche Macht wird diese Konzerne noch im Zaum halten können. Und es eilt, denn überall in den Gesetzen der kleinen Einzelstaaten entstehen an jedem Tag neue Schlupflöcher, die die Konzerne mit weiteren Freiheiten beschenken. Amazon, Google, Facebook, Apple und Co, um nur einige aus dem IT-Umfeld zu nennen, scheren sich immer weniger um politische Vorgaben aus Europa. Warum auch? Niemand heute kann sie zwingen, etwas an ihrem Geschäftsgebaren zu verändern. Dazu brauchen wir andere Gestalten in der europäischen politischen Landschaft. Merkel, Macron, May und ihre Stadthalter sind dazu nicht annähernd in der Lage.

Die drei genannten Parteien/Organisationen bilden einen Gegenpol gegen diese zurzeit etablierte, unfähige Administration.

Es geht schon lange in Europa nicht mehr um Krieg und Frieden auf dem alten Kontinent. Es geht schon lange nicht mehr um militärische Präsenz und den Zugriff auf Abschreckungswaffen. Es geht um wirtschaftliche und finanzielle Macht. Es geht um Einfluss auf die Märkte, es geht darum, erster zu sein bei neuen Technologien, und es geht darum, denen, die Besitz angehäuft haben, wie auch immer, ihren Bestand zu sichern. Und es geht um die Ausbeutung von Rohstoffvorkommen in aller Welt. Wundert es Sie nicht, das eine Armee wie die Bundeswehr, weltweit bekannt um ihr Versagen in Technik und Ausrüstung, einfach ihren Dilettantismus so weiter pflegen kann angesichts der weltweiten Bedrohungen, die aus den Medienberichten der Nato-Presse auf die Leser herein prasseln? Die großen „Bösewichte der Welt“, Russland, China, Venezuela, Iran, Kuba haben noch nie irgend ein anderes Land angegriffen. Sie waren in der Weltgeschichte der Neuzeit immer als Opfer auserwählt, waren die, die angegriffen wurden und sich immerzu verteidigen mussten. Glaubt irgend jemand ernsthaft, das Kuba zum Beispiel eine Bedrohung für die USA darstellt? Ich war dort und habe dieses Land bereist. Ein friedlicheres Land gibt es nicht, wunderbare Menschen, keine Kriminalität, hoher kultureller Standard, gute Bildung und hervorragende medizinische Versorgung zeichnen diese sauber und natürlich belassene Insel und ihre Bewohner aus. Sie ist ein Paradies für gestresste europäische Urlauber.

Nur die drei genannten Parteien/Organisationen wollen eine Veränderung der festgefügten Vertragsknebelungen mit Entwicklungs- und Schwellenländern. Nur sie lehnen Aufrüstung ab. Nur sie lehnen Krieg und Erpressung als Mittel der Politik ab und wollen mehr das Gewicht der europäischen Diplomatie und ihrer wirtschaftlichen Macht nutzen, um die Welt zu befrieden.

Und natürlich muss auch Europa die Verträge einhalten, die zum Fortbestehen der Menschheit abgeschlossen wurden. Dazu zählen die Verträge und Vereinbarungen der Weltgemeinschaft (UN), die Vereinbarungen über Atomwaffen, über Abrüstung und die Klimaschutzverträge.

Auch hier sehe ich mit Ausnahme der genannten drei Parteien/Organisationen keine weiteren sinnvollen Absichten der um Stimmen werbenden Kandidaten.

Europa heute sollte Aufgaben in der Weltgemeinschaft übernehmen, die zu einer Befriedung des Globus beitragen kann. Dazu ist keine militärische Aufrüstung erforderlich. Was wir dazu brauchen ist Aufklärung auf allen politischen Ebenen. Was wir dazu brauchen ist die Beseitigung von unsinnigen wirtschaftlichen Dogmen. Was wir brauchen ist das Vertrauen in die Selbstheilungsmechanismen der uns Europäern fremden Kulturen in aller Welt. Wir sollten weltweit helfen und nicht belehren. Wir sollten unsere Erfahrungen nutzen, die wir in unsinnigen Kriegen, wirtschaftlichen Katastrophen und politischen Dunkelzeiten gewonnen haben, um die Welt von Hunger, Krieg und Not zu befreien. Laotse sagte dazu im Tao te king: Eine gute Politik füllt die Bäuche und leert die Herzen. Lassen wir doch einfach die Menschen überall auf der Welt und allezeit ihr Leben leben. Wir Europäer sollten überall gerne helfen, ohne an Eigennutz zu denken, das sind wir unserer Historie schuldig. Wir beraten gerne und beraten perspektivisch richtig, aber nur, wenn wir gefragt werden. Wir unterstützen alles, was Not lindert und Leben fördert.

Dazu brauchen wir andere Vertreter im europäischen Parlament. Bitte geht wählen, und überlasst die europäische Politik nicht denen, die nur noch an die Füllung ihrer eigenen Taschen und die Erfüllung ihrer eigenen Bedürfnisse denken können.

Es ist euer Beitrag, nur ein kleines unscheinbares Kreuz auf einem Zettel und ein gesundheitsfördernder Sparziergang bei sommerlichem Wetter, der eine Veränderung bewirken kann, und es ist, langfristig gedacht, immer auch in eurem Interesse!

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